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08.04.2021 | 05:15

PayPal, Aspermont, ProSiebenSat.1: Digitale Medien sorgen für Wachstum

  • Digitalisierung
Bildquelle: pixabay.com

Digitale Geschäftsmodelle haben zahlreiche Vorteile. Prozesse lassen sich besser optimieren und das Geschäft leichter skalieren. Während analoge Geschäftsmodelle schnell mehr Mitarbeiter benötigen und letztlich kompliziert werden, treten solche Probleme bei digitalen Geschäftsmodellen kaum auf. Ob Paypal 100.000 Zahlungen in der Stunde ausführt oder 150.000, ist nahezu egal. Kommen Kapazitäten an ihre Grenzen, wird einfach dazu gekauft – auch hier ist digital einfach besser. Wir stellen Unternehmen vor, die entweder bestehende Branchen umgekrempelt haben oder aber dank digitaler Geschäftsmodelle so richtig durchstarten.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Nico Popp



 

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Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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PayPal: Dieser Trendsetter ist schon teuer

PayPal ist längst keine Neuentdeckung für Anleger mehr. Wer hier investiert, profitiert von einem etablierten Produkt, der Marktmacht von PayPal und der stetigen Nachfrage nach Dienstleistungen rund ums Bezahlen. In Deutschland gelang PayPal als Anhängsel von eBay der Durchbruch. Dank des Käuferschutzes und des Bezahlens mit nur wenigen Klicks schafften sich schon vor vielen Jahren Millionen Menschen ein PayPal-Konto an. Später setzten auch immer mehr Onlinehändler auf das bequeme Bezahlangebot und das Höchstmaß an Sicherheit.

Mit dem Boom des mobilen Bezahlens machte sich PayPal vor einigen Jahren die Langsamkeit der etablierten Banken zum Vorteil. Während Banken ewig brauchten, um Google Pay ihren Kunden anzubieten, machte PayPal Nägel mit Köpfen, stampfte in Kooperation mit Mastercard eine virtuelle Kreditkarte aus dem Boden und bot als einer der ersten in Deutschland Google Pay an. Zwar haben inzwischen viele Banken nachgezogen, doch dürften noch immer einige Nutzer standardmäßig die virtuelle Kreditkarte von PayPal hinterlegt haben, wenn es ans kontaktlose Bezahlen geht. Auch mit dem Vorstoß in Richtung Kryptowährungen hat PayPal ein gutes Gespür für den Markt bewiesen. Die Aktie ist schon teuer, steckt aber in einem lupenreinen Aufwärtstrend.

Aspermont: Das digitale Smallcap mit den potenten Kunden

In einem Aufwärtstrend befindet sich auch die Aktie des australischen Medienhauses Aspermont. Das Unternehmen verlegt das Mining Journal und das Mining Magazine , die beide seit mehr als einhundert Jahren ununterbrochen veröffentlicht werden. Längst ist Aspermont aber digital unterwegs und vertreibt Inhalte und Daten auf Abo-Basis. Hinzu kommen eLearning-Angebote und Dienstleistungen für den Technologiesektor. Aspermont hat Niederlassungen in London und ist in Australien, Nordamerika, Brasilien, Singapur, Malaysia und auf den Philippinen präsent. Viele Inhalte sollen künftig auch in anderen Sprachen aufbereitet werden und für Wachstum sorgen. Weiteres Potenzial hat das Unternehmen in der umfangreichen Kontaktdatenbank von 7 Millionen Entscheidern identifiziert. Da man in der Vergangenheit bei Abonnements oftmals kulant war und es erlaubte, wenn mehrere Mitarbeiter sich ein Angebot teilten, besteht die Chance auf wachsende Abo-Zahlen.

Auch das neu entwickelte Segment für virtuelle Events und Ausstellungen (VEE) sollte Aspermont langfristig Wachstum bringen. Das Unternehmen hat mit dem neuen Segment in den ersten fünf Monaten Einkünfte von einer Mio. USD erzielt.** Aspermont betont, dass virtuelle Events ein Wiederholungsgeschäft sind, das sich durch attraktive Margen und starke Cashflows auszeichnet. Da Aspermont seine guten Kontakte in die Chefetagen zahlreicher Unternehmen künftig noch besser ausspielen und Zielgruppen noch genauer ansprechen will, könnte die jüngste Entwicklung erst der Anfang sein. „Während wir uns durch die COVID-Pandemie und abgesagte Events gezwungen sahen, uns auf den VEE-Bereich zu konzentrieren, so waren es unsere bestehende Plattformtechnologie und unser globaler Abonnentenstamm, die uns ermöglicht haben, die neuen Geschäftsmodelle von Beginn an profitabel auf den Markt zu bringen. Dies ermutigt uns, ähnliche Angebote auch für die Sektoren Energie und Landwirtschaft zu gestalten**", so Aspermont-CEO Alex Kent kürzlich in einer Unternehmensmeldung.

Nachdem die Aktie Anfang des Jahres sehr gefragt war und sogar kürzlich die Marke von 0,04 EUR erreicht hatte, notiert Aspermont inzwischen bei 0,02 EUR. Auf diesem Niveau hat zuletzt auch ein einzelner Großinvestor aus Deutschland in das Unternehmen investiert und klargestellt, die Geschäftsstrategie von Aspermont unterstützen zu wollen. Die Aktie wirkt als Pennystock für deutsche Investoren auf den ersten Blick etwas abschreckend, jedoch ist eine hohe Anzahl ausstehender Aktien in Australien nichts Ungewöhnliches. Aspermont ist als profitables Unternehmen mit mehr als 7 Mio AUD Liquidität, einem großen Kundenstamm und Visionen für neue Geschäftsfelder ein interessanter Wert.

ProSiebenSat.1: TV und Dating haben die Aktie angeschoben

Dass sich neue Geschäftsfelder auszahlen können, beweist auch die Aktie von ProSiebenSat.1. Neben dem Geschäft mit TV-Sendern und klassischen Medien ist das Unternehmen auch an der ParshipMeet Group beteiligt, zu der neben Parship und Elite Partner auch Lovoo gehört. 2022 könnte die lukrative Tochter sogar an die Börse gehen. Bis dahin spülen die Webseiten und Apps dem klassischen Medienunternehmen Gewinne in die Kassen. ProSiebenSat.1 betreit 15 Free- und PayTV-Sender und ist mit Joyn auch im Streaming aktiv. Die Aktie hat im letzten Jahr mehr als 140% zugelegt und ist schon sehr gut gelaufen. Langfristig besteht aber trotzdem weiteres Potenzial. Wie auch bei PayPal oder Aspermont sind die Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder groß.


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