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10.02.2026 | 04:30

Rheinmetall, Bayer, Avrupa Minerals: Aktien für Europas Unabhängigkeit bei Rüstung, Pharma, Rohstoffen!

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Bildquelle: KI

Europa arbeitet fieberhaft an der Unabhängigkeit. Dies betrifft unter anderem Rüstung, Rohstoffe und Medikamente. Mit diesen drei Aktien können Anleger profitieren. Avrupa Minerals entwickelt Rohstoffprojekte in Finnland, Portugal und anderen Ländern. Dabei diversifiziert man geschickt, um Risiken zu reduzieren. Die Aktie ist noch weitestgehend unbekannt, dies dürfte sich bald ändern. Rheinmetall ist ein Basisinvestment, allerdings gab es in der vergangenen Woche einen spürbaren Kursrutsch. Sind die Erwartungen zu hoch? An Bayer gab es Anfang 2025 kaum Erwartungen. Umso spektakulärer war das Comeback des Unternehmens und der Aktie. Zuletzt haben positive Studienergebnisse erneut für Freude gesorgt. Der nächste Blockbuster ist in der Pipeline.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: AVRUPA MINERALS | CA05453A1084 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

Inhaltsverzeichnis:


    Avrupa Minerals: Rohstoffe aus Europa für Europa

    Nicht nur bei Rüstung muss Europa unabhängiger werden, sondern auch bei der Rohstoffversorgung. Dafür gibt es mehr Möglichkeiten, als man vielleicht denkt. In Zeiten funktionierender globaler Lieferketten hat sich Europa einfach zurückgelehnt, statt eigene Vorkommen zu nutzen. Mit Avrupa Minerals können Anleger vom neuen Rohstoffboom in Europa profitieren. CEO Paul Kuhn beschreibt das Geschäftsmodell im jüngsten Interview mit Stockhouse sehr eindrucksvoll. So streut man Risiken durch ein diversifiziertes Portfolio. Avrupa investiert frühzeitig in geologisch aussichtsreiche, aber noch wenig definierte Projekte. Der Schwerpunkt liegt auf Kupfer und Zink. Doch auch bei Edelmetallen ist man dabei.

    Avrupa sucht bevorzugt in historischen Bergbaurevieren mit bekannter Mineralisierung, Infrastruktur, bergbaufreundlichem Umfeld und nutzt eigene Expertise, um aus vielen Möglichkeiten die besten Claims zu selektieren. Durch Kartierung, Geochemie, Geophysik und erste Bohrtests bringt man die Projekte dann auf ein Level, um sie für größere Investoren investierbar zu machen. Regional ist man stark in Finnland und Portugal aktiv, hat jedoch beispielsweise auch gerade erst ein Update zu einem Gold-Projekt im Kosovo gegeben.

    In Finnland konzentriert sich Avrupa auf den zentralen Pyhäsalmi-Distrikt, den Kuhn als seit Jahrzehnten unterschätzt beschreibt. Dort hält das Unternehmen ein Paket aus sieben Satellitenzielen in der Nähe der ehemaligen Pyhäsalmi-Mine. Die Region ist geologisch attraktiv und verfügt über bestehende Verarbeitungs- und Logistikinfrastruktur, welche die wirtschaftlichen Hürden für eine Entdeckung senken kann. Kuhn formuliert als Ambition, eine Größenordnung von etwa 10 Mio. Tonnen Kupfer-Zink-Erz zu finden, die potenziell in die regionale Wertschöpfungskette passt. In Portugal verweist Kuhn auf Sesmarias. Dort entwickelt Avrupa einen Kupfer-Zink-VMS-Fund in Richtung formaler Ressourcenbasis. Noch im ersten Quartal 2026 soll eine erste NI 43-101-Ressourcenschätzung (möglicherweise auch JORC-kompatibel) erstellt werden. Damit würde Sesmarias zu einem quantifizierbaren Asset aufsteigen.

    Bei der Finanzierung setzt man übrigens auf ein etabliertes Partnernetzwerk. Die jüngste Privatplatzierung über 570.000 CAD wird eingesetzt, um Projekte „partnerfähig“ aufzuwerten. Dann kommt ein Joint Venture Partner rein, finanziert die nächsten, teuren Explorationsphasen und erhält dafür typischerweise 70 % bis 85 % am Projekt. Avrupa behält dafür Minderheitsbeteiligungen an zahlreichen Projekten und reduziert Einzelprojektrisiken. So werden Aktionäre auch weniger durch Kapitalerhöhungen verwässert, wie es sonst bei Explorern häufig üblich ist. Über die vergangenen Jahre seien rund 36 Mio. CAD über JV-Finanzierungen in die Projekte geflossen, gegenüber 18 Mio. CAD aus Equity.

    https://youtu.be/7iflDutsmTE?si=odgXgJ3b9AkW8Ej0

    Rheinmetall: Erwartungen zu hoch?

    Als größter deutscher Rüstungskonzern ist Rheinmetall ein zentraler Player bei der Verteidigung Europas. Doch Ende vergangener Woche knickte die Aktie der Düsseldorfer plötzlich deutlich ein und rutschte unter 1.600 EUR. So machte die Nachricht einer enttäuschenden Analystenveranstaltung die Runde. Demnach könnten die Konsensschätzungen für die kommenden Jahre zu hoch sein. Gründe sind zum einen, dass weiterhin die ganz großen Milliardenaufträge rar sind und der Konzern beim Hochfahren der Produktion nicht so schnell vorankommt wie erwartet. Rüstung ist eben ein sehr komplexes Geschäft. Mit dem Zukauf der Naval Vessels Lürssen (NVL) wird sich die Komplexität noch mal erhöhen. JPMorgan teilte mit, dass die Konsenserwartungen an den Gewinn bis 2030 um 14 % zu hoch sein könnten. Allerdings betonten die Analysten auch, dass Rheinmetall dennoch in den kommenden Jahren Umsatz und Gewinn kräftig steigern dürfte.

    Auf die Verunsicherung folgte jedoch ein starkes Signal durch das Management. So hat Vorstand Armin Papperger die Kurse unter 1.600 EUR genutzt und Rheinmetall-Aktien im Wert von immerhin 298.775 EUR gekauft. Auch Aufsichtsrat Marc Tüngler nutzte den Kursrutsch und kaufte für rund 57.000 EUR. Papperger hatte schon beim Sell-off im April 2025 ein gutes Timing bewiesen. Damals war die Rheinmetall-Aktie kurzfristig unter 1.000 EUR gefallen, um sich im Anschluss innerhalb kurzer Zeit zu verdoppeln.

    Bayer: Das Momentum-Monster

    Für die Medikamentenversorgung in Europa könnte auch Bayer in Zukunft wieder von größerer Bedeutung werden. So feiern die Leverkusener seit 2025 im Pharmabereich einen Erfolg nach dem anderen. Nachdem die Aktie bereits in 2025 ein starkes Comeback gefeiert hatte und sich fast verdoppelte, konnte sie in 2026 bereits um über 20 % zulegen.

    Zuletzt sorgten die Ergebnisse zu Asundexian für Freude an der Börse. Dabei handelt es sich um einen oral einzunehmenden Blutgerinnungshemmer. Ziel ist, gefährliche Blutgerinnsel und damit Schlaganfälle zu verhindern. Die jüngsten Tests ergaben eine Reduzierung der Anzahl von wiederkehrenden Schlaganfällen um gut 25 %.

    Dabei reduzierte Asundexian bei täglicher Einnahme signifikant den sogenannten kombinierten Endpunkt der Studie aus kardiovaskulärem Tod, Herzinfarkt (MI) oder Schlaganfall sowie den zusammengesetzten Endpunkt aus Tod jeglicher Ursache, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Experten bewerten die Ergebnisse als wichtige Grundlage für das künftige Wachstumspotenzial des Wirkstoffs. Das Umsatzpotenzial wird aktuell auf über 1 Mrd. USD pro Jahr geschätzt.


    Fazit

    Europa muss aufholen – bei Rüstung, Rohstoffen und Pharma. Avrupa Minerals ist ein noch weitgehend unbekannter Rohstoff-Player, mit dem Anleger davon profitieren können. Die Diversifikation bei Rohstoffen, Projekten und Ländern reduziert die Risiken. Gleichzeitig übernehmen die Partner die wesentliche Finanzierung. Dies spricht für den Kauf der Aktie. Bei Rheinmetall ist schon viel Fantasie im Kurs enthalten. Es fehlte zuletzt an richtig großen Aufträgen und das Hochfahren der Produktion ist in dieser Branche eben nicht so einfach. Dennoch bleibt die Aktie ein Basisinvestment. Bayer lebt derzeit von Newsflow und Momentum. Dies kann die Aktie weiter tragen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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