10.02.2026 | 05:30
KURSFEUERWERK! Renk und Novo Nordisk Aktien starten durch! Vidac Pharma als nächstes?
Kursfeuerwerk gestern bei Novo Nordisk. Bei der angeschlagenen Pharmaaktie ging es gestern um rund 6 % nach oben. Nach einer schwachen Prognose und der Aussicht auf zunehmenden Wettbewerb beim Kassenschlager gab es zur Abwechslung eine positive Nachricht. So darf ein Konkurrenzprodukt im wichtigen US-Markt nicht verkauft werden. Auch die Aktie von Renk konnte gestern spürbar zulegen. Seit vergangenen Donnerstag liegt das Kursplus bei über 10 %. Es mehren sich die positiven Analystenkommentare. In den Startlöchern für eine Rally steht Vidac Pharma. Das Biotechunternehmen arbeitet an einer interessanten Onkologie-Pipeline, hat erneut ein wichtiges Patent bekommen und die Aktie hat Rückenwind durch das Xetra-Listing. Analysten sehen das Potenzial für eine Vervielfachung.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
RENK AG O.N. | DE000RENK730 , VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619 , NOVO NORDISK A/S | DK0062498333
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Vidac Pharma: Startet die Aktie durch oder kommt die Übernahme?
Entwickelt sich Vidac Pharma im laufenden Jahr von Onkologie-Spezialisten zum Übernahmekandidaten? Zum Jahreswechsel hat sich das Management jedenfalls positiv zur Unternehmensentwicklung geäußert. Ein Meilenstein in 2025 war der Start der klinischen Phase-2-Studie des Wirkstoffs VDA1102 bei aktinischer Keratose (AK) in Europa. Die Salbe Tuvatexib (VDA1102) soll mit ihrem neuartigen Therapieansatz besonders gut gegen die aktive, schnell wachsende Vorstufe von Hautkrebs wirken. Bei der Studie arbeitet man eng mit dem CentroDerm in Wuppertal zusammen.
Ein weiterer Meilenstein war das Xetra-Listing kurz vor Weihnachten. Seitdem ist die Aktie bei hohen Handelsumsätzen angesprungen und konnte um über 30 % zulegen. Damit scheint das Kurspotenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft zu sein. Die Analysten von Sphene Capital sehen den fairen Wert der Vidac-Aktie bei 4,20 EUR. Mit Blick auf die Marktkapitalisierung von erst 40 Mio. EUR ist der Onkologie-Spezialist zudem ein Übernahmekandidat.
Im noch jungen Jahr 2026 gab es bereits positive Nachrichten aus den USA. Dort hat das United States Patent and Trademark Office (USPTO) ein Kernpatent erteilt. Dabei geht es um den Schutz für eine breite Palette von Anwendungen rund um die Entwicklung von Molekülen, die die Interaktion von Hexokinase 2 (HK2) mit Mitochondrien modulieren. HK2 ist ein Enzym der Glykolyse (Zuckerabbau) und in vielen Tumoren hochreguliert.
In Krebszellen sitzt HK2 oft an der äußeren Mitochondrienmembran, typischerweise über Interaktion mit einem Membranprotein. Diese „Andockung“ kann Zellen metabolisch begünstigen und gegen Zelltod (Apoptose) widerstandsfähiger machen. Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen unterstreicht die Bedeutung der Mitochondrienfunktion für den Zellstoffwechsel auch im Bereich der Onkologie.
Über die Strategie und Roadmap hatte Vidac-CEO Dr. Max Herzberg auch in einem Interview mit dem International Investment Forum berichtet:
https://youtu.be/3A9gVbHM-dE?si=LbaLQjuxJc7BFsj_
Renk: Analysten geben Rückenwind
Rüstungsaktien standen in den vergangenen Monaten nicht gerade auf der Kaufliste vieler Börsianer. Nach den starken Kurssteigerungen war eine Konsolidierung durchaus gesund. Die Renk-Aktie hat in den vergangenen Tagen immerhin über 10 % zulegen können. Für eine Trendumkehr ist dies natürlich noch etwas wenig, aber es mehren sich die positiven Analystenkommentare.
Zuletzt hat Warburg Research die Einstufung für den Spezialisten für Getriebe für schwere Militärfahrzeuge von "Hold" auf "Buy" angehoben. Die Konsensschätzungen seien zwar gesunken, aber der Kurs noch stärker. Daher verfüge die Renk-Aktie wieder über ein attraktives Chance-Risiko-Profil. Die Analysten setzen weiterhin auf den Superzyklus der Branche. Sie lassen sich offenbar nicht davon beeindrucken, dass das Ausbleiben der großen Milliardenaufträge immer wieder für Verunsicherung am Kapitalmarkt sorgt. Stattdessen haben die Warburg-Analysten ihr Kursziel für die Aktie von Renk von 57 EUR auf 63 EUR angehoben.
Gestern notierte die Aktie knapp unter 57 EUR. Zu wenig, sagt auch die Deutsche Bank Research. Deren Analysten sehen den fairen Wert der Renk-Aktie bei 72 EUR und empfehlen sie zum Kauf. Im Anschluss an eine Telefonkonferenz mit dem Management äußerten sich die Analysten positiv zu den Perspektiven des Rüstungskonzerns. Renk wird am 5. März über die Entwicklung im vierten Quartal und dem Gesamtjahr 2025 berichten.
Novo Nordisk: Erfolg in den USA treibt Aktie
Während Vidac Pharma optimistisch für das Jahr 2026 ist, stehen bei Novo Nordisk die Zeichen auf Umsatz- und Gewinnrückgang. Mit dieser Prognose hatte der dänische Pharmakonzern Anleger in der vergangenen Woche schockiert. In der Folge rutschte die Aktie innerhalb weniger Tage von 370 DKK auf unter 280 DKK ab.
Gestern folgte zur Abwechslung ein Kurssprung von rund 6 %. Denn der befürchtete Wettbewerb und Preisdruck bei den Kassenschlagern Wegovy und Ozempic könnte erst mal etwas schwächer ausfallen, als von den Dänen befürchtet. So hat Novo Nordisk am Montag Hims and Hers Health wegen Patentverletzung verklagt. Das US-Telemedizinunternehmen hatte eine deutlich günstigere Alternative zu Wegovy auf den Markt gebracht. Die günstige Abnehmpille hatte zu deutlichen Kursrückgängen bei den Aktien der Platzhirsche Eli Lilly und Novo Nordisk geführt. Doch aufgrund von Druck durch die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA wurde der Verkauf wieder gestoppt.
So hatte die FDA am Freitag mitgeteilt, dass sie die Verwendung von GLP-1-Wirkstoffen in nicht zugelassenen zusammengesetzten Medikamenten einschränken wird. Jetzt wird spekuliert, dass vielleicht nicht nur Pillen, sondern auch Spritzen der Nachahmer vom Markt genommen werden.
Fazit
Vidac Pharma könnte im Jahr 2026 der Durchbruch gelingen. Laufen die Studien weiterhin so positiv, erscheint die Bewertung von 40 Mio. EUR deutlich zu günstig. Dies könnte auch Pharmakonzerne zu einem Übernahmeangebot bewegen. Renk hat derzeit Rückenwind. Allerdings kann von einer Trendumkehr noch keine Rede sein. Dies gilt wahrscheinlich noch mehr für Novo Nordisk.
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