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05.01.2026 | 04:30

Solar, Wind & Co. mit Durchbruch in 2025: Jetzt Nordex, JinkoSolar oder RE Royalties Aktie kaufen?

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Bildquelle: Nordex SE

Das Wissenschaftsmagazin "Science" hat den globalen Boom der erneuerbaren Energien zum „Breakthrough of the Year 2025“ erklärt. Die Branche boomt. Doch Aktien aus dem Sektor tun sich schwer. Nachholbedarf hat ganz klar die Aktie von RE Royalties. Das Finanzierungsunternehmen überzeugt durch ein diversifiziertes Geschäftsmodell. Die Dividendenrendite liegt derzeit bei sensationellen 16 %. Die Aktie muss eigentlich steigen. Sehr volatil war 2025 für JinkoSolar. Auf die Halbierung folgte die Verdoppelung. Was sagen Analysten? Zu den Überfliegern 2025 der Branche gehörte klar Nordex. Geht die Rally weiter?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007

Inhaltsverzeichnis:


    Branche boomt, doch Aktien tun sich schwer, außer Nordex

    Das Wissenschaftsmagazin "Science" hat den globalen Boom der erneuerbaren Energien zum „Breakthrough of the Year 2025“ erklärt. Ausgezeichnet wurde ausdrücklich nicht eine einzelne Laborinnovation, sondern ein systemischer Kipppunkt in der realen Welt. In einem begleitenden Editorial betont Chefredakteur Holden Thorp, 2025 sei das erste Jahr gewesen, in dem weltweit mehr Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wurde als aus Kohle. Es sei das Ergebnis jahrelanger Kosten- und Skaleneffekte bei Photovoltaik, Windkraft und Batteriespeichern und ein Zeichen dafür, dass sich die Stromerzeugung schneller dekarbonisieren lässt, als viele lange annahmen. Die Auszeichnung ist zugleich ein politisch-ökonomisches Statement: Der Wettbewerbsvorteil verschiebt sich dorthin, wo Produktion, Netzausbau, Finanzierung und Regulierung den Ausbau am konsequentesten ermöglichen.

    Doch Aktien aus dem Sektor haben sich in 2025 oft schwergetan. Zu den wenigen Gewinnern zählt die Nordex-Aktie. Sie hat im vergangenen Jahr rund 150 % zulegen können. Zuletzt erhielt der deutsche Windkraftanlagenbauer Rückenwind durch eine Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux. Allerdings liegt das Kursziel von 32 EUR nur noch leicht über dem aktuellen Niveau von 29,90 EUR. In dem Update haben die Experten ihre Umsatz- und Gewinnschätzungen für 2026 deutlich angehoben. Beim Betriebsgewinn erwarten sie deutlich mehr als der Durchschnitt ihrer Kollegen. Außerdem erwarten sie eine Dividendenzahlung.

    RE Royalties: 16 % Dividende

    Eine echte Dividenden-Perle im Bereich der erneuerbaren Energien ist RE Royalties. Die Kanadier haben das Modell der Lizenzfinanzierung aus der Rohstoffindustrie erfolgreich auf den Bereich der erneuerbaren Energien übertragen. Projektentwickler erhalten Kapital, ohne Anteile abzugeben. Dafür erhält RE Royalties Zinsen für die Kredite und einen kleinen Anteil an den künftigen Erlösen. Die Einnahmen aus den Projekten werden oft durch 20- bis 40-jährige Stromlieferverträge abgesichert und sind damit gut planbar. Die Aktie von RE Royalties notiert auch an der Börse Frankfurt und die Handelsumsätze ziehen derzeit an.

    Zum Jahresende hat RE Royalties ein operatives Update gegeben und dieses fällt sehr positiv aus. Die kurzfristige Deal-Pipeline ist mit rund 50 Mio. USD für neue Investments in Solar-, Wind-, Speicher- und Distributed-Generation-Projekte sehr gut gefüllt. Die avisierten Transaktionen verteilen sich auf die USA, die Malediven und Kanada und umfassen sowohl Bestands- als auch Neukunden. Das Management betont eine disziplinierte Kapitalallokation und Risikosteuerung, um die Asset-Basis auszubauen und die wiederkehrenden Erlöse über ein diversifiziertes Portfolio zu skalieren. Parallel stärkt das Unternehmen bestehende Cashflow-Quellen. Ein besichertes Darlehen über 3 Mio. USD an eine Powerbank-Corp.-Tochter wurde um ein Jahr verlängert, der Zinssatz auf 12 % p.a. angehoben und die Royalty auf 0,80 % erhöht.

    Auf der Finanzierungsseite meldet RE Royalties die weitgehende Rückzahlung der auslaufenden Series-1-Green-Bonds im Umfang von rund 10 Mio. USD. Lediglich eine Schlussrate von 300.000 USD steht im ersten Quartal 2026 an. Das Unternehmen verweist dabei auf fünf Jahre Green-Bond-Programm und eine „Dark Green“-Einstufung des Green-Bond-Frameworks durch S&P Global Ratings als Qualitätssiegel für die Klima-Wirkung der finanzierten Projekte.

    Wichtig für Aktionäre: Für das vierte Quartal 2025 wird erneut eine Dividende von 0,01 CAD je ausstehender Aktie ausgeschüttet. Die Zahlung erfolgt am 21. Januar 2026. Damit hat RE Royalties im Jahr 2025 insgesamt 0,04 CAD an Aktionäre ausgeschüttet. Auf Basis des Aktienkurses von 0,25 CAD entspricht dies einer Rendite von stolzen 16 %. Künftig soll die Dividende nicht mehr quartalsweise, sondern jährlich ausgeschüttet werden. Dies soll die finanzielle Flexibilität für zusätzliche Investitionschancen erhöhen. Ein Grund für eine Dividendenreduzierung ist derzeit nicht ersichtlich.

    https://youtu.be/sKWA0kb1A_s?si=-lYMwJqTH9quOpIQ

    JinkoSolar: Starkes zweites Halbjahr, aber Visibilität schwierig

    Ein turbulentes Jahr hat die Aktie von JinkoSolar hinter sich. Am Freitag notierte das Wertpapier des chinesischen Solar-Konzerns bei 28 USD und damit kaum höher als Anfang 2025. Im April 2025 war der Kurs kurzzeitig unter 14 USD gerutscht. Seitdem hat sie sich also verdoppelt. Damit ist das Kurspotenzial aus Sicht der UBS vorerst ausgereizt. Die Analysten haben zwar ihr Kursziel von zuvor 20 USD angehoben, sehen den fairen Wert mit 25 USD aber leicht unter dem aktuellen Niveau. Daher stufen sie die Solar-Aktie mit „Neutral“ ein. In der Begründung verweist die UBS auf die deutliche Kursstärke der vergangenen Monate. An dem seit Jahren anhaltenden Wettbewerbs- und Margendruck in der Branche werde sich nach Meinung der Experten vorerst nichts ändern. Damit sei die Visibilität für die Profitabilität von Jinko und dem gesamten Solarsektor begrenzt.

    Technologisch gab es bei Jinko zum Jahresende noch Erfolgsmeldungen. Für eine Perowskit-Silizium-Tandemzelle wurde eine zertifizierte Leistungsumwandlung von 34,76 % erreicht, geprüft vom chinesischen National PV Metric & Testing Center. Der Konzern führt den Fortschritt auf eine Reihe eigener Prozess- und Materialinnovationen in der Perowskit- sowie Tandem-Technologie zurück. Im globalen Vergleich liegt Jinko damit knapp hinter Longi, das seit April 2025 den Weltrekord für Perowskit-Tandemzellen mit 34,85 % hält. Zusätzlich verweist JinkoSolar auf einen weiteren Meilenstein. Bei n-Typ-TOPCon-Solarzellen wurde mit 27,79 % ein Weltrekord gemeldet. Verifiziert wurde dies von der deutschen ISFH. Ermöglicht wurde die Effizienz durch eine ultradünne Siliziumoxid-Tunnelschicht, dotierte Polysilizium-Passivkontakte sowie weitere Optimierungen bei Passivierung, optischen Verlusten und Metallisierung.


    Fazit

    Trotz des Branchenwachstums tun sich Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien schwer. Dies ermöglicht jedoch auch Chancen. Ein Beispiel dafür ist RE Royalties. Das Unternehmen überzeugt durch ein jahrelang erfolgreiches Geschäftsmodell und eine Dividendenrendite von 16 %. Die Aktie scheint langsam in Deutschland entdeckt zu werden. JinkoSolar ist zwar der größte Solarkonzern, aber Überkapazitäten und Margendruck machen Prognosen schwierig. Die Nordex-Aktie hatte einen tollen Lauf. Doch inzwischen wird die Luft nach oben dünner.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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