05.10.2026 | 04:30
Wettlauf bei Quantum, Energie und Gold: D-Wave Quantum, 2G Energy und Lahontan Gold sind dabei!
Das KI-Wettrennen elektrisiert im wahrsten Sinne des Wortes derzeit die Börse. Denn Energie ist ein entscheidender Faktor. Davon profitiert zunehmend 2G Energy. Der Auftragseingang im dritten Quartal 2026 ist explodiert. Wesentlicher Treiber ist ein neuer Großauftrag über 275 MW aus der Rechenzentrumsbranche. Dies übertrifft die gesamte Produktion von 2G im Geschäftsjahr 2025. Während sich der Goldpreis auf hohem Niveau weiterhin eine Auszeit nimmt, befindet sich Lahontan Gold im Rennen um den geplanten Start der Goldproduktion im kommenden Jahr auf der Zielgeraden. Im jüngsten Interview gibt es ein spannendes Update. Die Ressource wächst und hat noch viel Potenzial. Die Mine soll zum großen Teil mit Fremdkapital finanziert werden. Der hohe Goldpreis soll eine schnelle Rückzahlung ermöglichen. Davon sollte die Lahontan-Aktie profitieren. An der Börse stehen Quantum-Aktien derzeit nicht im Fokus. Im Wettlauf der Branche scheint sich das Ziel derzeit zu ändern. Die jüngste Meldung von D-Wave Quantum zeigt, dass man vorne mit dabei ist.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , 2G ENERGY AG | DE000A0HL8N9 , D-WAVE QUANTUM INC | US26740W1099
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Lahontan Gold: Die CEO nimmt den Produktionsstart ins Visier
Während sich der Goldpreis auf hohem Niveau weiterhin eine Auszeit nimmt, befindet sich Lahontan Gold im Rennen um den geplanten Start der Goldproduktion im kommenden Jahr auf der Zielgeraden. Angetrieben wird das Unternehmen dabei vom Ehrgeiz seiner Gründerin und CEO Kimberly Ann. Wer sie auf einer Investorenkonferenz erlebt hat, dürfte ihr Feuer spüren, aus Lahontan mehr als nur eine weitere Explorationsstory zu machen. Für die Aktionäre will sie echte Werte schaffen. Schließlich sitzt Ann selbst als Aktionärin mit im Boot.
Im jüngsten Interview mit Lyndsay Malchuk vom IIF hat Kimberly Ann ein spannendes Update zum Santa-Fe-Projekt in Nevada gegeben. Die Ressourcenschätzung wurde zuletzt um 22 % erhöht. Sie umfasst inzwischen rund 1,2 Mio. Unzen Gold in der Kategorie „indicated“ sowie weitere rund 1,2 Mio. Unzen „inferred“. Zugleich weist die CEO darauf hin, dass die Ergebnisse für rund 125 Bohrungen noch ausstehen. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an einer neuen PEA, die unter anderem aktualisierte metallurgische Daten und Gewinnungsraten berücksichtigen soll. Interessant sind die historischen Heap-Leach-Pads und Halden. Dort wurden 110 kurze Sonic-Bohrungen durchgeführt. Ann spricht von rund 200.000 Unzen. Das bereits zerkleinerte Material könnte flexibel in den Minenplan eingebunden werden.
Der Fokus verlagert sich zunehmend von der Exploration auf die Umsetzung des Minenbaus. Die neue PEA soll einen wesentlichen Bestandteil des Minengenehmigungsantrags bilden und detailliert festlegen, wo die Aufbereitungsanlage, Heap-Leach-Flächen und weitere Infrastruktur entstehen sollen. Lahontan strebt derzeit eine Minengenehmigung ungefähr im zweiten Quartal 2027 an und will dann in die Bauphase gehen. Dabei profitiert man davon, dass unter anderem Brunnen, Wasserrechte, eine Umspannstation sowie Straßeninfrastruktur auf dem Gelände bereits existieren.
Auch organisatorisch und finanziell stellt sich Lahontan inzwischen auf den Übergang zum Produzenten ein. Das Team wurde unter anderem um einen Mineningenieur sowie zusätzliche Kompetenzen in Corporate Development und Exploration erweitert. Für den Bau von Santa Fe nennt Ann einen Finanzierungsbedarf von rund 150 Mio. USD. Dieser soll überwiegend über Fremdkapital gedeckt werden. Positiv für Aktionäre: Mit Blick auf den hohen Goldpreis erwartet Ann einen kurzen Rückzahlungszeitraum. Dafür will man zunächst höhergradiges Material priorisieren. Ein weiterer Kurstreiber für die Lahontan-Aktie könnte die angestrebte Präsenz am US-Kapitalmarkt werden. Der Schritt an die New Yorker Börse ist für das kommende Jahr geplant.
Zum aktuellen Interview:
https://youtu.be/7jq8bomK5F8?si=6Tc_HUCslL9jlXiF
D-Wave: Im neuen Wettlauf vorne dabei
Beim Quantencomputing zeichnet sich derzeit ein neuer Wettlauf ab. Lange stand im Wettbewerb der Anbieter vor allem die Zahl der Qubits im Mittelpunkt. Inzwischen rücken jedoch Fehlerkorrektur, Skalierbarkeit und der praktische Nutzen stärker in den Fokus. Denn eine hohe Zahl physikalischer Qubits allein reicht nicht aus, wenn diese zu fehleranfällig sind. Entscheidend ist vielmehr, wie effizient daraus stabile logische Qubits entstehen und sich diese für reale Anwendungen einsetzen lassen. Gleichzeitig gewinnt die Kombination aus Quantencomputern, klassischen Hochleistungsrechnern und KI an Bedeutung. Der Wettlauf der Branche dürfte sich damit zunehmend darum drehen, wer leistungsfähige und möglichst fehlertolerante Systeme wirtschaftlich nutzbar machen kann.
Genau an diesem Punkt setzt D-Wave Quantum mit einer Meldung vom 1. Oktober 2026 an. Das Unternehmen hat ein Beta-Programm für seinen neuen Gate-Model-Quantensimulator gestartet. Ausgewählte Unternehmen und Forschungseinrichtungen können damit Anwendungen für die geplanten Gate-Model-Systeme von D-Wave entwickeln und testen. Zu den Teilnehmern gehören unter anderem BBVA, das Jülich Supercomputing Centre und die Florida Atlantic University. Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten „error-aware“ Anwendungen und der Quantenfehlerkorrektur. Die zugrunde liegende Dual-Rail-Technologie soll Fehler bereits auf Hardwareebene erkennen und damit den zusätzlichen Ressourcenbedarf für die Fehlerkorrektur reduzieren.
D-Wave ist bislang insbesondere für Quantum Annealing und dessen kommerzielle Anwendungen bekannt. Parallel dazu baut D-Wave inzwischen seine Gate-Model-Technologie aus und adressiert damit einen deutlich breiteren Teil des Quantencomputing-Marktes. Das Beta-Programm soll frühzeitig Feedback von Anwendern liefern und die Entwicklung praktischer Anwendungen für die geplanten Gate-Model-Systeme beschleunigen.
2G Energy profitiert vom KI-Wettrennen
2G Energy profitiert zunehmen vom KI-Wettrennen. Denn in diesem spielt Energie eine entscheidende Rolle. In der vergangenen Woche informierte der Spezialist für dezentrale Energieversorgung über den Auftragseingang im dritten Quartal 2026. Und dieser kann sich mit mehr als 400 Mio. EUR sehen lassen. Wesentlicher Treiber ist ein neuer Großauftrag aus der Rechenzentrumsbranche über containerisierte Kraftwerke mit einer Leistung von 275 MW. Dies übertrifft die gesamte Produktion von 2G im Geschäftsjahr 2025. Der Kunde hat bereits eine Anzahlung im mittleren zweistelligen Millionenbereich geleistet. Zusätzlich wurde im Juli ein Großauftrag aus dem Mining-Sektor fixiert. Das traditionelle Geschäft entwickelt sich positiv, spielt aber im KI-Boom fast keine Rolle mehr. Bei Wärmepumpen erwartet 2G für 2026 einen Auftragseingang von bis zu 30 Mio. EUR.
Aufgrund der hohen Nachfrage hebt 2G die mittelfristigen Wachstumsziele an. Für 2027 erwartet der Vorstand nun einen Umsatz zwischen 600 und 650 Mio. EUR statt bislang 570 bis 620 Mio. EUR. Gegenüber den für 2026 angepeilten 490 Mio. EUR entspricht dies einem Wachstum von rund 23 bis 33 %. Gleichzeitig soll die EBIT-Marge ab 2027 auf mehr als 11 % steigen. Für 2028 nennt das Unternehmen erstmals eine Umsatzprognose und stellt 750 bis 850 Mio. EUR in Aussicht. Zusätzliche Produktionskapazitäten soll unter anderem eine neue Montagehalle am Stammsitz in Heek schaffen. Sie soll Ende 2027 in Betrieb gehen. Hoffentlich ist der KI-Hype bis dahin nicht zu Ende.
Fazit
Das Interview der Lahontan-CEO ist spannend. Eine wachsende Ressource, der Minenbau und die US-Börsenpläne sind Kurstreiber. Nicht nur Gold-Fans sollten sich die Aktie genauer ansehen. D-Wave Quantum bleibt einer der Anlegerlieblinge. Allerdings steht die gesamte Branche derzeit nicht im Fokus der Börse. Die Auftragsbücher von 2G Energy sind prall gefüllt. Dass die Aktie in der vergangenen Woche nicht stärker reagiert hat, liegt wohl daran, dass Anleger an der Nachhaltigkeit des KI-Booms rund um Halbleiter und Energie zweifeln.
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