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09.10.2024 | 05:05

Biotech-Comeback und Übernahmefantasie! BioNTech, Bayer, Vidac Pharma Aktie

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Bildquelle: BioNTech SE

Mit Biotech-Aktie lässt sich wieder Geld verdienen! Dabei müssen Anleger jedoch genau hinschauen. Während beispielsweise Moderna auf einem Mehrjahrestief liegt, haben BioNTech und Vidac Pharma in wenigen Monaten über 50 % zulegen können. Ist noch mehr drin? Die Chancen dafür stehen gut, denn beide Biotech-Unternehmen haben vielversprechende News veröffentlicht. Bei Vidac Pharma sehen Analysten die Chance einer Verzehnfachung und der Fokus auf die Krebsbekämpfung macht das Unternehmen zum Übernahmekandidaten. Auch zu Bayer und BioNTech würde der Krebsspezialist gut passen und noch ist die Aktie günstig. BioNTech wird wieder zum Anlegerliebling und setzt auf KI. Bayer hat den Sprung über die 30 EUR nicht geschafft und Analysten warnen vor den Quartalszahlen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    Vidac Pharma: Mit US-Patent zum Übernahmekandidaten?

    Die Aktie von Vidac Pharma gehört zu den positiven Überraschungen der vergangenen Monate. Getrieben von einem starken Newsflow hat sich die Aktie des auf die Bekämpfung von Krebs spezialisierten Unternehmens seit dem Tief Ende Mai bei unter 0,18 EUR mehr als verdoppelt. Die aktuelle Konsolidierung bei rund 0,30 EUR bietet eine interessante Einstiegsgelegenheit, denn Analysten sehen die Chance auf eine Verzehnfachung. So empfiehlt das deutsche Analysehaus Sphene Capital die Vidac-Aktie mit einem Kursziel von 4,90 EUR im Base-Case-Szenario.

    Grund für den Optimismus ist, dass Vidac Pharma einen revolutionären Ansatz bei der Krebsbehandlung verfolgt. Ziel ist es, den abnormalen Stoffwechsel von Krebszellen zu stoppen und damit deren Vermehrung. Und zwar bei allen Arten von Krebszellen! Die beiden Produktkandidaten von Vidac Pharma - sowohl VDA-1275 als auch das weiter entwickelte VDA-1102 - stören die Interaktion zwischen Hexokinase 2 (HK2) und den spannungsabhängigen Anionenkanälen (VDACs) in den Mitochondrien.

    Nachdem Vidac Pharma im Sommer vielversprechende Ergebnisse der vorklinischen Studien mit dem Wirkstoff VDA-1275 zur Behandlung von soliden Tumoren veröffentlicht hatte, gab es zuletzt erneut positive News. So hat Vidac vom US-amerikanische Patent- und Markenamt (USPTO) ein Patent auf die Wirkungsweise seiner onkologischen und onko-dermatologischen Therapiekandidaten erteilt. Konkret werden Vidacs neue chemische Wirkstoffe zur Ablösung des Hexokinase2-Isozyms von den mitochondrialen VDAC-Poren geschützt. Denn die klinischen Studien von Vidac haben gezeigt, dass sie das Potenzial haben, die Vermehrung von Krebszellen zu stoppen.

    Vidac-CEO Prof. Max Herzberg: *"Dieses extrem weitreichende Patent ist eine sehr willkommene Nachricht für Vidac, da es unsere Bemühungen, eine völlig neue Klasse von Krebsbehandlungen auf den Markt zu bringen, umfassend schützt. Soweit wir wissen, sind wir das einzige Unternehmen weltweit, dessen Produkte darauf abzielen, den überladenen Stoffwechsel von Krebszellen - bekannt als Warburg-Effekt - umzukehren, und Vidac hält nun das exklusive Patent auf diese äußerst vielversprechende Wirkungsweise auf dem US-Markt."

    BioNTech: Dank KI zum nächsten Kurssprung?

    Damit dürfte Vidac für mehr und mehr Pharma- und Biotech-Unternehmen als Übernahmekandidat interessant werden. Einer von ihnen ist BioNTech. Auch bei den Mainzern steht die Krebsbekämpfung im Fokus und man hat in der Vergangenheit bereits Unternehmen gekauft. Derzeit läuft es jedoch auch organisch. Seit August ist die Aktie von rund 70 EUR auf über 100 EUR gesprungen. Auch hier war die Krebspipeline der Treiber.

    Analysten sehen weiteres Kurspotenzial. Zu den Optimisten gehören die Deutsche Bank und Jefferies. Beide sehen den fairen Wert der BioNTech-Aktie bei 150 USD. Die Experten von Jefferies haben in ihrem letzten Kommentar den Antikörper BNT327 hervorgehoben. Dieser könnte sich zu einem starken Umsatztreiber entwickeln. Die Deutsche Bank zeigte sich zufrieden mit dem ersten KI-Tag von BioNTech. Die Mainzer würden zeigen, dass sie auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Technologien in ihre Forschung einfließen lassen. Dies könnte einen massiven Mehrwert bringen.

    BioNTech hatte am 1. Oktober 2024 erstmals zum KI-Event geladen. Dort wurde der Ansatz zur Skalierung der KI-Fähigkeiten und deren Einsatz innerhalb der BioNTech-Pipeline durch einen neuen Supercomputer vorgestellt. BioNTech-CEO Prof. Dr. Ugur Sahin: „BioNTech ist im Biotechnologie-Bereich ein Vorreiter bei der Integration von fortschrittlichen AI-Technologien mit dem Ziel, personalisierte Medizin zu revolutionieren. Mit unserem unternehmensinternen AI-Spezialisten bei InstaDeep treiben wir die Anwendung Künstlicher Intelligenz zur Entwicklung personalisierter Impfstoffe und zielgerichteter Therapien voran. Durch die Einführung hochmoderner Technologien wie unseres generativen Proteinmodells BFN und der Integration von AI-Fähigkeiten in unsere Pipeline wollen wir das volle Potenzial der Künstlichen Intelligenz erschließen, um innovative Impfstoffe und Krebstherapien für Patientinnen und Patienten weltweit bereitzustellen.“

    Interessante Small- & Midcaps auf dem 12. International Investment Forum am 15.10.2024

    Bayer: Schwache Quartalszahlen voraus?

    Und was macht Bayer? Die Aktie des DAX-Konzerns hat den nachhaltigen Sprung über die Marke von 30 EUR leider nicht geschafft und die Bildung eines Aufwärtstrends damit abgesagt. Dabei gab es zuletzt positive News aus der Pharma-Sparte beziehungsweise von Partnern.

    Impulse von Analysten, um den Sprung über die 30 EUR zu schaffen, bleiben aus. Stattdessen bleiben die Experten skeptisch. Am Montag hat die Deutsche Bank die Empfehlung „Hold“ bekräftigt. Die Analysten erwarten, dass Bayer am 12. November schwache Zahlen präsentieren wird. Dies betrifft sowohl die Pharma- als auch die Agrarsparte. Demnach erwartet die Deutsche Bank nur ein leichtes Umsatzwachstum und einen deutlichen Gewinnrückgang. Zuvor hatte bereits Berenberg gewarnt. Dass die Leverkusener ihren Gewinn steigern, die Verschuldung und die Komplexität der Unternehmensstruktur reduzieren wollen, sei zwar positiv. Dies sind jedoch viele Baustellen und es braucht Zeit, diese abzuarbeiten. Außerdem wolle Bayer die Rechtsstreitigkeiten beilegen, dies liegt jedoch nicht in ihrer Hand. Daher ist die Bayer-Aktie für Berenberg derzeit nur eine Halteposition mit Kursziel 28 EUR.


    Bei Bayer fehlt es klar an nachhaltigen Kurstreibern. Anleger sollten besser auf Aktien mit relativer Stärke setzen. Vidac Pharma überzeugt durch einen positiven Newsflow und eine starke Aktie. Dabei ist Übernahmefantasie wohl noch nicht im Kurs enthalten. BioNTech scheint wieder auf den Radar von Anlegern zu gelangen. In den kommenden Monaten sind weitere News aus der Forschungspipeline zu erwarten.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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    Zunächst zum Positiven: Der Wirkstoff VDA-1102 von Vidac Pharma wurde im Rahmen einer Härtefallregelung eingesetzt. Und zwar rund um die dritte Gehirnoperation eines Mädchens. Der Patientin ging es im Anschluss signifikant besser. Zudem wird die Vidac-Plattform jetzt auch außerhalb der Onkologie getestet. 2026 könnte dem Unternehmen und der Aktie der Durchbruch gelingen. Einen Einbruch gab es in dieser Woche bei der BioNTech-Aktie. Die eher gemischten Zahlen für 2025 und der zurückhaltende Ausblick auf das laufende Jahr dürften dazu nur begrenzt beigetragen haben. Schwerer liegt den Aktionären wohl der bevorstehende Abschied des Gründerehepaars im Magen. Wird BioNTech damit zum Übernahmekandidaten? Auch bei Evotec gab es diese Woche lange Gesichter. Das Restrukturierungsprogramm überzeugt Anleger nicht. Die Aktie rutscht unter eine wichtige Marke.

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