Menü schließen




17.11.2025 | 04:30

Raus aus BioNTech? Rein in Evotec und Vidac Aktie? Was läuft da mit Johnson und Johnson?

  • biotechnologie
  • Pharma
Bildquelle: pixabay.com

Paukenschläge bei Biotechs: Partner Pfizer verkauft seine komplette Beteiligung am deutschen Biotech-Champion BioNTech. Sollten Anleger es genauso machen? Dagegen liefert Vidac Pharma mehr und mehr Gründe für eine Kursexplosion. Das Unternehmen entwickelt eine neuartige Krebstherapie und kann jetzt mit der klinischen Studie der Phase 2 in Deutschland beginnen. Außerdem spricht man mit Johnson & Johnson. Greift der Pharmakonzern vielleicht sogar zu? Bei Evotec gab es zuletzt unterschiedliche Signale. Eine erneute Meilensteinzahlung lässt die Kasse klingeln. Dazu gibt es Insidertransaktionen. Die Aktie notiert auf Mehrjahrestief.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619 , JOHNSON + JOHNSON DL 1 | US4781601046 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    Vidac Pharma: Partnerschaft mit Johnson & Johnson?

    Kann sich die Aktie von Vidac Pharma vervielfachen? Davon sind jedenfalls die Analysten von Sphene Capital überzeugt. Sie trauen der Vidac-Aktie einen Kurs von 4,30 EUR zu. Derzeit notiert die Aktie bei 0,52 EUR. Und es gibt gute Gründe für den Optimismus der Analysten. Vidac arbeitet an einem neuartigen Ansatz der Krebstherapie. Die Fortschritte machen das Unternehmen immer mehr zum Übernahmekandidaten.

    Vidac Pharma hat neuartige Moleküle entwickelt, die den sogenannten Warburg-Effekt – ein zentrales Stoffwechselmerkmal von Tumorzellen – umkehren sollen. Dieses völlig neue Wirkprinzip könnte eine neue Krebstherapie bedeuten. Zuletzt hat Vidac von den deutschen Behörden grünes Licht für eine klinische Phase-2-Studie erhalten. Dies ist ein bedeutender Schritt, um das Entwicklungsprogramm für Hautkrebs-Therapien in Europa auszubauen. Die Studie, deren Freigabe nach einer Aktualisierung im EU-weiten Clinical Trials Information System (CTIS) erfolgte, zielt auf hochproliferative aktinische Keratosen (Vorstufe von Hautkrebs), die sich zu bösartigen Tumoren entwickeln können. Vidac-CTO Dr. Eyal Breitbart betonte, dass es sich um die erste Studie handelt, die explizit auf diese besonders aggressiven AK-Formen abzielt.

    Mit dem völlig neuen Ansatz im Kampf gegen Krebs und der geplanten Phase-2-Studie wird Vidac immer interessanter für Big Pharma. Spannend in dem Zusammenhang ist, dass sich Vidac in der kommenden Woche mit Johnson & Johnson austauschen wird. Das Einzelgespräch findet im Rahmen der Konferenz "Beyond the Needle: Building the Future of Intratumoral Oncology" in Basel statt. Diskutiert werden sollen Innovationen der intratumoralen Onkologie. Auch über mögliche Wege bei der Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuartiger Therapieformen soll gesprochen werden.

    Evotec: Millionenzahlung und Insidertransaktionen

    Wie wichtig Kooperationen mit Big Pharma für forschende Biotech-Unternehmen sind, hat in diesem Jahr Evotec gezeigt. Zuletzt hat man immerhin 5 Mio. USD von Bristol Myers Squibb erhalten. Seit 2018 arbeitet man im Bereich Protein Degradation zusammen. Die Zahlung wurde ausgelöst, nachdem ein IND-Antrag durch die US-amerikanische FDA genehmigt wurde. Konkret geht es um den Cereblon-E3-Ligase-Modulator ("CELMoD"). Die klinische Studie der Phase 1 soll voraussichtlich 2026 beginnen. Insgesamt hat Evotec von Bristol Myers Squibb allein in diesem Jahr Meilensteinzahlungen in Höhe von 105 Mio. USD erhalten.

    Am Donnerstag hat das Biotech-Unternehmen zwei Insidertransaktionen gemeldet. Aufsichtsrat Wesley Wheeler hat Evotec-Aktien im Wert von 31.370 USD außerbörslich gekauft. Evotec-Vorstand Cord Dohrmann hat hingegen Aktien im Wert von 110.520 EUR verkauft.

    Der Kurs der Evotec-Aktie hat auf die Nachrichten kaum reagiert. In der vergangenen Woche hat die Aktie ein leichtes Minus verzeichnet. Mit 5,30 EUR notiert das Wertpapier des Biotech-Unternehmens weiterhin auf einem Mehrjahrestief.

    BioNTech: Pfizer macht Kasse

    Etwas mehr als 10 % hat die Aktie von BioNTech seit Mittwoch verloren. Auslöser für den Kursrutsch war ein Bericht von Bloomberg. Demnach will Pfizer seine Beteiligung von 4,55 Millionen BioNTech-Aktien veräußern. Die US-Bank JPMorgan würde die Transaktion begleiten. Der Verkauf würde Pfizer fast 500 Mio. USD in die Kasse spülen. BioNTech und Pfizer hatten gemeinsam den Coronaimpfstoff entwickelt.

    Das Geld könnte Pfizer gut gebrauchen. Immerhin hat man sich gerade im Bieterduell gegen Novo Nordisk durchgesetzt und das Biotech-Unternehmen Metsera übernommen. Am Donnerstag hatten die Metsera-Aktionäre grünes Licht für den Deal gegeben. Jetzt muss Pfizer bis zu 10 Mrd. USD auf den Tisch legen.


    Fazit

    Der Biotech-Sektor bleibt heiß. Der Übernahmekampf zwischen Pfizer und Novo Nordisk zeigt, dass Big Pharma bereit ist, für Innovationen tief in die Tasche zu greifen. Davon könnte bald auch Vidac Pharma profitieren. Bei einer Partnerschaft mit Johnson & Johnson sollte der Kurs auf ein neues Allzeithoch schießen. Der Kauf der Evotec-Aktie drängt sich derzeit nicht auf. BioNTech bleibt ein Basisinvestment. Der Verkauf von Pfizer sollte nicht überbewertet werden.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 10.10.2026 | 04:30

    Deutz-Aktie unter Druck! Kaufempfehlungen für Bayer und Partner MustGrow.

    • Rüstung
    • Technologie
    • landwirtschaft
    • Pharma
    • Agrar

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Was ist bei Deutz los? Das Kölner Unternehmen hatte sich zu einem Favoriten unter Anlegern entwickelt, die vom Rüstungsboom profitieren wollten. Doch nachdem sich der Kurs innerhalb weniger Monate mehr als verdoppelt hatte, ist die Aktie zuletzt um rund 20 % gefallen. Es gibt klare Gründe für diesen Rückgang – aber sollten sich Anleger Sorgen machen? Bei MustGrow gibt es sicherlich Grund zum Optimismus. Die Vermarktung des Bodenverbesserungsmittels TerraSante™ in den USA hat begonnen, und die Nachfrage übersteigt das Angebot. Die Auftragsfertiger müssen nun die Produktion rasch hochfahren. Analysten erwarten für die kommenden Jahre einen starken Anstieg von Umsatz und Gewinn. Auch eine Partnerschaft mit Bayer dürfte zu diesem Wachstum beitragen. Bayer plant unterdessen, seine Präsenz in den USA mit einer Investition in Höhe von mehreren Milliarden USD auszubauen. Die Aktie profitiert derzeit noch nicht von dieser Entwicklung. Dennoch empfehlen Analysten die Aktie zum Kauf.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 21.09.2026 | 05:30

    Wie bei Börsenaltmeiser André Kostolany! Sind Siemens Energy, BioNTech oder HPQ Silicon etwas für antizyklische Anleger?

    • Drohnen
    • batterien
    • Wasserstoff
    • biotechnologie
    • Energie

    Antizyklische Anleger aufgepasst! An der Börse geht es eben nicht immer rational zu. Börsenaltmeister André Kostolany verglich das Verhältnis zwischen Unternehmensentwicklung und Aktienkurs gerne mit einem Spaziergänger und seinem Hund. Mal läuft der Hund voraus, mal bleibt er zurück und am Ende bewegen sich beide in dieselbe Richtung. Ein solches Beispiel scheint derzeit HPQ Silicon zu sein. Während das Unternehmen eine positive Meldung nach der anderen veröffentlicht, steht die Aktie unter Druck. Genau diese Diskrepanz macht die Aktie für antizyklische Anleger interessant. Bei Siemens Energy ist es eher umgekehrt. Die Aktie hat schon sehr viel Wachstum vorausgenommen. Analysten raten zum Verkauf. Und wie ist es bei BioNTech?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 09.09.2026 | 05:00

    Alarm bei Evotec! Analysten sehen Vervielfachungspotenzial! Bayer und MustGrow mit News!

    • biotechnologie
    • Agrar
    • landwirtschaft

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Alarm bei Evotec. Die Aktie droht unter die Marke von 3 EUR zu rutschen. Auch auf dem optisch niedrigen Kursniveau halten sich Analysten mit Kaufempfehlungen auffällig zurück. Immerhin gibt Evotec eine Forschungskooperation zur Entwicklung neuer T-Zell-aktivierender Therapieansätze bei soliden Tumoren bekannt. Die MustGrow-Story nimmt jetzt spürbar Fahrt auf. Das kanadische AgTech-Unternehmen hat im ersten Halbjahr die Gewinnzone erreicht und erwartet steigende Umsätze in der zweiten Jahreshälfte. Zudem gibt es die erste Meilensteinzahlung von Bayer. Weitere Millionenzahlungen könnten in den kommenden Jahren folgen und die aktuelle Marktkapitalisierung von MustGrow übersteigen. Analysten sehen Vervielfachungspotenzial. Bayer selbst hat für den Bereich Crop Science eine intensive Phase neuer Produkteinführungen angekündigt. Analysten raten zum Kauf der Aktie.

    Zum Kommentar