Menü schließen




02.01.2026 | 04:30

BYD gegen Tesla! KI-Profiteure BioNTech und Rio Tinto Partner Aspermont! Aktien für 2026?

  • Rohstoffe
  • Technologie
  • Elektromobilität
  • künstlicheintelligenz
Bildquelle: pixabay.com

Paukenschlag kurz vor Silvester! BYD hat Tesla vom E-Auto-Thron gestoßen. Die Chinesen sind jetzt auch Weltmarktführer bei rein elektrischen Fahrzeugen. Doch die Aktie hat 2025 klar enttäuscht. Ein Gewinner in 2026 könnte die Aspermont-Aktie sein. Das Unternehmen verbindet auf wahrscheinlich einzigartige Weise den boomenden Rohstoffsektor mit einem skalierbaren Technologiegeschäftsmodell. Die Aktie erscheint alles andere als teuer zu sein. Wenig Freude hatten im Jahr 2025 Aktionäre von BioNTech. Die Aktie hat fast 30 % an Wert verloren. Doch im laufenden Jahr stehen wichtige Studiendaten an. Analysten sehen eine Kaufchance.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , TESLA INC. DL -_001 | US88160R1014 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    Aspermont: Rohstoffsektor und Technologie in einer Aktie

    Aspermont Limited könnte im Jahr 2026 zu den interessantesten Small-Cap-Storys gehören. Denn die Australier verbinden den boomenden Rohstoffsektor mit Technologie und Big Data. Dafür befand sich das Unternehmen in 2025 in einer Transformation. Diese dürfte sich bereits im laufenden Jahr auszahlen und der Aktie Rückenwind geben.

    Aspermont hat sich im Jahr 2025 vom klassischen Medien- und Informationsanbieter in der Rohstoffindustrie hin zu einem hochspezialisierten Data-Intelligence-Unternehmen entwickelt. Kern der Transformation war die Einführung der neuen Plattform Mining IQ. Diese verwandelt globale Daten zu Bergbauprojekten, Risiken, ESG-Leistungen und Investorentrends in Analyseprodukte. Die Daten umfassen einen wahrscheinlich einzigartigen Wissensschatz aus dem rund 200 Jahre umfassendem Archivmaterial des „Mining Journal“ und des „Mining Magazine“ von Aspermont. Dieses wurde digitalisiert und mit KI entstand ein neuartiges Recherche- und Analysetool für die Rohstoffbranche. Für Aspermont ist es ein abonnementbasiertes Modell, das Skalierbarkeit und wiederkehrende Umsätze ermöglicht. Davon hat sich bereits Rio Tinto überzeugen lassen. Der Rohstoffriese erhielt zunächst exklusiven Zugriff und zahlte dafür rund 550.000 AUD. In 2026 kann Aspermont die Lösung als Abo-Modell weltweit vermarkten.

    Im Geschäftsjahr 2024/2025 hat Aspermont immerhin schon 15,4 Mio. AUD umgesetzt. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) lagen bei 11,5 Mio. AUD. Das EBITDA war mit -1,0 Mio. AUD noch leicht negativ. Dies dürfte sich mit der Skalierung von Mining IQ jedoch sehr schnell ändern. Der operative Cashflow war bereits positiv. Zur Einordnung: Die Marktkapitalisierung von Aspermont liegt bei rund 20 Mio. AUD und erscheint mit Blick auf die Wachstumschancen alles andere als hoch.

    Auf das Jahr 2026 blickt das Aspermont-Management optimistisch. Man will das Geschäft skalieren und neues Wachstum in verschiedenen Regionen erschließen. Die langfristige Vision ist es, Aspermont als führenden Anbieter von Daten und Informationen für den globalen Rohstoffsektor zu etablieren. Damit würde das Unternehmen direkt vom Rohstoffboom profitieren.

    BioNTech: KI gegen Krebs

    Wie Aspermont setzt auch BioNTech bei der Datenaufbereitung und -analyse auf Künstliche Intelligenz (KI). Das deutsche Biotech-Unternehmen integriert KI inzwischen systematisch in seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit – mit dem Ziel, die Trefferquote in der Wirkstoffsuche zu erhöhen und Entwicklungszyklen zu verkürzen. Um sich entsprechendes Know-how ins Unternehmen zu holen, hat man unter anderem InstaDeep übernommen. Dafür hat BioNTech im Jahr 2023 rund 500 Mio. EUR auf den Tisch gelegt. BioNTech beschreibt KI explizit als Hebel, um die Pipeline auszubauen, Kandidaten zu identifizieren/optimieren und Arbeitsabläufe zu verbessern. Inhaltlich passt das zu BioNTechs Schwerpunkt auf immunologischen Plattformen: Bei personalisierten Krebsprogrammen werden patientenspezifische Tumordaten ausgewertet, um potenziell relevante Mutationen bzw. Neoantigene zu bestimmen, die dann in individualisierte Impfstoffkonstrukte einfließen.

    Wie operativ das Thema inzwischen gedacht wird, zeigt der Trend zu „KI im Labor“ statt nur „KI am Bildschirm“. Auf BioNTechs AI Day und in begleitenden Veröffentlichungen wurde mit „Laila“ ein KI-Agent demonstriert, der biologische Routinetätigkeiten unterstützen, in Workflows eingebunden werden und sogar mit Laborgeräten interagieren kann. Das Ziel ist es, Experimente besser zu planen, Daten schneller zu interpretieren und Fehler früher zu erkennen.

    Das Ergebnis der KI-Forschung lässt sich voraussichtlich schon in 2026 bewerten. So stehen wichtige Daten von Phase-2- und Phase-3-Studien an. Aus Sicht von Berenberg spiegelt sich die Onkologie-Forschungspipeline nicht im aktuellen Aktienkurs wider. Sie empfehlen die BioNTech-Aktie zum Kauf und haben das Kursziel leicht von 150 USD auf 155 USD erhöht.

    BYD: Aktie enttäuscht trotz Marktführerschaft

    Was lief im Jahr 2025 bei BYD schief? Denn obwohl die Chinesen Tesla überflügelt und zum größten Elektroautohersteller der Welt aufgestiegen sind, notiert die BYD-Aktie auf dem Niveau von Anfang 2025. Vom Jahreshoch im Mai bei 17,60 EUR hat das Wertpapier sogar fast 40 % verloren. Wer die Aktie seit Anfang Februar 2021 gehalten hat, hat lediglich rund 20 % Kursgewinn erzielt.

    Operativ war 2025 für BYD kein Selbstläufer. In China fraß der anhaltende Preiskampf die Marge, und BYD meldete im zweiten Quartal den ersten Gewinnrückgang seit mehr als drei Jahren. Hinzu kamen regulatorische und finanzielle Nebenkriegsschauplätze, etwa Debatten über Zahlungsziele in der Lieferkette. Auch die Qualität war ein Thema. 2025 häuften sich Rückrufmeldungen, darunter eine Aktion zu Plug-in-Hybriden wegen potenzieller Sicherheitsrisiken bei der Batterie sowie eine größere Rückrufwelle im Herbst. Außenpolitisch und strategisch wurde es ebenfalls komplizierter. In Europa verteuerten Zusatzzölle chinesische BEVs spürbar, BYD reagierte mit einer stärkeren Fokussierung auf Plug-in-Hybride, die zollseitig günstiger sind. Und in Nordamerika bremsten Geopolitik und Zollsorgen die Expansionspläne. So wurden die Pläne für eine Fabrik in Mexiko vorerst auf Eis gelegt.

    Doch es gab 2025 auch positive Meilensteine. In Europa setzte BYD ein Ausrufezeichen und überholte Tesla bei den reinen Elektro-Zulassungen im April erstmals knapp. Parallel wurde in Budapest ein europäisches Hauptquartier inklusive einer Forschungsabteilung eröffnet. Technologisch sorgte BYD im März mit der „Super e-Platform“ für Schlagzeilen. Durch Megawatt-Power sollen in wenigen Minuten mehrere hundert Kilometer Reichweite geladen werden können. Dafür muss allerdings noch ein Netz an Ultra-Schnellladern aufgebaut werden.

    Kurz vor Silvester erfolgte dann die vorerst letzte Knallermeldung. BYD hat im Jahr 2025 voraussichtlich den weltweiten E-Auto-Thron erklommen und Tesla als Marktführer abgelöst. Darauf deuten bisherige Verkaufsdaten hin. Demnach hat BYD bis Ende November 2,07 Mio. reine Elektrofahrzeuge abgesetzt. Tesla hatte in den ersten drei Quartalen 1,22 Mio. Fahrzeuge verkauft und dürfte im Gesamtjahr wohl bei rund 1,65 Mio. landen.

    Fazit

    Welche Aktie startet 2026 durch? Aspermont ist jedenfalls alles andere als hoch bewertet und dürfte mit dem skalierbaren Geschäftsmodell im laufenden Jahr durchstarten. Bei BioNTech stehen in 2026 wichtige Studiendaten an. Sind diese positiv, ist die Aktie zu günstig. BYD muss beweisen, dass man mit Elektroautos nachhaltig Geld verdienen kann.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 10.10.2026 | 04:30

    Deutz-Aktie unter Druck! Kaufempfehlungen für Bayer und Partner MustGrow.

    • Rüstung
    • Technologie
    • landwirtschaft
    • Pharma
    • Agrar

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Was ist bei Deutz los? Das Kölner Unternehmen hatte sich zu einem Favoriten unter Anlegern entwickelt, die vom Rüstungsboom profitieren wollten. Doch nachdem sich der Kurs innerhalb weniger Monate mehr als verdoppelt hatte, ist die Aktie zuletzt um rund 20 % gefallen. Es gibt klare Gründe für diesen Rückgang – aber sollten sich Anleger Sorgen machen? Bei MustGrow gibt es sicherlich Grund zum Optimismus. Die Vermarktung des Bodenverbesserungsmittels TerraSante™ in den USA hat begonnen, und die Nachfrage übersteigt das Angebot. Die Auftragsfertiger müssen nun die Produktion rasch hochfahren. Analysten erwarten für die kommenden Jahre einen starken Anstieg von Umsatz und Gewinn. Auch eine Partnerschaft mit Bayer dürfte zu diesem Wachstum beitragen. Bayer plant unterdessen, seine Präsenz in den USA mit einer Investition in Höhe von mehreren Milliarden USD auszubauen. Die Aktie profitiert derzeit noch nicht von dieser Entwicklung. Dennoch empfehlen Analysten die Aktie zum Kauf.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 09.10.2026 | 05:30

    Stahl glänzt wieder!? Mehr als 100 % mit thyssenkrupp-Aktie? Starten bald auch Salzgitter und Strategic Resources durch?

    • Stahl
    • Rohstoffe
    • Energie

    100 % Kurssteigerung innerhalb von vier Monaten? Diese Performance haben wohl nur wenige der Aktie von thyssenkrupp zugetraut. Doch genau das ist passiert! Einer der Gründe ist die neue Perspektive für grünen Stahl. Darauf setzt auch Salzgitter. Der Konzern treibt den Umbau seiner Stahlproduktion voran. Die Aktie ist bislang noch nicht angesprungen. Und wer könnte noch davon profitieren, wenn Stahlkonzerne wie thyssenkrupp ihre Produktion auf klimafreundlichere Verfahren umstellen? Ein spannender Kandidat ist Strategic Resources. Das kanadische Unternehmen will künftig einen wichtigen Rohstoff für die grüne Stahlindustrie liefern. Mit einem Projekt in Québec könnte sich Strategic Resources als Zulieferer für die Stahlproduktion der Zukunft positionieren. Springt auch die Aktie bald an?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 08.10.2026 | 05:30

    Nvidia auf Allzeithoch! Auch Nebius, LPKF und NU E POWER wollen vom KI-Boom profitieren.

    • KI
    • Technologie
    • Energie

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von NU E Power.

    Nvidia ist zuletzt auf Allzeithoch geklettert. Abseits des Branchenprimus wollen Unternehmen vom KI-Boom profitieren. NU E Power will dazu beitragen, dass Rechenzentren nicht der Saft ausgeht. Denn vor Stromengpässen warnt unter anderem Morgan Stanley. Auch die Internationale Energieagentur sieht fehlende Netzkapazitäten als kritischen Flaschenhals. Im Anschluss an eine spektakuläre Rally legt Nebius mit einer Übernahme und der Partnerschaft mit Palantir nach. Bei LPKF trifft dagegen KI-Fantasie auf eine gesenkte Prognose. Analysten halten dennoch an ihrer Kaufempfehlung fest. Zu Recht?

    Zum Kommentar