29.05.2026 | 04:30
4.000 % Kursgewinn nicht genug? SanDisk, BioNTech, Standard Uranium
60 % in einem Monat, 600 % in sechs Monaten und 4.000 % innerhalb eines Jahres. Dennoch fehlt bei der Aktie von SanDisk von einer größeren Korrektur jede Spur. Auch jetzt heben Analysten das Kursziel noch kräftig an und wechseln in das Lager der Bullen. Dagegen steht der Uransektor derzeit in Abseits. Dies bietet antizyklischen Anleger eine Chance. Denn eigentlich kann es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Branche als KI-Gewinner wiederentdeckt wird. Eine spannende Aktie ist Standard Uranium. Der CEO hat zuletzt auf einer Investorenkonferenz einen starken Eindruck hinterlassen. Und was macht BioNTech? Anleger sind enttäuscht, aber Analysten äußern sich positiv. Kann das Biotechunternehmen ab heute mit neuen Daten aus der Onkologie-Pipeline für neue Impulse sorgen?
Lesezeit: ca. 4 Min.
|
Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
STANDARD URANIUM LTD. | CA85422Q8487 | TSXV: STND , OTCQB: STTDF , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , SANDISK CORPORATION | US80004C2008 | NASDAQ: SNDK
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
Tag-Cloud
Aktien-Cloud
SanDisk: 4.000 % nicht genug?
Bei der Entwicklung der Aktien von SanDisk, Micron und Co. gehen einem langsam die Superlative aus. Beispiel SanDisk: 60 % in einem Monat, 600 % in sechs Monaten und 4.000 % innerhalb eines Jahres. Derzeit notiert die Aktie bei über 1.600 USD und von einer größeren Korrektur fehlt jede Spur.
Auch Analysten lassen sich von der Euphorie anstecken. So hat zuletzt beispielsweise Barclays das Kursziel von 1.200 USD auf 2.300 USD fast verdoppelt. Während sie die Aktie bisher mit "Equal-Weight" eingestuft hatten, ist es jetzt ein "Overweight". Für die Analysten ist SanDisk im Speicherchip-Sektor im attraktivsten Segment unterhalb der "eigentlichen" KI-Chips wie sie von Nvidia angeboten werden aktiv. Die Analysten zeigten sich begeistert davon, dass es SanDisk derzeit wohl gelingt, langfristige Lieferverträge zu hohen Preisen abzuschließen.
Auch aus Sicht des Unternehmens selbst spiegelt der immense Kursanstieg die zunehmende Bedeutung von Speicherkomponenten im globalen KI-Wettlauf wider. Laut SanDisk-CTO Alper Ilkbahar verschiebt sich der Markt derzeit von der reinen Rechenleistung hin zu einer speicherzentrierten Architektur. In einem Interview mit "Nikkei Asia" wies er darauf hin, dass wachsende Sprachmodelle, komplexe Workloads sowie Technologien wie der Key-Value-Cache und Mixture-of-Experts-Modelle enorme Speicherkapazitäten erfordern. Daher wären Kunden bereit, sich die knappen Kapazitäten über langfristige Verträge zu sichern. Um dem steigenden Bedarf bei KI-Inferenzanwendungen gerecht zu werden, entwickelt SanDisk in einer Standardisierungspartnerschaft mit SK Hynix das neue Format High Bandwidth Flash, welches bei ähnlicher Bandbreite eine deutlich höhere Kapazität und Speicherdichte als herkömmliches High Bandwidth Memory bietet. Erste Produkt-Samples sind für Ende des Jahres geplant, die Markteinführung soll im Folgejahr erfolgen.
Standard Uranium: Spannende Aktie für die nächste Uran-Rally
Für antizyklische Anleger bietet sich im Uran-Bereich derzeit eine Chance. Die Branche profitiert ebenfalls vom KI-Boom, wird aber derzeit (noch) nicht vom Hype getrieben. Die Aktie von Branchenschwergewicht Cameco hat im laufenden Jahr nur 9 % zulegen können.
Ähnlich ist die Entwicklung bei Standard Uranium. Dabei scheint die Aktie viel Kurspotenzial zu haben. Diesen Eindruck hat jedenfalls CEO Jon Bey mit seiner Präsentation auf der digitalen Investorenkonferenz IIF hinterlassen. Denn der Uran-Explorer ist im kanadischen Athabasca Basin hervorragend positioniert. Das Flaggschiffprojekt Davidson River erstreckt sich über rund 31.000 Hektar und ist von Projekten der Branchengrößen wie Cameco, Orano und NexGen Energy umgeben.
Standard Uranium hat dort nach eigenen Angaben rund 71 Kilometer leitfähige Strukturen identifiziert, die als aussichtsreiche Voraussetzungen für hochgradige Uranfunde gelten. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt ein neuer Multi-Physics-Ansatz gemeinsam mit Fleet Space. Dieser habe gravimetrische Anomalien sichtbar gemacht, was präzisere Bohrziele ermögliche.
Zudem wies Bey in seiner Präsentation auf das bevorstehende Bohrprogramm hin. Bereits Anfang Juni 2026 soll ein zunächst auf 5.000 Meter ausgelegtes Programm starten, das möglicherweise auf mehr als 10.000 Meter erweitert wird. Bey betonte, dass frühere Explorationsarbeiten bereits vielversprechende Hinweise geliefert hätten, bislang jedoch die entscheidende gravimetrische Datengrundlage gefehlt habe. Mit den neuen Daten sieht sich Standard Uranium nun deutlich besser positioniert, um potenziell eine größere Basement-Hosted-Uranentdeckung im Südwesten des Athabasca Basins zu erzielen. Parallel dazu erwartet das Unternehmen in den kommenden Monaten Analyseergebnisse aus den Projekten Corvo sowie Rochas/Roché.
Darüber hinaus hob das Management das sogenannte „Project Generator“-Modell hervor. Dabei entwickelt Standard Uranium Projekte bis zur Bohrreife und bindet anschließend Partner über Earn-in- und Joint-Venture-Modelle ein. Dadurch sollen Explorationskosten teilweise von Partnerunternehmen getragen werden, ohne bestehende Aktionäre stark zu verwässern. Positiv äußerte sich Bey auch zur Rückkehr des hochgradigen Sun-Dog-Projekts in das eigene Portfolio, nachdem ein früherer Partner ausgestiegen war. Insgesamt sieht sich das Unternehmen angesichts steigender globaler Uran-Nachfrage durch neue Kernkraftwerke, KI-Rechenzentren und den erwarteten Angebotsengpass strategisch gut aufgestellt.
https://youtu.be/Ip4xhV6gDD8?si=YJMW2ZOPtll2E6eB
BioNTech: Kursziel steigt, ab heute neue Impulse?
Während das Momentum bei BioNTech derzeit komplett fehlt, äußert sich die UBS positiv. Die Analysten haben die Aktie des größten deutschen Biotech-Konzerns von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Das Kursziel steigt von 117 USD auf 135 USD. Derzeit notiert die Aktie bei 92 USD. Die Analysten erwarten, dass die kommenden Nachrichten aus der Onkologie-Entwicklungspipeline überzeugen werden. Daher sei die derzeitige Skepsis der Anleger übertrieben.
Vielleicht bringt die Teilnahme von BioNTech auf der heute beginnenden Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) neue Impulse. Dort sollen Fortschritte aus der Onkologie-Pipeline vorgestellt und dabei insbesondere Daten aus spätklinischen Entwicklungsprogrammen präsentiert werden. Im Fokus stehen die Wirkstoffkandidaten Pumitamig und Gotistobart, die beide in Krebsindikationen mit hohem medizinischem Bedarf untersucht werden. Pumitamig zeigte in der laufenden Phase-2/3-Studie ROSETTA Lung-02 bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs in Kombination mit Chemotherapie eine ermutigende Anti-Tumor-Aktivität. Laut BioNTech handelt es sich bereits um den dritten globalen Datensatz, der positive Ergebnisse für den bispezifischen Immunmodulator liefert. Die Studie umfasst unterschiedliche Histologien sowie verschiedene PD-L1-Expressionslevel und bildet die Grundlage für die weitere zulassungsrelevante Phase-3-Entwicklung.
Auch beim Kandidaten Gotistobart präsentiert BioNTech neue klinische Daten. In einer Phase-2-Studie bei stark vorbehandelten Patientinnen mit platinresistentem Eierstockkrebs zeigte die Kombination aus Gotistobart und Pembrolizumab laut Unternehmen eine anhaltende Anti-Tumor-Aktivität sowie klinisch relevante Gesamtüberlebensraten bei kontrollierbarem Sicherheitsprofil. Die Ergebnisse sollen das Potenzial des CTLA-4-gerichteten Wirkstoffs als Chemotherapie-freie Behandlungsoption unterstreichen. Insgesamt treibt BioNTech derzeit mehr als 25 klinische Studien der Phase 2 und 3 voran, darunter 13 zulassungsrelevante Programme.
Fazit
SanDisk ist derzeit nicht zu bremsen, aber wer jetzt kauft, muss mit einer heftigen Korrektur rechnen. Dagegen scheint das Abwärtspotenzial bei Standard Uranium begrenzt zu sein. Es kann eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis Investoren Uran-Aktien als KI-Gewinner wiederentdecken. Für wichtigen Newsflow sollte das Unternehmen in den kommenden Wochen sorgen. Bei BioNTech scheint viel Negatives eingepreist zu sein. Allerdings drängt sich ein Kauf dennoch nicht auf.
Interessenskonflikt
Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.
Risikohinweis
Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.
Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.
Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.