Menü schließen




09.07.2026 | 05:30

KAUFCHANCE oder VERKAUFEN? Standard Lithium, Aixtron und Strategic Resources Aktie im Check

  • Rohstoffe
  • Stahl
  • Lithium
  • halbleiter
Bildquelle: Pixabay

Strategic Resources baut eine Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zur Stahlindustrie und Batteriefertigung auf. Dabei nimmt jetzt auch ein Projekt in Finnland Form an. Die Aktie befindet sich im Aufwärtstrend und erscheint alles andere als teuer. Teuer ist dagegen die Aktie von Aixtron derzeit. Dabei ist sie in den vergangenen Wochen bereits kräftig unter die Räder gekommen. Die Analysten von mwb beschreiben in ihrer jüngsten Studie die Chancen und Risiken. Für die Experten überwiegen weiterhin die Risiken. Große Risiken gibt es auch bei Standard Lithium. Scheitert die Finanzierung des Flaggschiffprojekts South-West-Arkansas, dürfte es mit der Aktie noch deutlich weiter abwärts gehen. Kommt die Finanzierung zustande, dürfte es zur Kursexplosion kommen. Derzeit belastet noch etwas anderes den Kurs.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: AIXTRON SE NA O.N. | DE000A0WMPJ6 , STRATEGIC RESOURCES INC | CA86277X4093 | TSXV: SR , STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010

Inhaltsverzeichnis:


    Strategic Resources: Projekt in Finnland nimmt Form an

    Strategic Resources beteiligt sich am finnischen Forschungsprojekt FutSteel der Universität Oulu. Das mit 17 Mio. EUR ausgestattete Vorhaben läuft von 2026 bis 2029 und soll die Transformation der Stahlproduktion vorantreiben. Im Fokus steht eine neue Produktionskette, die Elektrolichtbogenöfen mit modernisierten Warmwalzprozessen verbindet und den Weg zu einer CO2-ärmeren Stahlherstellung am SSAB-Standort in Raahe unterstützen soll.

    Für Strategic Resources ist die Einbindung vor allem deshalb relevant, weil das Unternehmen mit Mustavaara über ein eigenes Vanadium-Titan-Magnetit-Projekt in Nordfinnland verfügt. Und FutSteel hat vanadiumreiches Magnetit-Konzentrat aus Mustavaara für ein Testprogramm zur wasserstoffbasierten Eisenerzeugung ausgewählt. Damit wird das Material von Strategic Resources in einem Forschungsumfeld für Direktreduktion und fossilfreie Stahlproduktion geprüft. Aus Sicht des Unternehmens unterstreicht dies die Qualität des Mustavaara-Konzentrats und dessen mögliche Bedeutung für regionale Lieferketten im Bereich grüner Stahl.

    Das Projekt adressiert zentrale Herausforderungen der Stahlindustrie. Der Wechsel von kohlebasierten Hochöfen hin zu elektrischen und wasserstoffbasierten Verfahren darf weder die Stahlqualität noch die Lieferfähigkeit gefährden. Für Finnland ist der Umbau besonders bedeutend, da die Stahlindustrie zu den größten Emissionsquellen des Landes zählt. Laut Projektangaben könnte die Umstellung eines großen Stahlwerks bis zu 7 % der nationalen CO₂-Emissionen einsparen.

    Während das Mustavaara-Projekt also Fortschritte macht, befindet sich das Kernprojekt von Strategic Resources in Kanada. Mit dem BlackRock-Projekt in Québec verfügt das Unternehmen über ein baureifes Vorhaben, das auf die Produktion von hochreinen Eisenerz-Pellets ausgerichtet ist. In der ersten Ausbaustufe ist am Standort Port Saguenay eine Pelletieranlage mit einer Kapazität von 4 Mio. Tonnen pro Jahr geplant. Durch den Zugang zum St.-Lorenz-Seeweg wäre BlackRock logistisch günstig positioniert, um Kunden in Nordamerika und Europa zu beliefern.

    Die Aktie von Strategic Resources hat im laufenden Jahr immerhin 20 % an Wert gewonnen. Die Marktkapitalisierung von unter 20 Mio. CAD erscheint weiterhin günstig.

    https://youtu.be/ha8A2-FPIwk?si=a2oFSk-vcijGTP1m

    Standard Lithium: Was ist das los?

    Während sich die Aktie von Strategic Resources im Aufwärtstrend befindet und weiterhin günstig erscheint, ging es im laufenden Jahr bei Standard Lithium deutlich bergab. Das Wertpapier der US-Lithiumhoffnung hat im laufenden Jahr fast 50 % an Wert verloren.

    An der Entwicklung von Lithium kann es nicht liegen. Im laufenden Jahr hat sich der Lithiumpreis deutlich erholt. Als Referenz wird häufig chinesisches Lithiumcarbonat herangezogen. Ende April lag der Preis bei rund 173.000 CNY je Tonne und damit knapp 50 % über dem Jahresanfangsniveau. Treiber waren vor allem Hoffnungen auf eine bessere Nachfrage durch Batteriespeicher und E-Mobilität sowie zeitweise Angebotsrisiken in China.

    Doch Anleger scheinen mehr und mehr die Geduld mit dem Management zu verlieren. Sie warten seit Monaten auf die Nachricht, dass das Flaggschiffprojekt South-West-Arkansas durchfinanziert ist und gebaut werden soll. Gemeinsam mit dem norwegischen Energiekonzern Equinor soll im Jahr 2029 die kommerzielle Produktion beginnen. Dann sollen in der ersten Ausbaustufe jährlich rund 22.500 Tonnen Lithiumcarbonat in Batteriequalität produziert werden. Doch die Finanzierung scheint sich hinzuziehen.

    Gleichzeitig verschafft sich Standard Lithium über ein ATM-Aktienprogramm laufend frisches Kapital. Im Quartal bis zum 30. Juni 2026 wurden darüber rund 3,14 Mio. neue Aktien zu durchschnittlich 3,59 USD verkauft. Das brachte brutto rund 11,3 Mio. USD ein. Solche „laufenden Kapitalerhöhungen“ sind gerade bei kleineren Rohstoff- und Biotechwerten ein bekanntes Finanzierungsinstrument, können aber wie ein Deckel auf dem Kurs wirken. Denn Investoren müssen damit rechnen, dass bei steigenden Kursen weitere Aktien in den Markt gegeben werden.

    Aixtron im KI-Hype

    Im Abverkauf der Halbleiteraktien ist in den vergangenen Tagen auch die Aktie von Aixtron unter die Räder gekommen. Innerhalb von rund zwei Wochen ist das Wertpapier von rund 60 EUR auf 43 EUR abgerutscht. Damit nähert sich die Aktie dem Kursziel von mwb research. Die Analysten sehen den fairen Wert bei 40 EUR.

    Aixtron profitiert laut mwb vor allem von der zunehmenden Bedeutung der Optoelektronik. Dieser Bereich wird vom KI-Boom in Rechenzentren getrieben. Der Übergang von Kupfer- zu optischen Verbindungen, steigende Bandbreiten von 400G auf 800G und 1.6T sowie perspektivisch optische Kurzstreckenverbindungen zwischen GPUs und Racks könnten ab 2027/2028 einen deutlich größeren Markt eröffnen. Besonders wichtig ist dabei das G10-AsP-System für InP-basierte Laser, das bei führenden Kunden bereits als bevorzugtes Tool etabliert ist. Zusätzlich sieht mwb Chancen im Bereich GaN und SiC für die Stromversorgung von KI-Infrastruktur, insbesondere durch NVIDIAs geplante 800V-HVDC-Architektur ab Ende 2027. Aixtron verfügt in diesen Nischen laut Studie über sehr starke Marktpositionen von rund 90 %, was bei erfolgreicher Marktdurchdringung erhebliches Umsatzpotenzial eröffnet.

    Trotz der operativen Fantasie bleibt mwb vorsichtig und bestätigte zuletzt die Verkaufsempfehlung. Das zentrale Risiko liegt weniger in der Nachfrage, sondern in der Umsetzung. Aixtron muss die Produktion in den kommenden 12 bis 18 Monaten sauber hochfahren. Dafür muss nach zwei Entlassungsrunden Produktionsflexibilität neu aufgebaut werden. Gleichzeitig ist das Unternehmen auf eine pünktlich liefernde Zulieferkette angewiesen. Bei Optoelektronik könnten Exportbeschränkungen für InP-Substrate aus China den Hochlauf bremsen. Im SiC-Geschäft belastet weiter die Überkapazität im EV-Bereich. Eine deutliche Erholung erwartet das Management erst, wenn die Auslastung der Kunden wieder Richtung 80 bis 85 % steigt. Dies dürfte nicht vor Mitte 2027 der Fall sein. Zudem hält mwb die Bewertung bereits für anspruchsvoll. Der Markt preise eine starke und reibungslose Erholung weitgehend ein.


    Fazit

    Strategic Resources ist im Rohstoffbereich ein Kaufkandidat. Die Aktie befindet sich im Aufwärtstrend und ist alles andere als teuer. Standard Lithium ist ein ganz heißes Eisen. Bei einer positiven Nachricht zur Finanzierung dürfte die Aktie explodieren. Aber wehe, wenn das Projekt eingestampft wird. Aixtron befindet sich mitten im KI-Hype. Die Aktie dürfte auch künftig nichts für schwache Nerven sein.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 02.07.2026 | 04:30

    Vorsicht bei Novo Nordisk! TUI feiert Comeback! Globex Mining Aktie besser als Barrick Mining!

    • Pharma
    • Rohstoffe
    • Touristik

    Vorsicht bei Novo Nordisk! Analysten warnen, dass der Pharmariese auf eine Patentklippe zusteuert. Dem Konzern könnte so Milliarden verloren gehen. Ohne viel Aufsehen hat die Aktie in den vergangenen Wochen 30 % zulegen können. Was sagen Analysten? Bei TUI sind Analysten weiterhin bullisch. Die Aktie des Touristikkonzerns wird zum Kauf empfohlen. Die Entspannung im Nahen Osten und fallende Ölpreise sorgen für gute Stimmung. Entscheidend wird jetzt die Sommersaison. Besser als Barrick Mining hat sich in diesem Jahr die Aktie von Globex Mining entwickelt. Die jüngste Korrektur bietet eine interessante Einstiegschance, um risikodiversifiziert vom Rohstoffboom profitieren zu können.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 01.07.2026 | 04:30

    Paukenschlag, Kaufempfehlung und Kurschance! Renk, Bayer, Antimony Resources Aktie!

    • Rüstung
    • Pharma
    • Chemie
    • Rohstoffe

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

    Paukenschlag bei Antimony Resources. Basis für den Investmentcase war bisher die Chance, dass das Unternehmen in Kanada ein Weltklasse-Antimonprojekt entwickeln könnte. Und jetzt kommt auch noch Gold hinzu. Die Auswertung von rund 190 Probenabschnitten ergab ernstzunehmende Goldgehalte. Damit ergibt sich ein weiteres Kaufargument für die Aktie. Analysten sehen Vervielfachungspotenzial. Bei Renk sehen Experten ebenfalls eine Einstiegschance. Die jüngste Kursschwäche der Renk-Aktie aufgrund des Rheinmetall-Fiaskos sei übertrieben. Beim Auftragseingang könnte das Unternehmen sogar einen neuen Rekord melden. Die rekordverdächtigen Gerichtsprozesse bei Bayer könnten in Zukunft überschaubarer werden. Dafür hat das Urteil des US Supreme Court gesorgt. Die Aktie konnte kräftig zulegen. Analysten sind optimistisch. Doch Vorsicht, nicht alle Klagen sind vom Tisch.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 29.06.2026 | 04:30

    OHB in der SpaceX-Falle! Rheinmetall jetzt kaufen? Almonty Aktie ab heute im Russell-Index! Wolfram besser als Gold!

    • Rüstung
    • Rohstoffe
    • Raumfahrt

    Eine katastrophale Woche liegt hinter Rheinmetall. Über 20 % hat die Aktie des größten deutschen Rüstungskonzerns in den vergangenen fünf Handelstagen verloren. Bietet sich jetzt eine Kaufchance? Was sagen Analysten? Bei OHB ging es vergangene Woche sogar um über 30 % in den Keller. Das deutsche Raumfahrtunternehmen hat Aktionäre mit einer großen Kapitalerhöhung und dem Teilausstieg eines Großaktionärs schockiert. Zudem scheint der Weltraum-Hype rund um den SpaceX-IPO vorbei zu sein. Immerhin liegt die Aktie in 2026 weiterhin über 100 % vorne. Ähnlich stark hat die Almonty-Aktie in 2026 zulegen können. Auch der Kurs des Wolfram-Überfliegers hat in der vergangenen Woche konsolidiert. Doch notiert der Wolfram-Preis weiterhin auf Allzeithoch. Immer mehr Medien berichten über Engpässe beim kritischen Rohstoff – selbst in China. Davon sollte Almonty weiterhin profitieren. Übrigens gehört die Aktie ab heute zum Russell 1000 und 3000.

    Zum Kommentar