02.07.2026 | 04:30
Vorsicht bei Novo Nordisk! TUI feiert Comeback! Globex Mining Aktie besser als Barrick Mining!
Vorsicht bei Novo Nordisk! Analysten warnen, dass der Pharmariese auf eine Patentklippe zusteuert. Dem Konzern könnte so Milliarden verloren gehen. Ohne viel Aufsehen hat die Aktie in den vergangenen Wochen 30 % zulegen können. Was sagen Analysten? Bei TUI sind Analysten weiterhin bullisch. Die Aktie des Touristikkonzerns wird zum Kauf empfohlen. Die Entspannung im Nahen Osten und fallende Ölpreise sorgen für gute Stimmung. Entscheidend wird jetzt die Sommersaison. Besser als Barrick Mining hat sich in diesem Jahr die Aktie von Globex Mining entwickelt. Die jüngste Korrektur bietet eine interessante Einstiegschance, um risikodiversifiziert vom Rohstoffboom profitieren zu können.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , NOVO NORDISK A/S | DK0062498333 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 | TSX: GMX. OTCQX: GLBXF , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE: B , TSX: ABX
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Globex Mining: Besser als Barrick
Im Abverkauf bei Rohstoffaktien ergeben sich derzeit interessante Kaufchancen. Ein Beispiel ist Globex Mining. Die Aktie ist von 2,90 CAD im Februar auf aktuell 1,97 CAD zurückgekommen. Dennoch liegt die Aktie im laufenden Jahr mit 15,2 % im Plus. Damit hat sie sich besser entwickelt als beispielsweise das Wertpapier von Barrick Mining. Und es zeigt, dass das risikodiversifizierte Geschäftsmodell zu funktionieren scheint. Denn der kanadische Rohstoffinkubator kauft aussichtsreiche Rohstoffprojekte in etablierten Bergbauregionen. Das Portfolio ist breit diversifiziert über Gold, Silber, Kupfer, Nickel, Seltene Erden, Antimon, Mangan und Industriemineralien. Zudem befinden sich die Projekte in unterschiedlichen Entwicklungsstadien – von früher Exploration bis hin zu Projekten mit Wirtschaftlichkeitsstudien. Die Projekte werden ganz überwiegend nicht selbst entwickelt, sondern über Optionsvereinbarungen an Explorationsunternehmen weitergegeben. Dafür erhält Globex Mining Royalties, Meilensteinzahlungen oder andere Beteiligungen. So profitiert Globex von Explorationserfolgen, ohne die Kosten tragen zu müssen.
Aus den über 100 Projekten ergibt sich ein regelmäßiger Newsflow. Zuletzt wurde über Fortschritte beim Gold-Silber-Projekt Bell Mountain im US-Bundesstaat Nevada berichtet. Für das Projekt, an dem Globex eine 3%ige Bruttometall-Lizenzgebühr hält, liegen laut Betreiber Lincoln Gold inzwischen die wesentlichen Genehmigungen vor. Nach Abschluss einer aktualisierten Wirtschaftlichkeitsstudie befindet sich Bell Mountain nun in der Phase der Baufinanzierung. Die Investitionskosten werden auf 25 bis 30 Mio. USD zuzüglich Sicherheitsleistungen geschätzt, die Bauzeit soll acht bis zehn Monate betragen. Die ausgewiesenen, potenziell im Tagebau gewinnbaren Ressourcen belaufen sich auf rund 45.800 Unzen Goldäquivalent in den Kategorien Measured und Indicated sowie weitere rund 27.100 Unzen in der Kategorie Inferred. Darüber hinaus bestehe weiteres Explorationspotenzial, um die Ressource zu erweitern.
Zudem wird darauf hingewiesen, dass bei der Wirtschaftlichkeitsstudie ein Goldpreis von 1.950 USD je Unze und ein Silberpreis von 24 USD je Unze zugrunde gelegt wurden. Da dies
deutlich unter den aktuellen Marktpreisen liege, könnte sich die Wirtschaftlichkeit des Projekts bei erfolgreicher Finanzierung verbessern.
Angetrieben von solchen Meldungen sollte die Globex-Aktie bald wieder anziehen.
https://youtu.be/EW22N6jb9W4?si=owhcD6ya-1_2JPco
TUI hofft auf starke Sommersaison
Bei TUI scheint das Comeback bereits zu laufen. In den vergangenen zwei Wochen konnte die Aktie des Touristikkonzerns immerhin rund 10 % zulegen. Die Hoffnung auf einen Frieden im Nahen Osten und der sinkende Ölpreis sorgten für Kauflaune bei Anlegern. Geht es nach den Analysten von mwb research, dürfte beim aktuellen Kurs von 7,24 EUR noch nicht Schluss sein. Sie trauen der TUI-Aktie immerhin 15 EUR zu.
Aus Sicht der Analysten hat sich die Reisebranche nach regionalen Konflikten historisch meist schnell erholt. Da noch rund 45 % des Sommergeschäfts nicht gebucht seien, dürften kurzfristige Buchungen bei nachlassender Unsicherheit für Nachholeffekte sorgen. TUI hat im zweiten Quartal 2025/26 trotz geopolitischer Belastungen und wetterbedingter Sondereffekte ein robustes Ergebnis erzielt. Das bereinigte EBIT lag bei minus 188 Mio. EUR und damit um 19 Mio. EUR über dem Vorjahreswert sowie leicht besser als vom Markt erwartet. Bereinigt um Belastungen von insgesamt 45 Mio. EUR durch den Iran-Krieg und einen Hurrikan in Jamaika hätte sich das operative Ergebnis sogar um 64 Mio. EUR verbessert. Die wegen der Auswirkungen des Iran-Kriegs zuletzt gesenkte Prognose wurde bestätigt. Für das Geschäftsjahr 2025/26 erwartet der Konzern ein bereinigtes EBIT von 1,1 Mrd. bis 1,4 Mrd. EUR bei konstanten Wechselkursen. Eine Umsatzprognose bleibt ausgesetzt.
Die Sommersaison 2026 dürfte für TUI schwierig bleiben, glauben die Analysten. Die Kunden buchen kurzfristiger, zudem verlagert sich die Nachfrage vom östlichen in den westlichen Mittelmeerraum. Anfang Mai lagen die gebuchten Umsätze in Großbritannien 10 % und in Deutschland 3 % unter dem Vorjahresniveau. TUI reagiert mit einer Verringerung der Risikokapazitäten um 4 %, um Auslastung und Ertragsqualität zu sichern.
Doch inzwischen hat TUI mitgeteilt, dass die Nachfrage für die Türkei und Ägypten wieder anzieht. Vor allem Antalya habe sich erneut an die Spitze der Sommerziele geschoben, gefolgt von Mallorca sowie Kreta, Rhodos und Kos. Und auch Hurghada sei gefragt. Damit normalisiert sich das Buchungsverhalten nach der zwischenzeitlichen Verschiebung hin zum westlichen Mittelmeer, während Spanien insgesamt weiterhin das beliebteste Reiseland der TUI-Kunden ist. Rund vier Fünftel der Sommerreisen führen innerhalb Europas ans Mittelmeer oder auf die Kanaren.
Novo Nordisk: Analyst mahnt zu Vorsicht
Ohne viel Aufsehen hat die Aktie von Novo Nordisk in den vergangenen drei Monaten rund 40 % an Wert gewinnen können. Inzwischen steht die Aktie wieder bei 314 DKK bzw. 42 EUR. Dass das Wertpapier im laufenden Jahr dennoch 5 % im Minus ist, zeigt, wie stark der Abverkauf zuvor war. Grund für die jüngste Rally ist der Erfolg des Abnehmmedikaments Wegovy in Pillenform.
Analysten zeigten sich zuletzt zurückhaltend. Der Pharmakonzern wird am 5. August seine Quartalszahlen veröffentlichen. Experten erwarten eine ordentliche Entwicklung, aber eben auch nicht mehr. Bei Jefferies wurde das Kursziel zwar angehoben, allerdings nur auf 285 DKK. Damit ist der Pharmakonzern für die Analysten derzeit nur eine Halteposition. Aufgrund zahlreicher Unsicherheiten im zweiten Halbjahr glauben die Analysten nicht, dass Novo Nordisk seine Prognose für das Gesamtjahr anheben wird.
Für JPMorgan ist die Aktie von Novo Nordisk ebenfalls kein Kauf und wird mit "Neutral" eingestuft. Das Kursziel liegt bei 250 DKK.
Die Deutsche Bank wirft in ihrer jüngsten Studie einen Blick in die Zukunft und warnt. Demnach könnten die Dänen im Jahr 2031 an einer Patentklippe stehen. Denn dann würden die Patente bei Blockbustern auslaufen. Dies könnte den Konzernumsatz um Milliarden reduzieren. Daher ist die Novo-Aktie für die Analysten kein Kauf und das Kursziel liegt bei 290 DKK.
Fazit
Die jüngste Korrektur bei der Aktie von Globex Mining bietet eine interessante Einstiegschance, um risikodiversifiziert vom Rohstoffboom profitieren zu können. Novo Nordisk ist in den vergangenen Wochen sehr gut gelaufen. Vielleicht kann der im Juni gestartete Aktienrückkauf die Rally weiter antreiben. Die Entwicklung der TUI-Aktie dürfte weiterhin stark von externen Entwicklungen abhängen. Eine Sommer-Rally ist nicht auszuschließen.
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