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2021-12-15 05:00

Airbus, Kleos Space, Lufthansa - Investieren wie Elon Musk

  • Raumfahrt
Bildquelle: pixabay.com

Jeff Bezos und Elon Musk denken längst in ganz anderen Sphären, das ist hinlänglich bekannt. Doch dass die Ausflüge ins Weltall für handfeste Renditen stehen können, hat sich bislang noch nicht bis zu jedem Anleger herumgesprochen. Wir geben Einblick in einen wachsenden Markt und skizzieren drei Titel, die ihr Geld über den Wolken verdienen.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: KLEOS SPACE CDI/1/1 | AU0000015588 , AIRBUS SE /UNSP.ADRS | US0092791005 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125

Inhaltsverzeichnis:


    Airbus: Warten auf das Wasserstoff-Flugzeug

    Airbus kennen wir alle als europäische Antwort auf Boeing. Das deutsch-französische Unternehmen macht sein Geschäft zu fast 70% in der zivilen Luftfahrt. Auch Helikopter sind ein wichtiges Standbein. Im Weltall macht das Unternehmen aktuell rund 20% seiner Umsätze. Damit ist Airbus in einem spannenden Zukunftsthema bereits gut positioniert. Die Zahl der Raketenstarts steigt und immer mehr Satelliten werden in den Orbit geschossen. Das senkt die Preise für derartige Starts und macht immer neue Geschäftsideen aussichtsreich.

    Als eine Art Grundversorger rund um Luft- und Raumfahrt dürfte auch Airbus profitieren. In den vergangenen Monaten krempelte das Unternehmen seine Bereiche Raumfahrt und Helikopter um und machte sie zukunftsfähig. Derartige Maßnahmen kommen am Markt immer besonders gut an, wenn sie initiiert werden, bevor eine Sparte richtig schlechte Zahlen liefert oder bevor ein neuer Markt Fahrt aufnimmt. Bei Airbus hat das Timing diesbezüglich gestimmt. Die Aktie profitiert zwar von vollen Auftragsbüchern, doch wird aus Airbus kein Wachstumswert mehr. Eine Dividende gibt es nicht und wie es mit der zivilen Luftfahrt weiter geht, steht auch in den Sternen. Immerhin hat Airbus bereits Pläne für ein Wasserstoff-Flugzeug. Bis das aber in der Luft ist, dauert es noch einige Zeit.

    Kleos Space: Skalierbares Geschäftsmodell mit Daten aus dem All

    Bereits im Orbit sind die Satelliten des europäisch-australischen Unternehmens Kleos Space. Die Visionäre haben bislang bereits zwei Mal Erdtrabanten in die Umlaufbahn geschossen. Das Geschäftsmodell: Die Satelliten überwachen Funkaktivität auf der Erde und senden die Daten an eine KI, die diese auswertet. Die so aufbereiteten Daten sollen vor allem die abgelegenen Regionen dieser Welt sicherer machen. Konkret geht es etwa um die Überwachung von Piraten-Aktivitäten oder auch um die Abwehr von Schleppern und Schmugglern. Die potenziellen Kunden von Kleos Space sind Reedereien, aber auch Geheimdienste, Grenzschützer oder Militärs. Da die Preise für Raketenstarts und den Transport immer weiter sinken und Kleos Space die Daten nur einmal erheben muss, um anschließend die Lizenzen mehrfach zu verkaufen, könnte auch die Aktie vielversprechend sein.

    Vor einigen Monaten gab Kleos-CEO Andy Bowyer ein Interview und ging dabei auf die Attraktivität des Abo-Modells ein. „Aktuell entwickeln wir unser Angebot weiter und wollen den Anforderungen von NATO, der Geheimdienstallianz Five Eyes der Europäischen Kommission und anderen wichtigen Institutionen gerecht werden. Unser Angebot deckt die Bereiche Verteidigung und Sicherheit ebenso ab, wie Regulierung und Umweltschutz oder auch den Handel. Wir sind überzeugt davon, mit unserem Angebot viele potenzielle Kunden ansprechen zu können", so der Unternehmenslenker der betont, dass man längst mit potenziellen Kunden zusammenarbeite und durchweg positives Feedback erhalten habe. Im Januar 2022 soll der dritte Satelliten-Cluster starten. Damit steigt auch die Daten-Qualität für potenzielle Kunden. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten leicht konsolidiert, zeigt aber dennoch relative Stärke. Wen das Geschäftsmodell interessiert, der kann sich in Ruhe mit dem Wert auseinandersetzen.

    Lufthansa: Der Kranich wird gerupft

    Bei der Aktie der Lufthansa könnten Anleger den Eindruck gewinnen, dass sie immer günstiger wird, je länger man sie beobachtet. Der Wert konnte im ersten Jahr der Pandemie nur dank Staatshilfen überleben und weist auch heute noch eine hohe Schuldenquote auf. Wie es mit der zivilen Luftfahrt weitergeht, steht in den Sternen. Zwar dürften sich viele Menschen freuen, wenn sie Familie oder Geschäftspartner bald wieder von Angesicht zu Angesicht sehen können, doch ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Pandemie die Dinge drastisch verändert hat. Oft liegt die kurze Konferenz auf Zoom doch näher als der Halbtags-Trip nach Berlin oder London. Das dürfte auch die Lufthansa zu spüren bekommen. Auch die vielen Schulden dürften die Zahlen der Lufthansa noch lange belasten. Dass es hier auch keine Dividenden zu holen gibt, liegt auf der Hand. Von den drei Aktien, die ihr Geld über den Wolken verdienen, ist die Lufthansa mit Abstand die am wenigsten vielversprechende.


    Airbus scheint mit der langfristigen Perspektive auf ein Wasserstoff-Flugzeug sowie dem Engagement im Weltall und in der Rüstung gut aufgestellt zu sein. Dynamik dürfte der Konzern aber nicht versprühen – zu schwer wiegt die Unsicherheit rund um die zivile Luftfahrt. Ganz anders sieht es dagegen bei Kleos Space aus. Das Geschäftsmodell ist nahezu konkurrenzlos und falls es gelingt, eine kritische Anzahl Kunden zu überzeugen, kann Kleos Space das Geschäft mit Daten-Abos skalieren. Die Aktie ist spekulativ, aber alles andere als uninteressant.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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