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28.10.2021 | 05:00

BASF, Memiontec, JinkoSolar: Satte Renditen mit grünen Aktien

  • Regenerative Energie
Bildquelle: pixabay.com

Chemie ist alles. Nicht erst seit dem Bestseller „Komisch, alles chemisch!" von Wissenschaftlerin und YouTuberin Mai Thi Nguyen-Kim ist bekannt, wie umfassend Chemie unsere Welt erklären kann. Auch wenn es um Zukunftstechnologie geht, ist eine Menge Chemie im Spiel – so etwa bei Filteranlagen für Wasser oder Solarpanelen. Wir stellen drei Aktien vor und schätzen die Werte ein. Los geht's mit einem der bekanntesten Chemie-Werte überhaupt, später folgen kleinere Werte mit nicht minder interessanten Geschäftsmodellen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: Memiontec Holdings Limited | SGXE56008290 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007

Inhaltsverzeichnis:


    BASF: Steigende Prognosen, dümpelnde Aktie

    Die BASF ist etwas konservativ ins Jahr gestartet und hielt mit spektakulären Prognosen hinterm Berg. Doch der Markt traute den konservativen Kurpfälzern nicht und schickte die Aktie schon im vergangenen Herbst deutlich nach oben. Bis zum Ende des ersten Quartals 2021 legte die Aktie fast eine Rendite von 50% aufs-Parkett – zurecht, wie sich im Nachhinein herausstellte. Zum dritten Mal in Folge erhöhte der Chemie-Riese aus Ludwigshafen seine Prognose. 2021 erwartet BASF inzwischen einen Umsatz zwischen 76 und 78 Mrd. EUR , der Gewinn soll vor Sonderzuflüssen zwischen 7,5 und 8 Mrd. EUR betragen.

    BASF rechnet auch weiter mit einem guten Geschäft mit Basischemikalien und auch mit Kunststoffen. Anderswo warnt das Unternehmen vor den Folgen von Lieferengpässen. Diese Sorgen dürften aktuell auch den Kurs lähmen. Trotz der dreifachen Prognoseanhebung und einer inzwischen stattlichen Dividende von rund 5% kommt der Kurs nicht so wirklich in die Gänge. BASF ist gering bewertet, nimmt aber trotzdem keine Fahrt auf. Hier fehlen die Katalysatoren. Dann kann die Aktie aber ein langfristig überaus solides Papier werden.

    Memiontec: Sauberes Wasser für Asien – der Geheimtipp

    In diesem Jahr ist die Aktie von Memiontec bereits angesprungen. Der Spezialist für Wasser-Aufbereitung in Asien bietet Komplettlösungen für das Wassermanagement. Dabei geht es neben sauberem Wasser auch um Abwasser. Konkret ist Memiontec in Singapur, China und Indonesien tätig und deckt damit drei spannende Märkte ab. Das Bevölkerungswachstum in Asien und der Trend zur Urbanisierung stellen wachsende Anforderungen an Trinkwasser. Aufgrund der mehr als 20-jährigen Erfahrung Memiontecs im Bereich der Wasseraufbereitung und auch in der Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, kann das Unternehmen von den Großtrends in Asien profitieren.

    Konkret verdient Memiontec einerseits am Vertrieb von gereinigtem Wasser und andererseits mittels Service- und Betriebsleistungen rund um die Wasser-Infrastruktur. Da Verträge rund um die Wasserversorgung in der Regel sehr langfristig ausgerichtet sind – Laufzeiten von bis zu 25 Jahren sind keine Seltenheit sondern eher die Regel – sichert sich Memiontec regelmäßige Erträge. Die Aktie von Memiontec ist damit ein spannendes Infrastruktur-Investment in Asien. Nach dem Anstieg der Aktie im Sommer konnte sich der Wert bislang sehr stabil halten. Diese relative Stärke könnte den Boden für weitere Anstiege bereiten. Memiontec ist zwar ein Nischen-Investment, die Perspektive in Asien rund um Lösungen für die Wasserwirtschaft ist aber vielversprechend.

    JinkoSolar: Energieknappheit als Kurstreiber

    Als vielversprechend gelten auch die Lösungen von JinkoSolar. Das Unternehmen ist rund um Solarmodule weltweit Spitze und punktet sowohl mit der Leistung seiner Module als auch mit deren Haltbarkeit. So aufgestellt, greifen auch Anleger gerne bei JinkoSolar zu. Zuletzt war die Aktie Spielball zweier Entwicklungen in China: Zunächst litt der Wert ein wenig unter der China-Angst, die rund um Interventionen der Zentralregierung und auch wegen der Schieflage der Immobilien-Gesellschaft China Evergrande grassierte. Dann aber dominierte die Energieknappheit die Titelseiten: Chinesische Industrieunternehmen müssen teils sogar die Bänder anhalten, was den stotternden Lieferketten nicht gerade zugute kommt. Als Reaktion will China die Erneuerbare Energie ausbauen. Diese Nachricht brachte der Aktie von JinkoSolar den Befreiungsschlag – auf Sicht von einem Monat kletterte der Wert um rund 28%.

    Langfristig ist die jüngste Entwicklung aber bestenfalls ein Strohfeuer – erst ab Kursen jenseits der Marke von 52,50 EUR im deutschen Handel kommt die Aktie auch wieder langfristig in ein freundliches Fahrwasser. Die Aktie ist aber eine gute Wahl wenn es darum geht, in regenerative Energie zu investieren. Als Hersteller von Weltformat dürfte JinkoSolar einer der großen Profiteure der Klimawende sein.


    Während die Aktie von JinkoSolar auf Sicht von drei Jahren schon rund 600% zugelegt hat, hat Memiontec noch keine derart spektakuläre Entwicklung hinter sich. Der Anstieg im Sommer dieses Jahres dürfte aber Anleger auf den Wert aufmerksam gemacht haben. Konsolidiert der Wert weiter auf diesem Niveau, könnte die Aktie schon bald erneut Schub erhalten. Spekulativ bleibt der Wert aber dennoch. Eine sichere Sache ist dagegen BASF, hier fehlen allerdings aktuell die Impulse für einen weiteren Anstieg.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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