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30.06.2021 | 05:00

BP, NewPeak Metals, Nordex: Drei Aktien mit Energie

  • Energie
Bildquelle: NewPeak Metals

Die Energiewende bietet große Chancen – so liest man in vielen Medien. Tatsächlich hat regenerative Energie einen großen Reiz – sie kommt ohne CO2-Emissionen aus. Doch ganz stimmt das nicht. Bei der Herstellung von Solarpanels oder auch Windrädern werden Rohstoffe benötigt. Erst wenn auch diese klimaneutral gefördert werden, sind auch regenerative Energiequellen wirklich nachhaltig. Zugleich nehmen Öl und Gas noch immer eine bedeutende Rolle im Energie-Mix ein. Wir skizzieren drei Unternehmen rund um diesen Themenkomplex und klopfen auch Investment-Chancen ab.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Nico Popp
ISIN: NEWPEAK METALS | AU0000104374 , BP PLC DL-_25 | GB0007980591 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554



 

Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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BP: Ein paar Windräder für ein gutes Gewissen

Vor rund einem Monat entschied ein Gericht in Den Haag, dass Royal Dutch Shell seinen CO2-Ausstoß bereits bis 2030 und 45% verringern muss. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, das Verfahren in Berufung. Trotzdem sind die Schockwellen heftig und haben auch andere Unternehmen, wie etwa BP erfasst. Bei BP kommt hinzu, dass das Unternehmen bereits 2020 einen um mehr als 30% geringeren Umsatz gemacht hat. Das operative Ergebnis sank um 5,7 Mrd. USD. BP sorgte vor mehr als 10 Jahren durch die Havarie der Bohrinsel Deepwater Horizon für einen handfesten Umwelt-Skandal. Auch heute muss BP dafür noch zahlen. Aktuell sind es immerhin noch 1,6 Mrd. USD jährlich.

BP arbeitet zwar an einem nachhaltigen Image und baut etwa einen Offshore-Windpark vor Großbritannien. In Deutschland will das Tochter-Unternehmen Aral an 120 Tankstellen 500 Schnellladepunkte für E-Autos bauen. Zwar liegt die Dividendenrendite bei rund 5%, doch zeigt das nur, dass der Kurs seit Monaten unter Druck ist – in einem Jahr hat die Aktie gerade mal eine Rendite von 3,4% geschafft. Für Ölmultis ist das Umfeld an der Börse aktuell eher schlecht.

NewPeak Metals: Viele Projekte + spannende Öl-Beteiligung

Eine andere Situation weist aktuell NewPeak Metals auf. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, verschiedene Projekte im Frühstadium mit geringen Investitionen voranzubringen. Dazu gehören zwei Goldprojekte in Argentinien, sowie Liegenschaften in Neuseeland, Finnland und Schweden. In Neuseeland hat NewPeak Metals auch Silber, Blei und Zink entdeckt. „Was alle unsere Projekte auszeichnet, ist, dass wir mit relativ geringem Aufwand erhebliche Erträge erzielen können. Wir geben pro Projekt etwa 1 Mio. AUD aus und bohren zwischen 2.000 und 3.000m. Wenn solche Bohrprogramme gut durchdacht und zielgerichtet sind, lässt sich viel über das Potenzial eines Projekts ableiten. Und genau das ist die Chance für Investoren: Wir können mit wenigen Mitteln viel erreichen", bringt CEO David Mason die Strategie des Unternehmens in einem Interview auf den Punkt.

Neben den Rohstoffprojekten hat NewPeak noch eine spannende Öl-Beteiligung im Portfolio. Das Unternehmen hält rund 30% an Lakes Blue Energy, einem Gas-Unternehmen aus Australien. Ab Juli endet das von der australischen Regierung verhängte Moratorium zum Stopp der Onshore-Exploration von Gas im australischen Bundesstaat Victoria. Die Aktie von Lakes Blue Energy wurde viele Monate nicht gehandelt. Da die Energiepreise heute auf einem ganz anderen Niveau sind als damals, könnte das Aktienpaket des Unternehmens auch den Aktionären von NewPeak Metals viel Freude bereiten. Die Kombination aus zahlreichen Projekten und der Sondersituation rund um Lakes Blue Energy macht die Aktie spannend. Anleger sollten den Smallcap in den nächsten Tagen und Wochen auf dem Schirm haben.

Nordex: Woher weht der Wind?

Ein ehemaliger deutscher Anleger-Liebling ist die Aktie von Nordex. Doch der Wind bläst längst aus einer anderen Richtung: Was vor zehn Jahren schwer angesagt war, fristet heute eher ein Schattendasein. Das hat auch gute Gründe: 2020 machte Nordex rund 130 Mio. EUR Verlust , konnte aber zugleich die Umsätze um mehr als 40% steigern. Ende 2020 kamen viele neue Aufträge hinzu, sodass der Start ins laufende Jahr gelungen ist. Auch konnte Nordex seine Marge stabilisieren, was an einer profitableren Plattform für neue Windkraftanlagen liegt.

Die Aktie nimmt aktuell wieder Fahrt auf und nimmt Kurs auf das Hoch von Anfang April bei über 28 EUR. Der Kursverlauf der vergangenen Wochen hat aber gezeigt, dass es für den Wert schwer werden könnte, auf neue Kursniveaus vorzudringen. Trotz der noch 2020 schwachen Zahlen hat die Aktie aber Momentum aufgenommen und auch der Zeitgeist scheint für Nordex zu sprechen. Anleger müssen allerdings mit erhöhter Volatilität rechnen. Ein Selbstläufer ist Nordex nicht.


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