13.03.2026 | 04:30
Fast 50 % Kurspotenzial! Rheinmetall, Renk, Standard Uranium
Hier ergeben sich Kaufchancen. Analysten sehen bei Renk nach den verhaltenen Reaktionen auf die Jahreszahlen eine Kaufgelegenheit. Demnach sind bei der Aktie fast 50 % Kursplus möglich, aber es gibt auch warnende Stimmen. Auch Rheinmetall konnte mit den Zahlen für 2025 und dem Ausblick die Börse nicht überzeugen. Mit Blick auf die Bewertungen erwarten Anleger mehr. Dagegen scheinen sich bei Uran-Aktien Kaufchancen zu ergeben. Dank des KI-Booms sind die Branchengrößen wie Cameco stark gelaufen. Nachholpotenzial haben Explorer. Eine risikodiversifizierte Strategie fährt Standard Uranium. Das Unternehmen erkundet eine Vielzahl an Projekten in Nachbarschaft von Fission Uranium, NexGen Energy und F3 Uranium. Im laufenden Monat beginnt ein Bohrprogramm, das eine Neubewertung der Aktie einleiten könnte.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
RENK AG O.N. | DE000RENK730 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , STANDARD URANIUM LTD. | CA85422Q1037
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Standard Uranium arbeitet an der Neubewertung
Eine spannende Investmentchance ergibt sich derzeit im Uranbereich. Angetrieben vom Bedarf an Energie für KI-Datenzentren werden Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängert, alte Reaktoren reaktiviert und neue geplant. Insbesondere die USA geben in diesem Bereich Vollgas. Entsprechend dürfte die Uran-Nachfrage steigen – und das über Jahrzehnte hinweg. Beispielsweise erwartet die World Nuclear Association (WNA), dass sich der Reaktorbedarf von 68.920 tU in 2025 bis 2040 auf rund 150.000 tU mehr als verdoppeln wird. In optimistischen Szenarien könnten es sogar mehr als 200.000 tU sein. Die Experten sehen nicht nur die USA als Treiber. Auch in Asien gebe es zahlreiche Neubauten und Laufzeitverlängerungen. Da überrascht es nicht, dass Uran-Aktien wie Cameco den Gesamtmarkt outperformen. Nach einer 176-%-Rally in den vergangenen 12 Monaten bringt der Konzern inzwischen allerdings 50 Mrd. USD auf die Börsenwaage. Da erscheinen Uran-Explorer verlockender. Ein spannendes Unternehmen aus dem Bereich ist Standard Uranium.
Die Kanadier sind im für seine Uran-Vorkommen bekannte Athabasca-Becken aktiv. Dabei setzt man nicht auf ein oder zwei Projekte, sondern diversifiziert Risiken. Standard Uranium verfügt über 13 hochwertige Uranexplorationsprojekte mit 57 Mineralkonzessionen und einer Gesamtfläche von mehr als 95.375 Hektar. Zu den Nachbarn gehören Fission Uranium, NexGen Energy und F3 Uranium. Bei den Projekten bindet man oft Joint-Venture-Partner ein, um Risiko und Kapitalintensität zu reduzieren.
Die zahlreichen Projekte ermöglichen dem Unternehmen einen regelmäßigen Newsflow. Zuletzt hat es Positives zum Rocas-Uran-Projekt gegeben. So wurde dort in 2025 nicht nur die Uranhaltigkeit der Oberfläche bestätigt, sondern zugleich auch beachtliche Seltene-Erden-Mineralisierungen nachgewiesen. Damit gewinnt das Projekt zusätzlich an strategischem Wert.
Im Mittelpunkt stehen mehrere Proben, die anomale bis teils sehr starke Uranwerte bestätigten. Hinzu kommt eine neu identifizierte Pegmatit-Zone, in der hohe Gehalte an Seltenen Erden gemessen wurden.
Noch im laufenden Monat soll das erste Diamantbohrprogramm auf Rocas anlaufen. Gelingt es, die geologischen Hinweise dort zu bestätigen, könnte das Rocas-Projekt schnell in eine neue Bewertungsdimension vorstoßen. Für eine Explorationsgesellschaft ist genau das der Moment, auf den der Markt schaut und der eine Neubewertung der Aktie einläuten könnte. Derzeit liegt die Marktkapitalisierung bei überschaubaren 16 Mio. CAD.
https://youtu.be/DQNlcwfJV1k?si=0xoEO2WFP1rim52j
Rheinmetall: Ordentliche Zahlen, aber ...
Während bei Uran-Aktien wie Standard Uranium derzeit wenig Kurseuphorie herrscht und sich damit eine Kaufchance bietet, scheint bei Rüstungsaktien derzeit die Luft raus zu sein. Über 8 % ging es für die Rheinmetall-Aktie am Mittwoch in den Keller. Damit liegt das Wertpapier des größten deutschen Rüstungsunternehmens auf Jahressicht inzwischen 5 % im Minus. Der jüngste Abverkauf war eine Reaktion auf die Zahlen für 2025.
Dabei konnte sich das Umsatzwachstum von 29 % auf 9,9 Mrd. EUR durchaus sehen lassen. Für einen Hersteller komplexer Militärtechnik durchaus ordentlich. Das operative Konzernergebnis konnte Rheinmetall um 33 % auf 1,8 Mrd. EUR steigern. Die operative Marge im Konzern legte leicht von 18,0 % auf 18,5 % zu. Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten stieg deutlich von 17,19 EUR auf 22,73 EUR. Ein Blick auf den Aktienkurs von über 1.500 EUR zeigt, dass die Aktie nicht günstig ist. Zudem kündigte Rheinmetall an, die Dividende von 8,10 EUR auf 11,50 EUR je Aktie anzuheben. Damit schüttet man 45,5 % des Gewinns aus (Vorjahr: 41,8 %).
Für weiteres Wachstum gibt es bei Rheinmetall bereits eine starke Basis. So lag der Order-Backlog (Auftragsbestand und Rahmenverträge) Ende 2025 bei 63,8 Mrd. EUR und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 46,9 Mrd. EUR. Den Umsatz will Rheinmetall im laufenden Jahr um 40 % bis 45 % auf bis zu 14,5 Mrd. EUR steigern. Dabei sind Übernahmen berücksichtigt. Organisch will der Rüstungskonzern immerhin um 28 % bis 31 % wachsen. Die operative Marge soll leicht auf 19 % zulegen.
Die Reaktion der Aktie zeigt, dass Anleger und Analysten mehr erwartet hatten. Die Entwicklung ist stark, aber mit Blick auf den hohen Aktienkurs wird dies eben auch erwartet.
Renk: Jetzt kaufen?
Auch bei Renk waren die Reaktionen auf die Zahlen in der vergangenen Woche eher enttäuschend. Die Aktie notiert derzeit zwischen 54 EUR und 55 EUR und damit auf dem Niveau von Mai 2025.
Doch die aktuelle Kursschwäche beim Spezialisten für Panzer-Getriebe könnte auch eine Chance sein. Dies sieht beispielsweise Berenberg so. Das aktuelle Niveau biete eine Gelegenheit, sich die Aktie ins Depot zu legen. Die Analysten erwarten, dass Renk im laufenden Jahr Großaufträge für Militärfahrzeuge aus Deutschland und weiteren Ländern an Land ziehen wird. Daher sei die Aktie im Peer-Group-Vergleich zu günstig. Sie sehen den fairen Wert der Renk-Aktie bei 76 EUR und empfehlen sie zum Kauf.
Nicht so optimistisch ist mwb research. Das Unternehmen habe seine Prognose für 2025 erfüllt, den Auftragseingang auf einen Rekordbestand gesteigert und sei grundsätzlich auf Kurs in Richtung der 2030-Ziele. Allerdings warnt mwb, dass der für 2026 in Aussicht gestellte Auftragseingang leicht unter den Markterwartungen liege. Zudem seien die Konsens-Erwartungen bis 2030 ambitioniert. Risiken wie Exportbeschränkungen, Produktmix und die stärkere Verlagerung hin zu anderen Verteidigungsplattformen – damit sind wohl beispielsweise Drohnen gemeint – könnten belasten. Die mwb-Analysten sehen die Renk-Aktie auf dem aktuellen Niveau fair bewertet.
Fazit
Mit einer Marktkapitalisierung von 16 Mio. CAD hat Standard Uranium Kurspotenzial. Das im März beginnende Bohrprogramm hat sogar das Potenzial, eine Neubewertung des Unternehmens auszulösen. Die Bewertung ist bei Rheinmetall und Renk derzeit das Problem. Die operative Entwicklung ist ordentlich, aber eben auch schon im Kurs eingepreist. Für eine nachhaltige Kurssteigerung muss mehr kommen.
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