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2022-01-03 05:00:00

Highflyer des Jahres gesucht: Alibaba, Osino Resources, Steinhoff

  • 2022
Bildquelle: pixabay.com

Die Zeit zwischen den Jahren hat einen besonderen Zauber inne: Wir kommen zur Ruhe und finden nach entspannten Tagen mit der Familie auch die Muße, strategische Überlegungen rund um Lebensplanung und Geldanlage anzustellen. Doch wie setzt man die Gedanken erfolgreich in die Tat um? Wir stellen drei Aktien vor, die Anleger mit Blick auf 2022 im Fokus haben könnten und diskutieren, ob ein Investments eher eine gute oder eine schlechte Idee ist.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: OSINO RESOURCES CORP. ON | CA68828L1004 , STEINHOFF INT.HLDG.EO-_50 | NL0011375019 , ALIBABA HLTH INFO.T.HD-01 | BMG0171K1018

Inhaltsverzeichnis:


    Alibaba und der Kampf mit Peking

    Die Aktie von Alibaba galt lange als Geheimtipp und sichere Bank zugleich. Der Handelsgigant galt als chinesisches Amazon und profitierte so vom riesigen Markt in Asien und der chinesischen Aufgeschlossenheit gegenüber digitalen Lösungen. Doch schon 2020 wurde das Bild erstmals getrübt. Der chinesische Staat torpedierte den Börsengang von Alibaba-Tochter Ant Group. 2021 folgten dann weitere Repressionen des chinesischen Staats gegen seine Internetkonzerne sowie die Beinahe-Pleite des Immobilienentwicklers Evergrande. Vor allem die Muskelspiele Pekings irritieren immer mehr Anleger. Verbot man 2021 noch den übermäßigen Konsum von Videospielen, so sind es zum Jahreswechsel Tattoos: Wer künftig für China Fußball spielen will, darf nicht tätowiert sein. Wer bereits das eine oder andere Kunstwerk auf der Haut trägt, muss dieses entfernen lassen. Diese neue Vorschrift hat zwar auf den ersten Blick wenig mit Investment-Entscheidungen zu tun, doch zeigt sie ziemlich eindeutig, dass das Pendel in China inzwischen nicht mehr in Richtung Freiheit, sondern in Richtung Autokratie umschlägt.

    Die Aktie von Alibaba konnte vor dem Jahreswechsel zunächst deutlich zulegen, inzwischen geht dem Wert aber wieder die Luft aus. Auf Sicht von einem Jahr hat die Aktie satte 49% verloren. Auch langfristig sind die Gewinne mit 35% auf fünf Jahre eher überschaubar. Aktuell sieht es zwar so aus, als könnte die Aktie über der Marke von 110 USD einen Boden ausbilden , doch ist nicht ausgeschlossen, dass es die Machthaber in Peking Unternehmen wie Alibaba auch weiter schwer machen. Eine sichere Bank ist der Wert nicht, im Hinterkopf können Anleger die Aktie aber behalten.

    Osino Resources: Für 2022 gerüstet

    Wer sich mit Investments in Gold auseinandersetzt und aussichtsreiche Projekte im Blick hat, dürfte die Aktie von Osino Resources bereits im Hinterkopf haben. Osino Resources agiert in Namibia, im Süden Afrikas. Das Team rund um CEO Heye Daun hat bereits in der Vergangenheit ein Gold-Projekt in Namibia erfolgreich verkauft. Daun sieht zwischen Otjikoto, das inzwischen für B2Gold erfolgreich fördert und Twin Hills einige Parallelen, wie er vor einigen Monaten im Interview verriet: „Beide Projekte liegen im selben geologischen Gürtel und verfügen über eine sehr ähnliche geologische Struktur. Die Größe ist nahezu identisch und die Infrastruktur ebenso. Unterschiede liegen Stand heute noch in geringeren Goldgehalten und einer niedrigeren Gewinnungsrate bei Twin Hills. Diese Faktoren wollen wir aber mit dem geplanten Bohrprogramm positiv beeinflussen", so Daun damals.

    Inzwischen hat das Unternehmen Bohrergebnisse veröffentlicht und dabei unter anderem 257m mit 0,73 g/t Gold erbohrt. Allein der Umfang des Bohrprogramms von rund 116.000 Metern zeigt, in welcher Liga Osino Resources spielen will. Da man zudem mit Investoren wie Ross Beaty verlässliche Anker-Aktionäre hat, kann das Team rund um Daun Schritt für Schritt die Machbarkeit des Twin-Hills-Projekts darlegen. Die Aktie handelt aktuell unter 0,80 EUR und ist immer wieder für Sprünge über die Euro-Marke gut. Inflation und stotternde Lieferketten könnten das Anlage-Umfeld für Gold 2022 positiv beeinflussen. Osino Resources ist eine Überlegung wert.

    Steinhoff: Was jetzt passieren muss

    Ob die Aktie von Steinhoff jetzt noch eine Überlegung wert ist, dürften sich aktuell viele Investoren stellen. Der Möbel-Konzern, die nach einem Bilanz-Skandal jahrelang mit Gläubigern prozessierte, verglich sich vor dem Jahreswechsel. Die Aktie preschte daraufhin wie befreit nach oben. Inzwischen bröckelt der Kurs aber wieder. Jetzt macht sich bemerkbar, was bei Investment-Storys wie der von Steinhoff regelmäßig zu beobachten ist: Ist das Ereignis, auf das alle Anleger über Monate oder gar Jahre hin gefiebert haben, eingetreten, macht sich Leere breit. Diese Leere muss Steinhoff jetzt mit Perspektive füllen. Inwiefern das in Zeiten stotternder Lieferketten und mit einem Geschäftsmodell rund um Möbel, das alles andere als „sexy" ist, gelingen kann, muss sich zeigen. Steinhoff war zwar einer der Gewinner des Jahres 2021, die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch, dass sich das 2022 nicht wiederholt.


    Während bei Aktien wie Steinhoff die Luft raus zu sein scheint, ist Alibaba von gleich mehreren Großtrends getrieben, die sich nicht so schnell stoppen lassen: Die Digitalisierung und auch der Aufstieg Asiens lassen sich nicht umkehren. Richtig ist aber auch, dass die Zentralregierung in Peking die Macht hat, jeden Großkonzern in die Schranken zu weisen. Das dürfte den Kurs auch weiter belasten. Je stärker politische Repression und auch Krisen zum Tragen kommen, desto interessanter wird Gold. Osino Resources scheint aussichtsreich positioniert zu sein, um von der nächsten Aufwärtsbewegung des Edelmetalls überproportional zu profitieren.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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