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20.03.2024 | 05:05

KAUFCHANCE bei HelloFresh und Plug Power? Wann platzt bei der dynaCERT Aktie der Knoten?

  • Technologie
  • Wasserstoff
  • Energiewende
Bildquelle: HelloFresh SE

Die Aktie von HelloFresh hat 2024 bereits über 50 % an Wert verloren. Eigentlich Zeit für eine Gegenbewegung, aber davon fehlt derzeit jede Spur. Ein Analyst traut der Aktie fast 100 % Kurssteigerung zu. Doch damit steht er ziemlich alleine da. Auch bei Plug Power gibt es derzeit wenige Optimisten. Und ab morgen wird der Weg zur Gewinnzone für den Wasserstoff-Spezialisten wieder ein Stück weiter. Dagegen überzeugt dynaCERT seit Monaten mit relativer Stärke. Der Auftragseingang ist ordentlich und ein Ereignis sollte dafür sorgen, dass der Knoten bei der Aktie platzt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 , HELLOFRESH SE INH O.N. | DE000A161408 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT: Wann platzt der Knoten?

    Während es bei den meisten Wasserstoff-Aktien in den vergangenen Monaten kräftig nach unten ging, hat das Wertpapier von dynaCERT Stärke gezeigt. Bei 0,10 EUR verläuft seit gut einem Jahr ein solider Boden. Denn während bei Nel & Co. schon länger der Auftragseingang stockt, konnte dynaCERT kontinuierlich neue Orders vermelden. Warum die Aktie bisher nicht durchstarten konnte, liegt wohl zum einem an dem negativen Branchensentiment – komplett abkoppeln kann sich der Newcomer dann halt doch nicht. Zum anderen warten Anleger auf die Zertifizierung der dynaCERT-Produktpalette durch VERRA. Das Unternehmen hat den weltweit führenden Qualitätsstandard für CO2-Zertifikate entwickelt. dynaCERT braucht die VERRA-Zertifizierung, um mit dem Zertifikatehandel einen neuen starken Geschäftsbereich aufbauen zu können.

    Kerngeschäft des Unternehmens ist die HydraGEN™-Technologie. Mit dem patentierten System können konventionelle Dieselmotoren nachgerüstet werden, um Verbrauch und Schadstoffausstoß zu reduzieren. Nachdem sich die Entwicklung in der Corona-Zeit verzögerte, konnten im vergangenen Jahr mehrere hundert Bestellungen verzeichnet werden. Mit der VERRA-Zertifizierung würde das Geschäft voraussichtlich nochmals einen großen Schub bekommen.

    Denn die CO2-Einsparungen durch den Einsatz von HydraGEN™-Systemen könnten in CO2-Zertifikate umgewandelt und diese dann verkauft werden. Die Einnahmen daraus würden zwischen dynaCERT und den Kunden aufgeteilt werden. Tesla ist wohl das prominenteste Beispiel dafür, wie hoch die Einnahmen aus dem Verkauf der Zertifikate sein können. Immerhin war der Bereich über mehrere Jahre die Haupteinnahmequelle des Konzerns von Elon Musk.

    Plug Power: Zinsaufwand steigt

    Für das schlechte Sentiment im Wasserstoffsektor sorgt seit Monaten unter anderem Plug Power. Dem Wasserstoff-Pureplay ist es bisher nicht gelungen, ein profitables Geschäftsmodell aufzubauen und zuletzt schwächelte auch noch der Auftragseingang. Die finanziellen Probleme des US-Unternehmens sind groß und werden mit der jüngsten Umschuldung nicht kleiner. Denn morgen soll die Umschuldung der eigentlich 2025 fälligen Wandelanleihe mit einem Kupon von 3,75 % p. a. erfolgen. Dann wird die Wandelanleihe mit einem Volumen von rund 139 Mio. USD in eine neue Wandelanleihe mit einem Kupon von 7 % p. a. getauscht. Die Fälligkeit wird um ein Jahr auf 2026 geschoben. Dann kann der Umtausch in Plug Power Aktien zu einem Kurs von 4,25 USD erfolgen. Derzeit notiert die Aktie bei 3,25 USD.

    Plug Power wird also erst mal fast doppelt so hohe Zinsen zahlen müssen. Dies wird das Erreichen der Gewinnzone weiter erschweren. Wobei der Break-even sowieso nicht vor 2026 zu erwarten ist.

    HelloFresh: Aktie fällt und fällt

    Anfang März hat HelloFresh seine Aktionäre mit seinen Quartalszahlen geschockt. Als Reaktion sackte die Aktie von knapp unter 12 EUR auf unter 7 EUR ab. Davon hat sich der DAX-Wert bisher nicht erholt. Eine Gegenbewegung ist ausgeblieben und Analysten sind insgesamt zurückhaltend. Bis gestern gehörte Barclays noch zum Lager der Bullen. Doch dann wurde das "Overweight" in "Equalweight" geändert und das Kursziel von 12 EUR auf 7,60 EUR reduziert. Bereits direkt nach den Quartalszahlen hatten die Analysten das Kursziel von 28 EUR auf 12 EUR rasiert. Ihnen bereitet die Geschäftsentwicklung von HelloFresh in den USA Sorgen. Damit empfehlen nur noch J.P. Morgan und Berenberg die Aktie von HelloFresh zum Kauf. Die Kursziele wurden allerdings auch hier deutlich reduziert und zwar bei J.P. Morgan von 18 EUR auf 9 EUR und bei Berenberg von 31 EUR auf 9,50 EUR.

    Zu den HelloFresh-Bären gehören Bernstein Research, die UBS und die DZ Bank. Das niedrigste Kursziel hat Bernstein mit 5,30 EUR. Die Analysten halten die durchschnittlichen Gewinnerwartungen für das laufende Jahr für zu hoch.


    Wasserstoff ist eine Technologie mit Zukunft. Doch bei der Auswahl der Aktien aus diesem Sektor müssen Anleger genau hinsehen. Plug Power gehört zu den Marktführern, aber auf ein profitables Geschäftsmodell warten Anleger schon viele Jahre. dynaCERT steht noch am Anfang und auch bei den Kanadiern lief in der Vergangenheit nicht alles reibungslos, aber in 2023 hat man große Fortschritte gemacht und mit der VERRA-Zertifizierung könnte dann auch bei der Aktie endlich der Knoten platzen. Bei HelloFresh ist mit den jüngsten Zahlen viel Vertrauen verloren gegangen. Es ist bezeichnend, dass es bei der Aktie bisher keine Gegenbewegung gegeben hat.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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