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24.03.2026 | 05:15

Kritischer Rohstoff für Munition: Antimony Resources vor Meilenstein – und dann Einstieg der US-Regierung?

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Bildquelle: KI

Rohstoffe werden immer mehr zum kritischen Faktor bei der Munitionsproduktion. Neben Wolfram gehört Antimon dazu. Bei Flammschutzmitteln, Batterien, Legierungen, Elektronik und eben Munition ist das weitgehend unbekannte Mineral kritisch. Gleichzeitig sind die USA zu 100 % auf Importe angewiesen. Antimony Resources entwickelt eines der wahrscheinlich interessantesten Vorkommen in Nordamerika. Eine Ressourcenschätzung soll bis Juni veröffentlicht werden. Dann könnte sogar der Einstieg der US-Regierung erfolgen. Dies ist Spekulation, aber Beispiele, dass die Trump-Regierung zur Sicherung kritischer Rohstoffe so konsequent vorgeht, gibt es seit dem vergangenen Jahr bereits.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF

Inhaltsverzeichnis:


    Munition: "Reuters" berichtet von Rohstoffknappheit

    Antimon ist für viele Industrien ein kritischer Rohstoff – etwa für Flammschutzmittel, Batterien, Legierungen und Elektronik. Der aktuelle Trigger für die Branche liegt jedoch klar im Rüstungssektor und insbesondere bei Munition.

    Am Wochenende hat sich das Bild einer zunehmenden Munitionsknappheit im Zuge des Iran-Kriegs weiter verdichtet. Während die USA und Israel ihren hohen Munitionsverbrauch in der Luftabwehr und bei Angriffen fortsetzen, berichtete "Reuters", dass insbesondere die Bestände an Wolfram – einem Schlüsselrohstoff für Hochleistungsmunition – durch den Krieg gegen Iran zusätzlich zur Belastung durch den Ukraine-Krieg schnell schrumpfen. Ähnliches dürfte für Antimon gelten. Bei beiden Rohstoffen sind die USA zu 100 % auf Importe angewiesen und der Hauptproduzent ist China. Seit 2024 greift die chinesische Regierung in den Antimon-Export ein und verhindert ihn immer wieder komplett. Derzeit sind alle Exporte genehmigungspflichtig, die Zahl zugelassener Exporteure begrenzt und westliche Abnehmer kämpfen weiter mit angespannten Lieferketten.

    Parallel dazu drängt Washington laut "Reuters" und dem "Wall Street Journal" auf eine rasche Ausweitung der Waffenproduktion und zusätzliche Mittel, um verschossene Systeme wie Patriot-, THAAD-, Tomahawk- und andere Lenkwaffen zu ersetzen. Das unterstreicht, dass der Konflikt nicht nur geopolitisch eskaliert, sondern auch die westlichen Rüstungs- und Lieferketten immer stärker unter Druck setzt. Davon profitiert Antimony Resources. Das Unternehmen entwickelt derzeit eines der wahrscheinlich interessantesten Antimon-Projekte in Nordamerika.

    Aktienkurs belohnt ruhige Hände

    Die Aktie ist volatil, aber in einem klaren Aufwärtstrend. Wer starke Nerven hat und die Rücksetzer durchhält oder zum Nachkauf nutzt, wurde in den vergangenen Monaten belohnt. So auch in den vergangenen Wochen. In der vorletzten Woche sorgte ein Explorationsupdate des Unternehmens für einen Kurssprung von 0,61 EUR auf knapp über 1 EUR. Dann folgte der Abverkauf bis auf das Ursprungsniveau. Gestern notierte die Aktie dann wieder bei 0,79 EUR. Bei Kursrücksetzern kommt es also immer wieder zu massiven Käufen.

    Explorationsupdate sorgte für Kurssprung

    Grund für den Kurssprung war, dass Antimony Resources den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zur ersten Ressourcenschätzung für das Antimonprojekt Bald Hill im kanadischen New Brunswick macht. Dort treibt das Unternehmen derzeit ein 10.000-Meter-Definitionsbohrprogramm in der Main Zone voran. Damit will man die Datendichte für eine belastbare Ressourcenschätzung schaffen. Drei Bohrgeräte sind bereits im Einsatz, rund 5.000 Meter wurden schon absolviert. Läuft alles nach Plan, soll das Programm bis Ende April abgeschlossen sein. Der finale Bericht könnte dann im Juni vorliegen. Die Ressourcenschätzung wird übrigens von dem renommierten Beratungsunternehmen SRK Consultants aus Toronto begleitet. Damit rückt für Antimony Resources ein zentraler Meilenstein näher, der das Projekt auf eine neue Entwicklungsstufe heben könnte. Davon sollte auch die Aktie spürbar profitieren.

    Parallel dazu arbeitet Antimony Resources an einem laufend aktualisierten 3D-Modell der Mineralisierung. Dieses Modell soll nicht nur die Ressourcenschätzung absichern, sondern auch helfen, weitere Bohrungen gezielt auf besonders aussichtsreiche Bereiche auszurichten. Das Management spricht zudem davon, dass vor Ort bereits neue Zonen mit Stibnitmineralisierung identifiziert wurden, die 2026 weiter erkundet werden sollen. Stibnit ist das wichtigste Erzmineral für Antimon und besteht chemisch aus Antimonsulfid (Sb₂S₃). Das stahlgraue bis silbrig glänzende Mineral tritt oft in langen, nadeligen Kristallen auf und ist die zentrale natürliche Quelle für die Gewinnung von Antimon.

    Entwicklung bleibt vielversprechend

    Die Entwicklung von Bald Hill bleibt vielversprechend. Das Projekt gilt als bekannte hochgradige Antimonlagerstätte mit Distriktpotenzial. In der Main Zone wurde bereits eine Mineralisierung über mehr als 700 Meter Länge und bis in mindestens 350 Meter Tiefe nachgewiesen. Hinzu kommen durchschnittliche Mächtigkeiten von 3 bis 4 Metern bei Gehalten von 3 % bis 4 % Antimon. Mit mehr als 2.000 Hektar Konzessionsfläche, zusätzlichen Claims und mehreren weiteren Vorkommen außerhalb der Main Zone verfügt Antimony Resources über erhebliches Erweiterungspotenzial. Gelingt eine überzeugende erste Ressourcenschätzung, dürfte das die Investmentstory des Unternehmens deutlich stärken.

    Fazit: Erst Ressourcenschätzung, dann Einstieg der US-Regierung?

    Antimon ist als kritisches Metall weniger bekannt, aber umso wichtiger. Antimony Resources entwickelt eines der wahrscheinlich interessantesten Vorkommen in Nordamerika. Eine überzeugende Ressourcenschätzung dürfte ganz neue Türen öffnen. Der Bedarf ist so groß, dass die Erschließung bis zur Produktion heute viel schneller gehen dürfte. Auch der Einstieg der US-Regierung ist nicht ausgeschlossen. Dafür gibt es seit dem vergangenen Jahr ja einige Beispiele.

    Die Aktie ist volatil, aber weiter im Aufwärtstrend. Quelle: LSEG

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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