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07.05.2026 | 04:30

Alarm bei BioNTech! Milliarden bei Hensoldt! Kaufchance bei North Arrow Minerals!

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Bildquelle: KI

"Erst kaufen, dann killen", so reagierte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer auf die geplanten Standortschließungen von BioNTech. Denn in diesem Rahmen sollen praktisch alle Standorte der erst kürzlich übernommenen CureVac wegfallen. Auch ein CureVac-Gründer erhebt schwere Vorwürfe und die BioNTech-Aktie fällt. Die Chance auf steigende Kurse gibt es derzeit bei einer Gold-Perle. Während der Goldpreis weiter konsolidiert, gibt es gute Gründe für ein Investment in North Arrow Minerals. Das Unternehmen hat sich neu positioniert und konzentriert sich auf ein interessantes Gold-Projekt. Wenige Kilometer entfernt befindet sich die multimillionen-Unzen-starke Harmony Gold Kalgold-Tagebaumine. Die Aktie von Hensoldt hat sich im laufenden Jahr besser entwickelt als die Wertpapiere der Branchenkollegen Rheinmetall und Renk. Gestern zeigte sich, dass es dafür durchaus gute Gründe gibt. Jetzt also kaufen?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: HARMONY GOLD MNG RC-_50 | ZAE000015228 , NORTH ARROW MINERALS INC | CA6572805092 | TSXV: NAR , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    North Arrow Minerals: Interessante Gold-Perle

    North Arrow Minerals positioniert sich als interessante Gold-Perle im Explorationssektor. Die Kanadier haben sich strategisch neu ausgerichtet und fokussieren sich nach ihrer Vergangenheit im Diamantensektor nun konsequent auf die Goldexploration in Botswana. Die Aktie notiert derzeit bei 0,30 CAD und bringt damit weniger als 20 Mio. CAD auf die Börsenwaage.

    Im Fokus steht ein großflächiges Projekt im Süden von Botswana mit rund 724 km² Fläche entlang eines wenig erkundeten Abschnitts des hochgradig aussichtsreichen Kraaipan-Greenstone-Belts. Eine 60-km-Streichlänge gehört zum selben Grünsteingürtel wie die nur rund 40 km südlich gelegene, multimillionen-Unzen-starke Harmony Gold Kalgold-Tagebaumine. Dies unterstreicht das erhebliche Explorationspotenzial und die Chance auf vergleichbare mineralisierte Systeme. Gleichzeitig punktet das Projekt mit logistischer Einfachheit – die Vorkommen sind leicht zugänglich und nur wenige Stunden von der Hauptstadt Gaborone entfernt.

    Da große Teile des Gebiets von Sand bedeckt sind, setzt man auf moderne Explorationstechnologien wie hochauflösende Drohnen-Magnetik sowie flexible RC-Bohrprogramme. Innerhalb nur eines Jahres wurden über 20.000 Linienkilometer geophysikalische Daten erfasst und knapp 5.000 Meter gebohrt. Das Resultat: sechs klar definierte Zielgebiete mit aussichtsreichen Goldanomalien.

    Auf Managementebene ist North Arrow stark besetzt. Das Team um CEO Eira Thomas und COO John Armstrong verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in Botswana und im südlichen Afrika, unter anderem aus der erfolgreichen Arbeit bei Goldcorp. Diese regionale Expertise ist ein entscheidender Faktor, um Projekte in einem geologisch komplexen, aber bergbaufreundlichen Umfeld erfolgreich voranzutreiben.

    Mit einem aggressiven Explorationsprogramm 2026 steht North Arrow Minerals vor einem potenziell werttreibenden Newsflow. Das jüngste Update ist bereits vielversprechend. Besonders hervorzuheben sind die neuen Oberflächenproben aus dem ersten Quartal. Von insgesamt 31 Proben lieferten rund 40 % Goldgehalte über 0,5 g/t, darunter mehrere hochgradige Treffer. Mit Proben von bis zu 5,44 g/t Gold konnten mineralisierte Zonen erweitert werden. Diese Ergebnisse liefern klare Hinweise darauf, dass sich das System nicht nur bestätigt, sondern auch sukzessive vergrößert.

    Das Bohrprogramm dürfte auch in den kommenden Monaten weiter interessante Ergebnisse bringen. Die erste RC-Bohrphase bei Target A wurde mit 20 Bohrungen abgeschlossen. Die Analyseergebnisse sollen noch im zweiten Quartal veröffentlicht werden. Insgesamt zeigt sich, dass North Arrow Schritt für Schritt das Potenzial eines bislang kaum erschlossenen Goldsystems freilegt.

    Hensoldt: Hoher Auftragseingang

    Die Aktie von Hensoldt hat sich im laufenden Jahr besser entwickelt als die Wertpapiere der Branchenkollegen Rheinmetall und Renk. Gestern zeigte sich, dass es dafür durchaus gute Gründe gibt. So hat der Spezialist für Militärelektronik über ein ordentliches Wachstum im ersten Quartal berichtet, seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt und mit einem starken Auftragseingang überzeugt.

    Im ersten Quartal 2026 hat Hensoldt den Umsatz im Kerngeschäft um 15 % auf 496 Mio. EUR gesteigert. Das bereinigte EBITDA legte sogar um 46,7 % auf 44 Mio. EUR zu. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 7,6 % auf 8,9 %.

    Stark entwickelte sich der Auftragseingang. So konnte das Militärtechnikunternehmen in den ersten drei Monaten des Jahres Orders im Volumen 1,48 Mrd. EUR an Land ziehen. Dies war mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Haupttreiber waren Aufträge zur Ausstattung der Plattformen Schakal und Puma sowie Vertragserweiterungen für Eurofighter Mk1-Radare. Damit kletterte der gesamte Auftragsbestand um 41 % auf einen neuen Rekordwert von 9,8 Mrd. EUR. Das Book-to-Bill-Verhältnis stieg von 1,8x auf 3,0x.

    Oliver Dörre, CEO von HENSOLDT, erklärt: "Mit der neuen deutschen Militärstrategie wird schwarz auf weiß sichtbar, dass Verteidigungsfähigkeit heute neu gedacht wird - vernetzter, softwarebasierter und zugleich mit deutlich höherem Anspruch an industrielle Verfügbarkeit. Für uns ist das nicht nur ein strategisches Signal, sondern zunehmend konkrete Nachfrage. Der Erfolg von HENSOLDT basiert auf unserer Fähigkeit Spitzentechnologie zu liefern und diese in industriellem Maßstab bereitzustellen. Genau auf diese Skalierungsfähigkeit haben wir HENSOLDT ausgerichtet - und sehen uns damit in einer starken Position für die kommenden Jahre."

    Auf Basis der Q1-Entwicklung und des hohen Auftragsbestands hat Hensoldt die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Der Umsatz soll auf rund 2,75 Mrd. EUR steigen. Die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen 18,5 % und 19,0 % liegen.

    BioNTech: Paukenschlag sorgt für Entsetzen

    Paukenschlag bei BioNTech. Am Dienstag hat das Biotechunternehmen überraschend ein massives Kosteneinsparungsprogramm gemeldet. In diesem Rahmen sollen zahlreiche Standorte geschlossen werden, auch alle der erst kürzlich übernommenen CureVac. So werden allein am CureVac-Standort in Tübingen alle 700 Arbeitsplätze wegfallen. Insgesamt sollen bis zu 1.860 Stellen gestrichen werden. Nach vollständiger Implementierung der Maßnahmen im Jahr 2029 könnten potenziell wiederkehrende jährliche Einsparungen von rund 500 Mio. EUR erreicht werden.

    Das Echo in den Medien war massiv. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer reagierte mit scharfer Kritik. "Erst kaufen, dann killen, das geht so nicht. Die Universitätsstadt Tübingen steht bereit für Gespräche - aber wir erwarten auch Bereitschaft zur Verantwortung", so Palmer. CureVac-Gründer Ingmar Hoerr wirft BioNTech sogar Täuschung vor. "Ich finde es total unlauter. Das ist fast schon Trickserei meiner Meinung nach, weil wir alle im guten Glauben gehandelt haben, dass die Übernahme im Sinne von CureVac sei und dadurch ein gemeinsames, starkes Unternehmen wird", sagte Hoerr. "Und das wurde jetzt über den Haufen geschmissen. Dadurch sind alle nachweislich getäuscht worden. Die Übernahme hätte nie erfolgen dürfen." Allerdings dürfte damals jedem klar gewesen sein, dass für BioNTech der Hauptgrund für die Übernahme der schwächelnden CureVac die Beilegung des Patentstreits war.

    Die kommenden Wochen dürften für das BioNTech-Management jedenfalls unangenehm werden. Die Aktie hat negativ auf die Quartalszahlen und Standortschließungen reagiert. In den vergangenen beiden Handelstagen ging es von 85,40 EUR um fast 10 % auf 78,80 EUR nach unten. Damit hat das größte deutsche Biotechunternehmen über 200 Mio. EUR an Wert verloren.


    Fazit

    Die Aktie von North Arrow Minerals lockt mit einer interessanten Neupositionierung zum Einstieg. Positive News aus dem laufenden Bohrprogramm sollten mehr Investoren auf diese Gold-Perle aufmerksam machen. BioNTech hat nach dem überraschenden Abgang der Gründer erneut Anleger verschreckt. Dies darf nicht zur Gewohnheit werden. Hoffentlich sind die Standortschließungen kein Indiz dafür, dass die Forschung nicht so läuft wie erhofft. Die Zahlen von Hensoldt überzeugen, allerdings hat der Rüstungssektor derzeit kein Momentum.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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