03.08.2026 | 05:00
Top-News: Nordex VERKAUFEN? First Majestic Silver unter DRUCK! Desert Gold Aktie vor NEUBEWERTUNG!
Gold scheint bei 4.000 USD je Feinunze einen langfristigen Boden zu bilden. Wird dies tatsächlich zur neuen Preisuntergrenze, dürften innerhalb der Branche die Sektkorken knallen. Denn auf diesem Niveau verdienen sich Goldproduzenten eine goldene Nase. Mit der Produktion starten will Desert Gold in Kürze. Analysten sehen bereits bei einem Preis von 2.850 USD hohe Gewinne. Daher hat die Aktie aus ihrer Sicht Vervielfachungspotenzial. Diesen Weg hat das Wertpapier von Nordex in den vergangenen Jahren bereits genommen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Aktie auf die starken Quartalszahlen verhalten reagiert hat. Ein Analyst rät sogar zum Verkauf. Überraschender war der Abverkauf nach den starken Zahlen bei First Majestic Silver. Dabei scheint auch der Silberpreis endlich einen Boden gefunden zu haben.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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First Majestic Silver: Starke Quartalszahlen
Die Aktie von First Majestic Silver hat in der vergangenen Woche über 11 % an Wert verloren. Dabei scheint der Silberpreis einen Boden zu finden und das Unternehmen selbst hat starke Zahlen gemeldet. First Majestic Silver hat im zweiten Quartal 2026 von höheren Edelmetallpreisen und einer leicht gestiegenen Produktion profitiert. Die Silberproduktion erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 3 %, die Goldproduktion um 2 %. Gleichzeitig legte der Umsatz um 57 % auf 415,5 Mio. USD zu. Darüber hinaus hielt das Unternehmen zum Quartalsende Silber- und Goldprodukte mit einem Marktwert von insgesamt 78 Mio. USD.
Auch die Profitabilität verbesserte sich deutlich. Das Betriebsergebnis aus dem Bergbau stieg von 49,4 Mio. USD auf 223,6 Mio. USD, während sich das EBITDA auf 252,3 Mio. USD mehr als verdoppelte. Unter dem Strich erzielte First Majestic einen Nettogewinn von 109,4 Mio. USD beziehungsweise 0,22 USD je Aktie. Bereinigt belief sich der Gewinn auf 101,6 Mio. USD oder 0,21 USD je Aktie. Die Cash-Kosten von 18,06 USD und die All-in-Sustaining-Kosten von 25,68 USD je zurechenbarer zahlbarer Silberäquivalentunze lagen unter der Prognose. Dadurch erhöhte sich die AISC-Marge von 13,60 USD im Vorjahresquartal auf 40,27 USD je Unze.
Die starke operative Entwicklung schlug sich auch im Cashflow und in der Bilanz nieder. First Majestic erwirtschaftete einen operativen Cashflow vor Veränderungen des Working Capitals und Steuern von 248,3 Mio. USD sowie einen freien Cashflow von 194,6 Mio. USD. Der Liquiditätsbestand stieg seit Anfang 2026 um 34 % auf den Rekordwert von 1,25 Mrd. USD. Zudem erhöhte das Unternehmen die Quartalsdividende um 217 % auf 0,0152 USD je Aktie und kaufte 1,2 Mio. eigene Aktien für insgesamt 22,7 Mio. USD zurück.
Gold bildet langfristigen Boden bei 4.000 USD: Kaufkandidat Desert Gold
Bildet Gold bei 4.000 USD je Feinunze gerade eine langfristige Untergrenze? Damit könnte die Branche wohl sehr gut leben, denn sie verdient prächtig auf diesem Niveau. Dies gilt bald auch für Desert Gold.
Denn der Explorer will in den kommenden Monaten die Goldproduktion in Barani East hochfahren. Dabei handelt es sich um einen kleineren Abschnitt des riesigen SMSZ-Projekts in Mali. SMSZ erstreckt sich über 440 km² im „Kaba“-Gebiet in West-Mali und befindet sich damit in einer der wichtigsten Goldregionen Westafrikas.
Nach Einschätzung von GBC Research macht Desert Gold bei Barani East sichtbare Fortschritte. Flächen für die Prozessanlage, Werkstatt und Halden wurden geräumt, Vermessungspunkte eingerichtet und das Fundament sollte inzwischen auch fertig sein. Die bestellte Schwerkraftanlage mit einer Kapazität von 200 Tonnen pro Tag sollte in Kürze vor Ort eintreffen. Dies könnte das Ereignis sein, auf das der Markt wartet. Denn die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 40 Mio. CAD ist selbst für die erste kleine Produktionsanlage zu niedrig, wenn man sich die Planzahlen von GBC ansieht.
Für Barani und Gourbassi sieht die aktualisierte NI-43-101-PEA einen zehnjährigen Oxidtagebau vor. Bei einem Goldpreis von 2.850 USD je Unze wird ein Nachsteuer-NPV10 von 61 Mio. USD bei einer internen Verzinsung von 57 % ausgewiesen. Bei 4.070 USD je Unze steigt der NPV10 auf 124 Mio. USD und der IRR auf 101 %.
Als zusätzlichen Wachstumstreiber hebt GBC Research das 4.250 Meter umfassende RC-Bohrprogramm hervor. Seit April werden mehrere Ziele, darunter Barani Gap, Kolon Soa, Koussili, Gourbassi West North und Mogoyafara South untersucht. Neue oberflächennahe Oxidressourcen könnten künftig zusätzliche Beschickungsmöglichkeiten schaffen und die mögliche Minenlaufzeit verlängern. Die Analysten sehen Desert Gold deshalb zunehmend auf dem Weg vom reinen Explorer zum angehenden Produzenten und sehen den fairen Wert der Aktie von Desert Gold bei 0,92 CAD. Derzeit notiert die Aktie bei 0,11 CAD.

Nordex: Starke Quartalszahlen, aber ein Analyst warnt
Nordex hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Profitabilität deutlich gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 16,3 % auf rund 2,2 Mrd. EUR. Das EBITDA hat sich auf 223,8 Mio. EUR mehr als verdoppelt. Damit verbesserte sich die EBITDA-Marge von 5,8 % auf 10,3 %. Der Konzerngewinn stieg von 31,0 Mio. EUR auf 111,5 Mio. EUR. Zugleich erwirtschaftete der Windkraftanlagenhersteller einen freien Cashflow von 164,6 Mio. EUR.
Auch der Auftragseingang entwickelte sich positiv. Im Segment Projekte erhielt Nordex Bestellungen über 3.054 MW und damit 32,2 % mehr als im Vorjahresquartal. Der Auftragswert erhöhte sich von 2,2 Mrd. EUR auf 3,0 Mrd. EUR, während der durchschnittliche Verkaufspreis mit 0,97 Mio. EUR je Megawatt stabil blieb. Ende Juni belief sich der gesamte Auftragsbestand auf 18,4 Mrd. EUR.
Im Berichtszeitraum fertigte Nordex Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.953 MW und damit 23,1 % mehr als ein Jahr zuvor. Installiert wurden dagegen lediglich 1.168 MW nach 1.959 MW im Vorjahresquartal. Als Gründe nannte das Unternehmen unter anderem den regionalen Projektmix, Verschiebungen in der Türkei und die zeitliche Planung einzelner Projekte. Mit liquiden Mitteln von knapp 2,0 Mrd. EUR, einer Netto-Cash-Position von 1,67 Mrd. EUR und dem hohen Auftragsbestand sieht sich Nordex finanziell solide aufgestellt und bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr 2026.
Die Aktie konnte nur kurz von den Zahlen profitieren und beendete die Woche mit einem Minus von über 3 %. Dabei war das Feedback der Analysten insgesamt positiv. Lediglich RBC bleibt der Nordex-Bär. Die Analysten empfehlen die Aktie weiterhin mit "Underperform" und sehen den fairen Wert lediglich bei 38 EUR. Begründet wird der Pessimismus mit den Gesetzesänderungen in Deutschland und dem Preiskampf in der Branche.
Fazit
Bleibt der Goldpreis über 4.000 USD, wird sich die Branche eine goldene Nase verdienen. Dies gilt auch für Desert Gold. In Kürze sollte die Goldproduktion starten. Spätestens dann sollte die Aktie eine Neubewertung einleiten. Nordex ist bereits sehr gut gelaufen. Die guten Quartalszahlen waren bereits eingepreist. Der Kursrückgang bei First Majestic Silver ist nicht richtig nachvollziehbar. Der Silberpreis scheint einen Boden zu finden und das Unternehmen verdient gut. Bleibt es dabei, sollte auch die Aktie wieder anspringen.
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