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22.09.2021 | 05:00

Nordex, Purifloh, JinkoSolar: Investieren in eine bessere Welt

  • Nachhaltigkeit
Bildquelle: pixabay.com

Die Welt besser machen. Das ist eigentlich das Anliegen aller Unternehmer – auch wenn man sich im Detail über Innovationen sicherlich auch streiten kann. Keinen Zweifel gibt es bei regenerativer Energie und sauberem Wasser. Jede Innovation in diesen Bereichen rechnet sich nicht nur monetär, sondern auf vielfältige Weise. Wir portraitieren drei Aktien, die Gutes tun.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Nico Popp
ISIN: PURIFLOH LTD | AU0000010548 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007



 

Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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Nordex bekommt langsam Rückenwind

Einer der Klassiker bei deutschen Nebenwerten ist Nordex. Der Windanlagenbauer hat eine bewegte Zeit hinter sich. Inzwischen ist das Unternehmen im MDAX angekommen und glänzt mit einem hohen Auftragsbestand. Der Trend hin zu regenerativen Energien schlägt voll auf Nordex durch. Doch eine neue vergleichsweise neue Branche ist oft auch durch große Konkurrenz geprägt. Nordex ist aktuell wenig profitabel. Ende 2020 sank die EBITDA-Marge auf 2%, soll 2021 aber deutlich höher liegen. Konkret liegt das an auslaufenden Altprojekten und neuen Vorhaben, die profitabler sind. Nordex hat die Weichen für eine gute Zukunft also bereits gestellt.

Die Aktie von Nordex ist in den vergangenen drei Monaten unter die Räder gekommen und verlor rund 12,5%. Auch langfristig befindet sich die Aktie in einem Seitwärtstrend mit leicht fallender Tendenz. Erst Kurse jenseits der Marke von 20 EUR könnten das Blatt wenden und die Aktie von Nordex wieder attraktiver erscheinen lassen. Da es operativ aber voran geht und Nordex dem Zeitgeist entspricht, ist ein solcher Befreiungsschlag nicht ausgeschlossen.

Purifloh: Sauberes Wasser und saubere Luft – dieser Trend steht am Anfang

Wenn wir an eine lebenswerte Zukunft denken, kommt sauberem Wasser eine bedeutende Rolle zu. Schon heute prognostizieren Forscher der Welt Kriege um sauberes Wasser. Das australische Unternehmen Purifloh hat sich neben der Reinigung von Wasser auch darauf spezialisiert, Luft und Oberflächen sauber zu halten. Gerade im Zuge der Pandemie und dem damit verbundenen größeren Bewusstsein für Gesundheit , könnte Purifloh große Chancen bieten. Das Unternehmen verfügt über patentierte Lösungen zur Reinigung der Luft. Mögliche Einsatzziele sind öffentliche Gebäude, Büros oder Schulen.

Da Purifloh kein Newcomer im Zuge der Pandemie ist, sondern bereits seit Jahren in seine Technologie investiert hat, könnte jetzt der Zeitpunkt gekommen sein, um die Lorbeeren zu ernten. Die Technologie zeichnet sich durch einen geringen Energieverbrauch, Langlebigkeit und hohe Fehlertoleranz aus. Gleichzeitig eignet sie sich dazu, verschiedene biologische und chemische Verunreinigungen aus der Luft zu filtern. Purifloh ist gerade dabei, seine Technologie im großen Stil auszurollen und spricht mit möglichen Partnern. Das Unternehmen kostet aktuell nur rund 30 Mio. EUR. Gelingt es Purifloh, seine PS auch auf die Straße zu bringen und am Markt zu punkten, könnte aus dem Unternehmen eine große Wachstums-Story werden.

JinkoSolar: Die Sonne scheint auch nach dem China-Crash

Eine Wachstumsstory ist zweifelsohne auch die Aktie von JinkoSolar. Der Hersteller von Photovoltaik-Anlagen hat in den vergangenen Jahren den Weltmarkt umgekrempelt und hat heute einen großen Marktanteil. Auch in punkto Langlebigkeit und Effizienz macht den Modulen von JinkoSolar so schnell niemand etwas vor. Doch die Aktie taumelt seit einiger Zeit. Warum? Zur zunächst etwas diffusen China-Angst ist inzwischen der Evergrande-Skandal gekommen.

Ein Dämpfer auf dem chinesischen Immobilienmarkt könnte die gesamte Volkswirtschaft treffen, so Skeptiker. Hinzu kommt, dass Solaranlagen in erster Linie auf Dächern montiert werden. Wenn wenige Gebäude gebaut werden, könnte das für das Geschäft von JinkoSolar negativ sein. Trotzdem gibt es Argumente, dass der jüngste Ausverkauf übertrieben war. JinkoSolar hat eine gute Marktposition und ist heute günstiger als vor sechs Monaten. Die Aktie ist ohne Zweifel einer der besten nachhaltigen Titel der Welt. Kurzfristig kann es angesichts der Situation in China aber turbulent bleiben.


Nordex hat die Talsohle durchschritten und JinkoSolar gibt es aktuell mit Risikoabschlag – für Anleger , die in grüne Werte investieren wollen, sind die Bedingungen so schlecht nicht. Doch sowohl Nordex als auch JinkoSolar sind etablierte Player in ihrem Gebiet – große Überraschungen bleiben da meist aus. Wer auf Wachstum setzt und weiß, wie er mit solchen Werten umgehen muss, sollte sich auch Purifloh ansehen. Die Technologie rund um die Reinigung von Wasser, Luft und Oberflächen ist vielversprechend. Das Unternehmen steht ganz am Anfang.


Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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