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2021-12-10 05:00

Nordex, Troilus Gold, Gazprom: So kassieren Anleger Klima-Milliarden

  • Klimaschutz
Bildquelle: pixabay.com

Weltweit pumpen Staaten Milliarden in den Ausbau der regenerativen Energien. Zugleich fehlt es bei fossilen Brennstoffen, die aktuell noch immer dringend benötigt werden, an Investitionen. Wer die Profiteure dieser Investitions-Zurückhaltung sind und ob am Ende nicht ein anderer Rohstoff die Nase vorn haben könnte, erklären wir am Beispiel von drei Aktien.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: TROILUS GOLD CORP. NEW | CA8968871068 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , GAZPROM ADR SP./2 RL 5L 5 | US3682872078

Inhaltsverzeichnis:


    Nordex: Wer dreht an der Marge?

    Die Pläne der neuen Bundesregierung sind ambitioniert: Mehr Fläche für Windräder, nur noch die halbe Zeit für Planung und Genehmigung sowie riesige Stromtrassen von Nord nach Süd – unterirdisch, damit Bürgerinitiativen gar nicht erst eine Blockadehaltung einnehmen können. Windkraftbetreiber, wie etwa Nordex, begrüßen die Pläne. Zuletzt ist das Geschäft in Deutschland ein wenig ins Stocken geraten. Aufgrund der Bürokratie und der begrenzten Flächen konnte das Heimatgeschäft nicht die Fahrt aufnehmen, die möglich gewesen wäre. Deswegen sucht Nordex Lösungen im Ausland. In einem Beitrag auf researchanalyst.com gibt das Unternehmen an, Wachstum neben Südamerika auch im Rest Europas zu suchen. Zuletzt meldete das Unternehmen aus Peru und Brasilien Aufträge.

    Obwohl die Rahmenbedingungen für Nordex durchaus positiv klingen und die Kunden in Kauflaune sind, gibt es doch auch Schattenseiten. Die Marge liegt 2021 nur noch bei 1,0%. Das ist zu wenig und bedeutet, dass von den ganzen neuen Aufträgen nicht so viel hängen bleibt – zumindest falls sich an der Marge nicht schnell etwas ändert. Um profitabler zu werden, hat Nordex seine Windkraftanlagen vor einiger Zeit auf die neue Delta-4000-Plattform umgestellt. Schon 2020 entfielen rund 81% der Aufträge auf die neue Plattform. Da die Marge 2021 noch immer gering ist, bedarf es einer weiter steigenden Rentabilität, um das Ruder herumzureißen. Die Aktie zeige sich zuletzt dynamisch – vor allem die neuen Aufträge überzeugten. Doch Nordex muss an der Marge arbeiten. Erst dann können die Milliarden-Investitionen in regenerative Energie die Kasse bei Nordex klingeln lassen.

    Troilus Gold: 8,1 Mio. Unzen Gold und es geht immer weiter

    Immer dann, wenn Politik und Notenbanken die Märkte mit Milliarden fluten, steigt auch die Sorge vor Markt-Verwerfungen und Inflation. Als sicherer Hafen in derartigen Fällen gilt seit jeher Gold. Das kanadische Unternehmen Troilus Gold verfügt über eine gigantische Gold-Kupfer-Liegenschaft im kanadischen Distrikt Quebec. Trotz einer Ressource von 8,1 Mio. Unzen Gold bohrt das Team von Troilus immer weiter. „Für Investoren ist wichtig zu wissen, dass Troilus höchstwahrscheinlich mehr ist als nur eine Lagerstätte von Gold. Troilus hat das Potenzial, ein ganzer Gold-Gürtel zu sein. Alle unsere bisherigen Arbeiten deuten darauf hin und jede Bohrung lässt das Bild, das wir vom Troilus-Projekt haben, noch klarer werden", so Justin Reid, President und CEO von Troilus vor einigen Monaten in einem Interview.

    Zuletzt kündigte das Unternehmen für 2022 eine Machbarkeitsstudie an, die weitere Einblicke in die ökonomischen Eckdaten bietet. Da auf der Liegenschaft und im Umkreis bereits Infrastruktur vorhanden ist, die laut CEO Reid einen Gegenwert von rund 350 Mio. CAD hat, dürfte Troilus Gold gut positioniert sein. Sobald Gold wieder in ein positives Fahrwasser kommt, könnte die Aktie Fahrt aufnehmen. Aktuell notiert der Wert am Jahrestief bei 0,50 EUR. Noch im Juni hatte die Aktie die Marke von 0,90 EUR erreicht.

    Gazprom: Drohen bald Sanktionen?

    Während die Politik die Klimawende vorantreibt, was ohne Zweifel ein dringendes Menschheits-Projekt ist, gerät die klassische Ölindustrie ein wenig aus dem Fokus. Doch noch immer sind Öl und Gas wichtige Säulen im Energie-Mix. Das zeigt etwa der Zustand des deutschen Immobilienbestandes: Hier sind Öl- und Gasheizungen noch immer Standard. Während Shell oder auch BP vermehrt Windparks bauen, profitiert die Konkurrenz von Gazprom. Egal ob nach West oder Ost – das Unternehmen liefert fleißig Gas in alle Welt und verdient damit prächtig. Ein Risiko könnten allerdings die jüngsten Muskelspiele Putins an der Grenze zur Ukraine sein. Russland ist immer gut dafür, sich Sanktionen einzuhandeln.


    Während Gazprom zwar ein gutes Geschäft bietet, aber aus genannten Gründen auch risikobehaftet ist, bringt Nordex seine PS noch nicht auf die Straße. Erst muss die Marge nachhaltig steigen – in Zeiten gestörter Lieferketten und teurer Rohstoffe ist das nicht leicht. Besser positioniert ist Troilus Gold. Kanada ist ein rechtssicherer Standort für Rohstoff-Unternehmen und Gold kein Metall, das Gegenstand geopolitischer Konflikte ist. Das Unternehmen ist zwar in einer Frühphase, bringt aber Vieles mit, um diese Phase erfolgreich zu gestalten.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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