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03.03.2021 | 05:10

ProSiebenSat.1 Media, Aspermont, Alibaba: Digitale Medien als Vervielfacher-Chance

  • Medien
Bildquelle: pixabay.com

Wenn Anleger an die Medienbranche denken, dann haben sie oft noch Geschichten von sinkenden Auflagen und schwindenden Zuschauerzahlen im Hinterkopf. Dass es aber längst Medienkonzerne gibt, die aus der Not eine Tugend gemacht haben und digital unterwegs sind, wird dabei oft vergessen. Gerade dann, wenn die Qualität klassischer Medienhäuser auf die Möglichkeiten moderner Digitalkonzerne trifft, entstehen für Anleger große Chancen. Wir stellen drei Aktien vor.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: AU000000ASP3 , DE000PSM7770 , KYG017191142

Inhaltsverzeichnis:


    ProSiebenSat.1 Media: Mehr Dating als TV

    Die Aktie von ProSiebenSat.1 Media ist auf dem deutschen Parkett ein alter Bekannter. Doch während die Aktie über viele Jahre in erster Linie für zwei Fernsehsender stand, ist das Unternehmen heute mehr als das. ProSiebenSat.1 mischt beispielsweise groß beim Thema Online-Dating mit. Die Analysten von JPMorgan betonten kürzlich, dass die ProSiebenSat.1-Beteiligung an ParshipMeet einen größeren Wert habe, als bisher angenommen. Die Analysten bezeichnen die Aktie daher als „Key Pick" im Bereich der europäischen Medienwerte.

    Blickt man auf den Kursverlauf während des vergangenen Jahres, so fallen ein steiler Aufwärtstrend und eine Rendite von mehr als 60% in einem Jahr auf. Angesichts dieser Entwicklung stellt sich die Frage, inwiefern die Aktie von ProSiebenSat.1 noch moderat bewertet sein kann. Aktuell liegt die Marktkapitalisierung bei etwas mehr als 3 Mrd. EUR. Da die Gewinne 2021 höher erwartet werden, rechtfertigt das auch einen steigenden Aktienkurs. Ein Geheimtipp ist die Aktie von ProSiebenSat.1 allerdings längst nicht mehr.

    Aspermont: Groß-Investoren steigen ein

    Die Aktie des australischen Medienkonzerns Aspermont ist dagegen schon deutlich weniger bekannt – dabei steht das Unternehmen für renommierte Titel wie das Mining Journal und auch das Mining Magazine, die beide seit mehr als einhundert Jahren ununterbrochen veröffentlicht werden. Hinzu kommen zahlreiche weitere Marken und Dienste, die Aspermont seinen Kunden anbietet. Nach schweren Jahren hat sich das Unternehmen digital aufgestellt und vertreibt inzwischen 95% seiner Inhalte auf digitalen Kanälen. Die Kunden: Unternehmen aus aller Welt, die in den Bereichen Bergbau, Energie und Landwirtschaft arbeiten oder diese beliefern.

    Über die Jahre ist auf diese Weise ein Kontaktnetzwerk von über sieben Mio. Kontakten zusammengekommen – allesamt Entscheider in jeweiligen Unternehmen. Diese Kontakte will Aspermont dazu nutzen, künftig weitere Dienstleistungen vertreiben zu können. Bislang war man gegenüber Geschäftskunden durchaus kulant und drückte auch mal ein Auge zu, wenn Zugänge von mehreren Mitarbeiten parallel genutzt wurden. Das könnte sich langfristig als cleverer Schachzug erweisen und dabei helfen, neue Produkte an die Kunden zubringen oder bewährte Abonnements der tatsächlichen Nutzung anzupassen. Potenzial sieht man bei Aspermont im Bereich Online-Handelsplattformen, Blockchain und E-Learning.

    Kürzlich kündigte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung zu 0,03 AUD je Aktie an, weswegen der Handel an der Heimatbörse in Australien für einen Tag ausgesetzt wurde. Die Maßnahme wird von einem einzelnen institutionellen Investor aus Deutschland getragen und spült dem Unternehmen 3 Mio. AUD in die Kasse. Insgesamt hat das Unternehmen jetzt mehr als 7 Mio. AUD in der Kasse und plant die Mittel in weiteres Wachstum zu investieren. Das Vertrauen institutioneller Investoren sollte dabei helfen, die Investment-Story rund um Aspermont weiter publik zu machen und den Aktienkurs auf dem aktuellen Niveau zu stabilisieren. Mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 30 Mio. EUR ist die Aktie ein echter Geheimtipp.

    Alibaba bleibt unsicher

    Rund um den Erdball bekannt ist dagegen die Aktie von Alibaba. Das Unternehmen gilt als das Amazon Asiens und ist ebenso breit aufgestellt. Vor einigen Monaten sorgte der abgesagte Börsengang der Fintech-Tochter Ant Group für Furore. Was als größter Börsengang aller Zeiten geplant war, musste unter dem Druck Pekings verschoben werden. Wohl war das Auftreten von Alibaba-Gründer Jack Ma den Mächtigen in Peking zu selbstbewusst. Inzwischen strukturiert sich Ant Group um und will den Börsengang im zweiten Anlauf hinkriegen. Dem Kurs der Mutter-Gesellschaft Alibaba hat der Hickhack nicht gut getan: Auf Sicht von einem Jahr steht lediglich eine Rendite von 6,3% zu Buche. Die Aktie bleibt ein heißes Eisen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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