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07.08.2026 | 05:30

Rheinmetall greift TKMS an! Renk-Aktie +20 %! Volatus Aerospace mit neuer Drohnenanwendung!

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  • Technologie
Bildquelle: ChatGPT KI generiert

Die Renk-Aktie hat in wenigen Tagen rund 20 % an Wert gewinnen können. Gestern kamen dann die Halbjahreszahlen. Diese hatten Licht und Schatten. Kann die Aktie ihre Rally fortsetzen? Um fast 30 % ist die Aktie von DroneShield zuletzt explodiert. Dennoch hat sich das Wertpapier von Volatus Aerospace in 2026 bisher besser entwickelt. Die Aktie des Drohnenspezialisten hat Nachholpotenzial. Die jüngste Meldung zeigt, dass die Wachstumschancen der Kanadier nicht nur im militärischen Bereich stark sind, sondern auch im zivilen. Künftig will man autonome Schwerlastflugzeuge zur Waldbrandbekämpfung, den Katastrophenschutz und weitere staatliche Anwendungen in Kanada etablieren.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 | TSXV: FLT , OTCQB: TAKOF , RENK AG O.N. | DE000RENK730

Inhaltsverzeichnis:


    Volatus Aerospace: Wachstum bei militärischen und zivilen Drohnen.

    Um fast 30 % ist die Aktie von DroneShield innerhalb weniger Tage explodiert. Steht bei Volatus Aerospace ähnliches bevor? Jedenfalls könnte damit das Comeback der Drohnen- und Drohnenabwehr-Aktien eingeleitet worden sein. Denn DroneShield hat trotz der jüngsten Kursexplosion in diesem Jahr über 30 % an Wert verloren. Bei Volatus summiert sich der Kursverlust in 2026 auf 12 % und die Aktie scheint klares Nachholpotenzial zu haben.

    Gerade Volatus Aerospace scheint vor einer goldenen Zukunft zu stehen. Denn die Kanadier sind eben nicht nur ein Profiteur steigender Verteidigungsausgaben und des wachsenden Bedarfs an militärischen Drohnenlösungen. Das Technologieunternehmen verfügt auch im zivilen Bereich über erhebliche Wachstumsperspektiven. Ein aktuelles Beispiel ist die strategische Partnerschaft mit dem spanischen Flugzeugentwickler Singular Aircraft. Gemeinsam wollen die Unternehmen das autonome Schwerlastflugzeug FlyOx 1 für die Waldbrandbekämpfung, den Katastrophenschutz und weitere staatliche Anwendungen in Kanada etablieren.

    Volatus wird im Rahmen der Vereinbarung zum strategischen Kanada-Partner von Singular. Geprüft werden unter anderem eine Fertigung in Kanada, die Integration der Systeme, der operative Einsatz sowie ein langfristiger technischer Support im Land. Volatus hat bereits Gespräche mit Behörden, Aufsichtsstellen und Organisationen für Waldbrandmanagement aufgenommen. Bei der Zulassung dürfte es kaum Probleme geben, schließlich wurde die Plattform nach Angaben von Singular bereits unter Aufsicht ziviler und militärischer Luftfahrtbehörden auf vier Kontinenten erprobt – einschließlich des Abwurfs von Wasser.

    Die FlyOx 1 unterscheidet sich deutlich von gewöhnlichen kommerziellen Drohnen. Das autonome Flugzeug verfügt über ein maximales Startgewicht von rund 4.000 Kilogramm und kann bis zu 1.560 Liter Wasser oder Löschmittel sowie andere Nutzlasten transportieren. Hinzu kommen eine hohe Reichweite, amphibische Fähigkeiten, automatische Starts und Landungen sowie der Betrieb von unbefestigten Pisten. Dadurch könnte die FlyOx 1 frühzeitig in die Nähe neu entstehender Brände verlegt werden und bestehende Löschflugzeugflotten ergänzen.

    Diese Kooperation ist ein weiterer Baustein in der übergeordneten Strategie von Volatus, die autonomen Luft- und Raumfahrtkapazitäten Kanadas für die öffentliche Sicherheit, den Katastrophenschutz und andere staatliche Aufgaben voranzutreiben.

    https://youtu.be/F4ajDCojMRo?si=XNXoEHVhjc9cyVRW

    Rheinmetall greift TKMS an!

    Rheinmetall geht mit seiner Marinerüstungssparte NVL in die Offensive und sucht den Wettbewerb mit TKMS. Nach dem Flop rund um die Fregatte F126 hat der größte deutsche Rüstungskonzern mit der GMF 140 einen neuen und kleineren Typ für NATO-Staaten und verbündete Marinen vorgestellt. Das 140 Meter lange Schiff mit einer Verdrängung von mehr als 6.000 Tonnen ist für weltweite Hochsee-, Küsten- und Bündniseinsätze konzipiert. Rheinmetall macht sich insbesondere in den USA Hoffnungen auf einen ersten Auftrag. Dort steht ein konkretes Beschaffungsvorhaben an.

    Die GMF 140 bündelt Fähigkeiten zur Luftverteidigung, ballistischen Raketenabwehr, U-Boot-Bekämpfung und zu weitreichenden Präzisionsschlägen. Geplant sind unter anderem moderne US-Radarsysteme, das AEGIS Combat System und 64 vertikale Startzellen für verschiedene Flugkörpertypen. Ergänzt wird die Ausstattung durch Seezielflugkörper, Torpedos, ein 5-Zoll-Geschütz, Nahbereichsverteidigung, elektronische Kampfführung und perspektivisch ein Laserwaffensystem.

    Dank einer offenen Systemarchitektur kann die Fregatte auch mit dem CMS330 von Lockheed Martin sowie europäischen Sensor- und Waffensystemen kombiniert werden. Für die U-Boot-Abwehr verfügt das Konzept über einen signaturreduzierten Rumpf, Rumpf- und Schleppsonare sowie Einsatzmöglichkeiten für bemannte und unbemannte Luftfahrzeuge. Rheinmetall positioniert die GMF 140 damit als interoperable und vergleichsweise personalarme Mehrzweckfregatte der nächsten Generation.

    Die Rheinmetall-Aktie hat sich nach dem Abverkauf und dem Rutsch unter die Marke von 1.000 EUR Ende Juni wieder etwas erholt. Angetrieben von positiven Halbjahreszahlen hat sich das Wertpapier immerhin wieder über 1.200 EUR hochgearbeitet.

    Renk: Solide Zahlen, aber mehr auch nicht.

    Die guten Zahlen von Rheinmetall zogen den ganzen Sektor mit nach oben. Renk hat in den vergangenen Wochen fast 20 % an Wert gewonnen. Gestern hat der Getriebespezialist dann selbst Halbjahreszahlen veröffentlicht. Der Auftragseingang stieg um 29,7 % auf knapp 1,2 Mrd. EUR, wobei das zweite Quartal mit 612,8 Mio. EUR einen neuen Rekordwert markierte. Der Auftragsbestand erreichte mit 7,4 Mrd. EUR ebenfalls ein Allzeithoch.

    Der Umsatz legte dagegen moderat um 2,7 % auf 637,2 Mio. EUR zu und entwickelte sich damit im Rahmen der Projekt- und Lieferpläne. Die Profitabilität verbesserte sich deutlich. Das bereinigte EBIT kletterte um 10,1 % auf 98,2 Mio. EUR. Wachstumstreiber war erneut die Sparte Vehicle Mobility Solutions. Dies dürfte auch künftig der Fall sein, denn der Auftragseingang in dem Segment stieg um 42,6 % auf 970,4 Mio. EUR.

    Zu den wichtigsten Aufträgen gehörten die Ausweitung des Rheinmetall-Rahmenvertrags für den KF41 Lynx, ein weiterer Auftrag der US-Armee für das HMPT-800-Getriebe sowie erste Serienaufträge für den Patria TRACKX.

    Für 2026 bestätigt RENK die Prognose und erwartet weiterhin einen Umsatz von mehr als 1,5 Mrd. EUR sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Mio. EUR. Zusätzlich treibt der Konzern seine M&A-Strategie mit der geplanten Übernahme von David Brown Defence voran. Damit will RENK seine Position in strategisch wichtigen Märkten stärken und Zugang zu langfristigen Marineprogrammen wie dem Global Combat Ship erhalten. Der Abschluss der Transaktion ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.

    Insgesamt kann die Entwicklung wohl als solide beschrieben werden. Der Auftragseingang ist das Highlight. Beim Wachstum muss Renk aber wohl noch einen Gang höher schalten, damit die aktuelle Bewertung von immerhin 5 Mrd. EUR weiter Luft nach oben hat.


    Fazit

    Die Entwicklung bei Renk ist solide, aber mehr auch nicht. Rheinmetall ist derzeit klar wachstumsstärker und auch die Aktie scheint mehr Momentum zu haben. Die Aktie von Volatus Aerospace hat klares Nachholpotenzial. DroneShield ist bereits wieder angesprungen und im ganzen Rüstungssektor verbessert sich die Stimmung. Davon sollte auch die Volatus-Aktie wieder profitieren, denn operativ läuft es rund.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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