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16.03.2026 | 05:15

Spanien investiert über 400 Mio. EUR in kritische Rohstoffe! Deutsche Rohstoff, Group Eleven Resources, Standard Lithium Aktie

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Bildquelle: KI

Spanien geht beim Thema kritische Rohstoffe in die Offensive und stellt dafür 414 Mio. EUR an öffentlichen Mitteln bereit. Der Aktionsplan bis 2030 umfasst 34 Maßnahmen und soll Exploration, Recycling, Förderung und Aufbereitung strategisch wichtiger Rohstoffe anschieben. Allein 182 Mio. EUR sind für ein neues nationales Explorationsprogramm vorgesehen. Das ist bemerkenswert, weil Madrid damit ein Signal setzt, das in Europa lange gefehlt hat: Rohstoffsicherung ist kein Nebenthema mehr, sondern eine industriepolitische Kernfrage. Davon könnte auch Group Eleven Resources profitieren. Das Unternehmen erschließt derzeit ein Zink-, Blei- und Silberprojekt in Irland. Die Aktie springt gerade an. Gut gelaufen ist das Wertpapier der Deutsche Rohstoff AG. Analysten sehen weiteres Potenzial. Und was macht Anlegerliebling Standard Lithium?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DEUTSCHE ROHSTOFF AG | DE000A0XYG76 , GROUP ELEVEN RESOURCES | CA39944P1018 , STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010

Inhaltsverzeichnis:


    Group Eleven Resources: Einer der spannendsten Explorationswerte im europäischen Rohstoffsektor

    Group Eleven Resources positioniert sich als einer der spannendsten Explorationswerte im europäischen Rohstoffsektor. Das Unternehmen konzentriert sich auf Irland und treibt dort vor allem das Zink-, Blei- und Silberprojekt PG West mit der Lagerstätte Ballywire voran. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die bedeutendste neue Mineralentdeckung in Irland seit über einem Jahrzehnt. Ballywire liegt zudem in einem hochinteressanten Umfeld. Nur rund 20 Kilometer entfernt befindet sich die Pallas-Green-Lagerstätte des Rohstoffkonzerns Glencore. Besonders attraktiv ist, dass die bisher von Group Eleven erbohrte Mineralisierung relativ oberflächennah liegt und sich bereits über eine beachtliche Strecke verfolgen lässt. Die Bohrungen decken bislang rund 1,6 Kilometer Streichlänge ab, zusammen mit historischen Treffern ergibt sich sogar ein Potenzial von etwa 2,6 Kilometern.

    Hinzu kommt, dass Group Eleven nicht nur auf eine einzelne Zone setzt, sondern auf ein größeres geologisches System mit erheblichem Erweiterungspotenzial. Daten weisen bei Ballywire auf vier Anomalien innerhalb eines rund 6 mal 2 Kilometer großen Zielgebiets hin. Systematisch bebohrt wurde bislang erst eine dieser Anomalien. Das spricht dafür, dass die bisherige Entdeckung nur ein Teil eines deutlich größeren mineralisierten Trends sein könnte. Fast jeder der bislang gemeldeten Bohransätze traf auf Mineralisierung, was die Qualität des Projekts zusätzlich unterstreicht. Unterstützt wird die Story durch ein erfahrenes Management, die gute Bergbauinfrastruktur Irlands und prominente Aktionäre wie Glencore und den prominenten kanadischen Bergbauinvestor Michael Gentile.

    Zuletzt gab es wieder positive Bohrergebnisse von Ballywire. Besonders stark fiel Bohrloch 25-3552-51 aus, das nun über insgesamt 52,3 Meter mit 10,3 % Zink-Blei, 330 g/t Silber und 0,40 % Kupfer mineralisiert ist. Außerdem wurden in größerer Tiefe mehrere neue Kupfer-Silber-Zonen durchschnitten. Das stützt die These, dass sich die kupfer- und silberführenden Strukturen über die gesamte Ballywire-Entdeckung erstrecken könnten. CEO Bart Jaworski sprach daher von einem wichtigen Fortschritt beim Verständnis des tieferen Kupfer-Silber-Ziels. Mit einer soliden Kasse und dem bislang ambitioniertesten Bohrprogramm des Unternehmens scheint Group Eleven gut aufgestellt, um den Wert dieser Entdeckung in den kommenden Monaten weiter sichtbar zu machen. Davon sollte auch die Aktie profitieren.

    Deutsche Rohstoff: Analysten raten zum Kauf

    Ein Überflieger im europäischen Rohstoffsektor ist derzeit die Deutsche Rohstoff AG. Allein im laufenden Jahr ist die Aktie um rund 75 % angestiegen. Für die vergangenen 12 Monate liegt das Kursplus bei fast 150 %. Derzeit notiert das Wertpapier bei 87 EUR und nach Meinung von mwb research sind dreistellige Kurse möglich. Im Anschluss an die Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 haben die Analysten ihre Kaufempfehlung bestätigt und das Kursziel von 97 EUR auf 100 EUR angehoben. Aus Sicht der Experten entwickelt sich das Unternehmen stärker als erwartet, bleibt finanziell flexibel und ist gut positioniert, um von einem günstigen Marktumfeld bei Öl und Gas überproportional zu profitieren. Außerdem ist da noch die aktualisierte Bewertung der Beteiligung am Wolfram-Produzenten Almonty.

    Nach Einschätzung von mwb research lagen sowohl Umsatz als auch EBITDA in 2025 über den Erwartungen. So kletterte der Umsatz der Deutsche Rohstoff auf 195,1 Mio. EUR und übertraf damit sogar das obere Ende der eigenen Prognosespanne von bis 190 Mio. EUR. Das EBITDA erreichte 132,0 Mio. EUR und lag damit ebenfalls am oberen Rand der Zielvorgaben. Besonders bemerkenswert sei dies vor dem Hintergrund niedrigerer Ölpreise, eines schwächeren USD und zusätzlicher Einmalkosten von rund 10 Mio. EUR. Für die Analysten zeigt sich damit, dass das operative Geschäft auch in einem anspruchsvolleren Marktumfeld robust aufgestellt ist.

    Positiv sieht mwb research auch die finanzielle Beweglichkeit des Unternehmens. Der operative Free Cashflow lag 2025 bei rund 25 Mio. EUR, während die Nettoverschuldung auf 150 Mio. EUR sank. Mit 65 Mio. EUR an liquiden Mitteln, einer niedrigen Hedging-Quote und einem um 46 % gestiegenen Reservenbestand verfügt die Gesellschaft nach Ansicht der Analysten über erheblichen Spielraum, um das Bohrprogramm flexibel an das Preisumfeld anzupassen. Für das laufende Jahr erwarten die Analysten einen Umsatz von 182,2 Mio. EUR und ein EBITDA von 127,4 Mio. EUR. Der Gewinn je Aktie soll von 6,03 EUR auf 6,58 EUR steigen.

    Standard Lithium: Wann kommt die Investitionsentscheidung?

    Und was macht eigentlich die amerikanische Lithiumhoffnung Standard Lithium? Die Aktie hat mit einem Minus von etwas mehr als 6 % bisher im laufenden Jahr enttäuscht. Seit der Kursexplosion zwischen April und Oktober 2025 läuft der Kurs seitwärts. Derzeit scheinen Anleger auf die finale Investitionsentscheidung des gemeinsam mit Equinor entwickelten South-West-Arkansas-Projekts zu warten.

    Dazu gab es in der vergangenen Woche immerhin ein Lebenszeichen. So hat man den ersten kommerziellen Abnahmevertrag abgeschlossen. Vertragspartner ist der Rohstoffhändler Trafigura. Die Vereinbarung sieht vor, dass das Joint Venture Smackover Lithium über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich 8.000 Tonnen batteriefähiges Lithiumcarbonat liefert, sobald die kommerzielle Produktion beginnt. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht. Nach Angaben der Unternehmen ist die Preisstruktur jedoch so angelegt, dass sie die geplante Projektfinanzierung unterstützen soll.

    Das Joint Venture, an dem Standard Lithium 55 % und Equinor 45 % halten, will in der ersten Ausbaustufe des Projekts eine jährliche Produktionskapazität von 22.500 Tonnen Lithiumcarbonat erreichen. Insgesamt sollen Verträge für rund 80 % der Kapazität abgeschlossen werden. Laut Standard Lithium laufen dazu bereits fortgeschrittene Gespräche mit weiteren Interessenten. Die Offtake-Verträge gelten als wichtiger Baustein für die Finanzierung und für die geplante finale Investitionsentscheidung.

    Strategisch ist die Vereinbarung für Standard Lithium bedeutsam, weil das Unternehmen sein Projekt damit weiter in Richtung Bauentscheidung und Finanzierung voranbringt. Bereits im Dezember 2025 hatte das Joint Venture nach eigenen Angaben Interessenbekundungen für Fremdkapital in Höhe von mehr als 1 Mrd. USD erhalten. Das Unternehmen kündigte an, mit der Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Quartal 2025 ein weiteres Update zu Kundenverträgen und den Plänen für die finale Investitionsentscheidung zu geben.


    Fazit

    Rohstoffe werden auch 2026 ein spannendes Investmentthema sein. Europa schaltet bei dem Thema hoffentlich einen Gang höher. Group Eleven Resources ist ein interessanter Explorer mit Aktivitäten in Europa. Dabei ist die Aktie in Europa noch wenig bekannt. Dies ändert sich derzeit. Die Deutsche Rohstoff ist schon sehr gut gelaufen und wird voraussichtlich einen Gang zurückschalten. Bei Standard Lithium drängt sich ein Kauf der Aktie derzeit nicht auf.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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