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14.04.2026 | 04:30

"Top Pick" Siemens Energy, Drohnenfantasie bei Steyr Motors und Einstiegschance bei DRC Gold

  • Rüstung
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Bildquelle: KI

US-Präsident Trump hält die Weltbörsen weiter in Atem. Von der angekündigten Blockade der Straße von Hormus sollten Gold, Energie und Rüstung eigentlich profitieren. Doch gerade Gold und Rüstung tendieren wie in den ganzen vergangenen Wochen eher schwächer. Dies bietet interessante Einstiegschancen. So beispielsweise bei DRC Gold. Nach der Fokussierung befand sich die Aktie im Aufwärtstrend. Doch in den letzten 4 Wochen ging es um rund 20 % nach unten. Dabei steht das Update der Ressourcen-Schätzung kurz bevor und könnte neue Übernahmefantasie schüren. Verloren hat auch die Aktie von Steyr Motors. Dabei blickte das Management auf der HV optimistisch in die Zukunft. Siemens Energy gehörte gestern zu den Tagesverlierern. Doch dies ist kein Grund zur Sorge. Für Analysten ist die Aktie weiterhin ein "Top Pick" und die Kooperation mit der Amazon-Tochter AWS bringt KI-Fantasie.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , STEYR MOTORS AG | AT0000A3FW25 , DRC GOLD CORP. | CA23347H1064 | CSE: DRC

Inhaltsverzeichnis:


    DRC Gold: Einstiegschance

    Die Kursverluste der vergangenen Wochen eröffnen bei DRC Gold eine interessante Einstiegschance. Denn nach der Fokussierung auf die Exploration in der Demokratischen Republik Kongo konnte die Aktie zuvor spürbar zulegen. CEO Klaus Eckhof betonte bei seiner Präsentation auf dem International Investment Forum, dass die Transformation zu einem klar fokussierten Goldexplorer mit zwei Kernprojekten abgeschlossen sei.

    Im Zentrum steht dabei das fortgeschrittene Giro-Goldprojekt. Es deckt eine Fläche von etwa 497 km² innerhalb des Kilo-Moto-Grünsteingürtels im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ab. Interessant: Etwa 35 km östlich befindet sich die Kibali-Mine. Diese fördert jährlich mehr als 600.000 Unzen Gold. Bei Giro steht ein Ressourcen-Update an. Eckhof sieht erhebliches Bewertungspotenzial. Zudem könnte mit potenziell niedrigen Produktionskosten im Bereich von 1.100 bis 1.200 USD je Unze gerechnet werden.

    Zusätzliche Dynamik bringt die kürzlich gesicherte Akquisition des historischen Nizi-Projekts, das bereits in der Kolonialzeit als hochgradige Goldmine bekannt war, jedoch bislang kaum systematisch exploriert wurde. Erste Arbeiten deuten darauf hin, dass neben hochgradigen Strukturen auch ein großvolumiges Ressourcenumfeld vorhanden ist. Innerhalb von 12 bis 18 Monaten strebt das Management hier eine Ressourcendefinition von zwei bis drei Millionen Unzen an. Damit könnte DRC Gold mittelfristig zwei Minen parallel entwickeln und sich zu einem relevanten Goldproduzenten in der Region etablieren. Falls man vorher nicht von einem der großen Produzenten übernommen wird.

    Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil liegt laut Eckhof im operativen Umfeld des Landes. Er beschreibt das Land als unterexploriert, geologisch hochattraktiv und vergleichsweise effizient in der Projektentwicklung. Genehmigungsverfahren seien weniger bürokratisch als in vielen westlichen Jurisdiktionen, und Projekte könnten innerhalb von vier bis fünf Jahren in Produktion gebracht werden. Gleichzeitig verweist der CEO auf seine jahrzehntelange Erfahrung und mehrere erfolgreiche Entdeckungen in der Region. Mit einem eingespielten Team, klarer Goldfokussierung und einer aggressiven Entwicklungsstrategie sieht sich DRC Gold damit gut positioniert, um vom anhaltend starken Goldmarkt überproportional zu profitieren.

    https://youtu.be/x0RoJtKLAL0?si=XnlneHs7grkkgS6b

    Steyr: Bringen maritime Drohnen neue Impulse?

    Während im Nahen Osten Krieg geführt wird, tendieren europäische Rüstungsaktien schwach. Dies gilt auch für Steyr Motors. Stand die Aktie Anfang März noch bei 45,50 EUR, sind es inzwischen weniger als 38 EUR.

    An der operativen Entwicklung des österreichischen Anbieters von Spezialmotoren für militärische und zivile Anwendungen kann es eigentlich nicht liegen. Dies wurde auf der Hauptversammlung erneut deutlich. Dort wurde nicht nur die Dividendenausschüttung in Höhe von 0,25 EUR beschlossen.

    In seiner Rede ging CEO Julian Cassutti vor allem auf die hohe Visibilität und das erhebliche Wachstumspotenzial des Unternehmens ein. Neben einem gesicherten Auftragsbestand von über 300 Mio. EUR bis 2030 verfüge das Unternehmen auch über eine konkret identifizierte Pipeline in Höhe von 530 Mio. EUR. Damit liege das Umsatzpotenzial für die kommenden Jahre bei bis zu 830 Mio. EUR. Die Analysten von NuWays erwarten, dass Steyr im laufenden Jahr zwischen 75 Mio. EUR und 95 Mio. EUR umsetzen wird.

    Auf der Produktseite hob Cassutti in seiner Rede die M12 Power Unit hervor. Mit dieser wollen die Österreicher den Markt für maritime Drohnen erschließen. Die modulare und kompakte Einheit ermöglicht eine zuverlässige Energieversorgung für Anti-Drohnen-Systeme, mobile Spezialkräfte sowie Feld- und Basislager und trifft damit auf eine strukturell steigende Nachfrage nach dezentralen, robusten Energielösungen. Steyr schätzt, dass dieser Markt bis 2032 ein Gesamtvolumen von 37 Mrd. EUR erreichen wird. Für das eigene Produkt sieht man ein kumuliertes Umsatzpotenzial von mehr als 100 Mio. EUR bis 2030.

    Das Unternehmen ist derzeit mit 195 Mio. EUR bewertet.

    Siemens Energy: "Top Pick"

    Nachdem die Gespräche zwischen den USA und dem Iran gescheitert sind, geht es bei den Preisen für Öl und Gas wieder nach oben. Damit richtet sich der Blick auch wieder auf den Energiesektor und die deutsche Siemens Energy. Die Aktie des DAX-Konzerns verlor gestern über 2 % an Wert. Mit rund 162 EUR notiert das Wertpapier dennoch nahe am Allzeithoch. Geht es nach J.P. Morgan, könnte die Aktie bald die Marke von 200 EUR erreichen. Für die Analysten ist der deutsche Energiekonzern ein "Top Pick" im Sektor.

    Dass Siemens Energy weit mehr als Gaskraftwerke liefert, wurde durch die jüngste Meldung klar. So treibt der Konzern die digitale Transformation mit Hochdruck voran und setzt dabei verstärkt auf Cloud- und KI-Technologien. Vor wenigen Tagen wurde eine strategische Partnerschaft mit Amazon Web Services (AWS) bekannt gegeben. Ein zentraler Bestandteil der Kooperation ist die gemeinsame Entwicklung von Energieinfrastrukturen für Rechenzentren. Gemeinsam sollen neue Ansätze für die Versorgung wachsender Rechenzentrumskapazitäten wie beispielsweise Backup-Systeme und Microgrid-Konzepte entwickelt werden. Dabei bringt Siemens Energy seine Expertise in Netzanschlusslösungen, Stromerzeugung und Netztechnologien ein. Die Partnerschaft baut auf bestehenden Projekten auf, darunter die IoT-basierte „Connected Factory“-Plattform von Siemens Energy. Diese verbindet Produktionsanlagen weltweit mit der AWS-Cloud und ermöglicht Echtzeitüberwachung sowie vorausschauende Wartung. Die Integration von IT- und Betriebstechnologie hat bereits zu Effizienzsteigerungen in der Fertigung geführt.


    Fazit

    Mit der Korrektur beim Goldpreis eröffnet sich bei DRC Gold eine spannende Kaufchance. Das Ressourcen-Update sollte der Aktie neuen Schwung geben. Bei Rüstungsaktien wie Steyr Motors fehlt es derzeit einfach an Momentum. Siemens Energy bleibt hoch bewertet, aber eben auch ein Basisinvestment im Energiesektor.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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