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09.01.2026 | 04:30

Trump will über 1.500 Mrd. USD ins Militär stecken! Chance für Rheinmetall und Graphano Energy!? VORSICHT bei Standard Lithium!

  • Rüstung
  • Rohstoffe
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Bildquelle: pixabay.com

Paukenschlag am Mittwoch! US-Präsident Donald Trump will die Militärausgaben auf 1,5 Billionen USD pro Jahr erhöhen. Bereits im laufenden Jahr stecken die USA mit 901 Mrd. USD so viel wie kein anderes Land in ihr Militär. Neben den US-Rüstungskonzernen könnte es auch andere Gewinner geben. Beispielsweise Graphano Energy. Das Unternehmen erschließt ein Grafitvorkommen in Kanada. Grafit wird als kritischer Input für die militärische Lieferkette gesehen. Auch Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall kann auf Wachstum in den USA hoffen. Lithium-Hersteller werden bereits von der US-Regierung gefördert. Davon profitiert Standard Lithium. Doch Fitch zweifelt an den Markterwartungen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010 , Graphano Energy Ltd. | CA38867G2053 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

Inhaltsverzeichnis:


    Kann Rheinmetall von den Trump-Milliarden profitieren?

    US-Präsident Donald Trump ist immer wieder für eine Überraschung gut. Nach dem Coup in Venezuela scheint er Freude an Militäreinsätzen gefunden zu haben. Die Zeiten seien "unruhig und gefährlich", schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Daher wolle er die Militärausgaben auf 1,5 Billionen USD erhöhen. Und natürlich pro Jahr und bereits ab dem kommenden Jahr. Mit Kongressmitgliedern, Ministern und anderen politisch Verantwortlichen habe er bereits gesprochen. Dabei stecken die USA mit einem Budget von 901 Mrd. USD schon heute mehr Geld in Verteidigung als jedes andere Land. Sollte Trump seinen Plan tatsächlich umsetzen können, würde dies die Geschäfte von Rüstungskonzernen kräftig befeuern.

    Auch für Rheinmetall könnten die Pläne des US-Präsidenten einen Wachstumsschub bedeuten. Im Geschäftsjahr 2024 wies Rheinmetall Umsätze in „North-, Middle- and South America“ von 746 Mio. EUR aus, das entspricht 7,7 % des Konzernumsatzes. Dies ist im Vergleich zu europäischen Wettbewerbern wie BAE Systems, Leonardo und Thales zwar noch wenig, aber der deutsche Konzern hat seine Aktivitäten in den USA in den vergangenen Jahren gezielt ausgebaut. Damit ist man zu einem ernst zu nehmenden Player bei künftigen Ausschreibungen geworden. Mit der Übernahme von Loc Performance und den anschließenden Investitionen in Kapazitäten im US-Bundesstaat Michigan hat Rheinmetall eine Plattform geschaffen, um US-Army-Programme nicht nur als Exporteur, sondern als lokaler Anbieter zu bedienen. In einem Umfeld deutlich steigender Verteidigungsausgaben würden typischerweise Mittel in Modernisierung, Instandsetzung und schnelle Verfügbarkeit fließen. Genau hier kann Rheinmetall über sein US-Standbein mit Fahrzeug- und Komponentenfertigung, Wartungskompetenz und einer stärker „Buy-American“-kompatiblen Lieferkette punkten. Hinzu kommt, dass höhere Budgets häufig zu schnelleren Beschaffungszyklen und mehr Mehrjahresverträgen führen. Das würde die Visibilität für Auftragszuflüsse verbessern und könnte Rheinmetall in den USA den Sprung von einzelnen Verträgen hin zu einer breiter angelegten Programmperspektive ermöglichen. Vor dem Hintergrund der in Europa eher schleppend verlaufenden Vergabe von echten Großaufträgen könnte dies der Aktie neuen Antrieb geben.

    Graphano Energy: Gewinner der Trump-Pläne?

    Auch für Rohstoffunternehmen bieten die Pläne von Trump eine große Chance. Beispiel Grafit: Es ist für die US-Rüstungsindustrie strategisch wichtig. Unter anderem gehört es als Hochtemperatur-Werkstoff zu kritischen Komponenten, etwa bei Raketentriebwerken. Grafit sowie Carbon-Werkstoffe werden dort in besonders belasteten Düsen-Bereichen eingesetzt, um Erosion zu reduzieren. Insgesamt ist Grafit ein lieferkettenkritischer Input für verteidigungsrelevante Elektronik- und Industrieketten und zählt in den USA zu den als national sicherheitsrelevant eingestuften „critical minerals“. Dass Washington das Thema sicherheitspolitisch priorisiert, zeigt sich auch daran, dass das Pentagon über Instrumente wie den Defense Production Act Projekte zur heimischen Grafit-Wertschöpfung unterstützt, um Abhängigkeiten und potenzielle Versorgungsrisiken in Krisenlagen zu reduzieren. In diesem Rahmen hat man sich auch an den kanadischen Rohstoffunternehmen Trilogy Metals und Lithium Americas beteiligt.

    Entsprechend dürfte Grafit im laufenden Jahr stärker in den Fokus von Investoren rücken. Anleger können sich beispielsweise mit Graphano Energy positionieren. Das Unternehmen treibt die Entwicklung von drei Grafit-Projekten im kanadischen Quebec voran. Man profitiert von ausgezeichneter Infrastruktur, steuerlichen Anreizen, dem Zugang zu sauberer Wasserkraft und politischer Unterstützung. Die Aktie erscheint alles andere als teuer zu sein und tendiert seit August 2025 seitwärts. Dies könnte bald ein Ende haben.

    Lac Aux Bouleaux ist das Flaggschiffprojekt. Das September-Bohrprogramm ergab unter anderem ein Bohrloch mit 4,81 % Cg über 12,25 Meter und 6,63 % Cg über 7,07 Meter. Umfangreiche, oberflächennahe Graphitmineralisierung entlang verschiedener Strukturen weisen auf ein großes Lagerstättenpotenzial hin. In der laufenden Woche hat die geophysikalische Untersuchung mittels Hubschrauber-Luftmagnetik („MAG”) und Zeitbereichselektromagnetik („TDEM”) begonnen. Mit der Technik wurden bereits erfolgreich Mineralsysteme in dieser vielversprechenden Region identifiziert. Untersucht wird ein Gebiet von etwa 637 km². Die hochauflösenden Daten sollen wichtige Informationen über den Untergrund liefern und Graphano bei der strategischen Erschließung des Areals unterstützen.

    Newsflow können Anleger auch beim Standard-Mine-Projekt erwarten. Nach starken Bohrergebnissen mit einem Gehalt von bis zu 15,95 % graphitischem Kohlenstoff soll im laufenden Jahr die Ressourcenschätzung erfolgen.

    Standard Lithium: Fitch tritt beim Lithium-Preis auf die Bremse

    Auch Standard Lithium wird von der US-Regierung unterstützt, wenn auch nicht durch eine direkte Beteiligung. Die Aktie notierte im Tief 2025 bei 1 USD und steht derzeit über 5 USD. Zuletzt hatte Fitch für einen Dämpfer bei den Lithium-Aktien gesorgt. Denn was den Lithiumpreis angeht, sei man zurückhaltend.

    Im Rahmen des Global Mining Outlook rechnet Fitch damit, dass der Lithiummarkt 2026 von einem Überangebot geprägt bleibe. Damit bleibe das Potenzial für nachhaltig steigende Preise begrenzt. Diese Einschätzung passt zur Linie, die Fitch bereits 2025 eingeschlagen hat, als die Agentur ihre Lithium-Preisannahmen mit Verweis auf Überangebot, hohe Lagerbestände und eine schwächere EV-Nachfrage nach unten angepasst hatte. Zwar hat der Markt zuletzt punktuell Erholungstendenzen gezeigt, unter anderem weil der Boom bei stationären Speichern die Nachfrage stützt und temporäre Angebotsreaktionen Preisspitzen begünstigen können. Aus Fitch-Sicht ändert das aber nichts am Grundproblem, dass das Angebot der vergangenen Jahre schneller gewachsen ist als die planbare, margenstarke Nachfrage. Für Produzenten bedeutet das für 2026 und darüber hinaus ein Umfeld, in dem sich Erfolg eher über Kostenführerschaft, Projektpriorisierung und Kapazitätsdisziplin als über Volumen erreichen lasse. Gleichzeitig dürften Finanzierer stärker auf Break-even-Preise, Vertragsabsicherung und realistische Ramp-up-Pläne schauen, was besonders hochkapitalintensive Neubauprojekte unter Druck setzt und den Konsolidierungsdruck in der Branche erhöhen könnte.

    Fazit

    Sollte Trump seinen Plan durchsetzen können, dürfte es an der Börse einige Gewinner geben. Ob Rheinmetall dazu zählt, ist noch nicht klar, aber das US-Geschäft sollte in den kommenden Jahren durchaus überproportional zulegen können. Kritische Rohstoffe dürften zu den Gewinnern gehören, denn das Tauziehen zwischen den USA und China dürfte weiter gehen und Rohstoffe eine wichtige "Waffe" bleiben. Davon sollte Graphano Energy profitieren können. Standard Lithium bleibt eines der Basis-Investments im Lithium-Sektor, allerdings würde eine längere Konsolidierung nach dem starken Anstieg im Vorjahr nicht überraschen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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