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2021-05-18 05:00

Wallstreet:Online, FlatexDegiro, Facebook: Welche Broker-Aktie ist die Beste?

  • Online-Broker
Bildquelle: pixabay.com

Wenn eine hohe Sparquote auf eine steigende Teuerung trifft, profitiert die Börse. Schon mit dem Ausbruch der Pandemie stürzten sich Privatanleger auf aussichtsreiche Chancen: Gold, Wasserstoff, Elektromobilität - all das waren zuletzt die Trends, die Anleger-Herzen höher schlagen ließen. Doch auch Aktien rund um die Börse selbst sind gefragt. Manch ein Geschäftsmodell ist sogar so ausgereift, dass es vom Boom gleich mehrfach profitieren kann.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
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Inhaltsverzeichnis:


    Wallstreet:Online: Medien + Brokerage = Erfolg?

    Ein Beispiel ist Wallstreet:Online. Das Unternehmen, das viele Privatanleger wegen des gleichnamigen Portals oder der News-Seite Finanznachrichten.de kennen, betreibt seit mehr als einem Jahr auch Brokerage unter der Marke Smartbroker. Dieser konnte im ersten Jahr alle Erwartungen übertreffen und lockte zahlreiche neue Kunden an. Insgesamt 80.000 waren es im ersten Jahr. Bis Ende 2021 sollen es sogar 200.000 Kunden sein. Gleichzeitig hat das Unternehmen in qualifiziertes Personal investiert und neben CEO Mattias Hach Hach (zuvor Comdirect, flatex, ViTrade) auch den Finanz-Experten Roland Nicklaus vom Aufsichtsrat als CFO in den Vorstand geholt. Das Ziel: Investoren noch besser ansprechen.

    Wallstreet:Online verfolgt ein Geschäftsmodell, das einerseits aufs Mediengeschäft ausgerichtet ist und andererseits darauf, den Smartbroker als attraktive Alternative zu bestehenden Anbietern zu etablieren. Nach den bereits guten Zahlen beim Kundenwachstum scheint auch die Qualität zu überzeugen: Erst kürzlich erhielt der Smartbroker im Broker-Test des Handelsblatts drei Mal die Note „Sehr Gut". Wallstreet:Online will seine Medien noch besser mit seinem Brokerage verzahnen und es so etwa ermöglichen, dass Kunden direkt aus Foren oder Artikeln handeln können. Das steigert die Umsätze und macht auch die Portale noch attraktiver. Die Aktie befindet sich auch weiterhin im Aufwärtstrend – wie am Schnürchen steigt der Kurs seit mehr als einem Jahr.

    FlatexDegiro: Was kommt nach 2020?

    Gut entwickelt hat sich auch der Kurs des Wallstreet:Online-Konkurrenten FlatexDegiro. Zuletzt haben sich Analysten darüber gesorgt, ob die Handelsumsätze auch im zweiten oder dritten Quartal so robust ausfallen würden, wie bisher. Die Aktie hat infolge ein wenig nachgegeben. Wie das Geschäft konkret läuft, das werden Anleger Ende Juni erfahren – dann legt das Unternehmen Zahlen vor. FlatexDegiro bietet mehrere Brokerage-Marken und setzt vor allem auf günstige Preise. Weiterhin hat das Unternehmen ein Kernbankensystem entwickelt, das White-Label-Lösungen für Geschäftskunden bietet.

    2020 lag der Umsatz des Unternehmens bei 261 Mio. EUR und der Gewinn erreichte die Marke von knapp 100 Mio. EUR. Binnen 2019 und 2020 gelang es dem Unternehmen, auch wegen des Zukaufs von Degiro, seine Kundenanzahl deutlich zu steigern. 2020 hatte FlatexDegiro rund 1,3 Mio. Kunden. Auch die Zahl der Transaktionen vervielfachte sich im vergangenen Jahr. Dank seiner Vollbank-Lizenz, kann FlatexDegiro verschiedene Finanzdienstleistungen anbieten. Ob der Wert nach dem bereits erfolgten Wachstum aktuell aber noch so viel Fantasie hat, ist offen.

    Facebook: So wird's gemacht!

    Gute Geschäfte in der Medienbranche macht auch Facebook. Das Unternehmen zeigt, wie effektiv ein Medienangebot beim Vertrieb unterstützen kann: Nutzer bekommen individuelle Anzeigen geboten sowie Content, der zu ihren Nutzungsgewohnheiten passt. Auf diese Weise ist Facebook in die „Big Five" der großen Tech-Konzerne aufgestiegen. Heute ist das Unternehmen mit rund 770 Mrd. EUR bewertet. Dass sich im Universum Facebooks auch neue Produkte effektiv an den Markt bringen lassen, zeigt der Start eines eigenen Dating-Dienstes in den USA. Dass dieses Projekt ein Erfolg wird, erscheint vorprogrammiert. Selbst das zeitweise ein wenig aus der Mode gekommene Netzwerk Facebook konnte zuletzt seine täglichen Nutzer wieder steigen. Und für alle, die Facebook den Rücken gekehrt haben, hat der Konzern mit WhatsApp und Instagram auch Alternativen im Angebot.

    Der Erfolg von Facebook dürfte sich fortsetzen. Zwar sind Tech-Aktien zuletzt ein wenig abgestraft worden, doch dürfte das zumindest bei den großen Vertretern der Branche nur eine vorübergehende Schwäche sein – zu groß ist die Marktstellung. Von Facebook lernen können dagegen kleinere Unternehmen. Wallstreet:Online hat im deutschsprachigen Raum rund um Geldanlage auch viele relevante Medien im Portfolio. Ähnlich wie es auch Facebook macht, könnte Wallstreet:Online die Interaktionen dort künftig noch effektiver in Neukunden und Umsätze des eigenen Smartbrokers ummünzen. Im Bereich Brokerage hat die Aktie von Wallstreet:Online wegen der vielversprechenden Medienbeteiligungen die Nase vorn.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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