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15.08.2022 | 06:00

Wer profitiert von Rezession und Inflation? BASF, Viva Gold, K+S

  • Krise
Bildquelle: pixabay.com

Aktuell vollzieht der Markt eine kleine Bärenmarkt-Rally. Der Grund: Nachlassende Energiepreise und erste Anzeichen für eine geringere Inflationsdynamik nähren die Hoffnung, die Notenbanken könnten ihre Zinswende möglicherweise früher pausieren, als erwartet. Diese Aussicht auf eine weiche Landung der Weltwirtschaft hat in den vergangenen Tagen und Wochen sogar Zykliker wieder steigen lassen. Doch was, wenn die Inflation bleibt oder die Wirtschaft 2023 deutlich schrumpft?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: VIVA GOLD CORP. | CA92852M1077 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Inhaltsverzeichnis:


    BASF: Von Bärenmarkt-Rally nicht täuschen lassen

    Der ehemalige Chef des Anleihe-Investors Pimco, Mohammed El-Erian, hält eine Rezession in den USA binnen der kommenden zwölf Monate im Interview mit dem „Spiegel" für „sehr hoch". Der Grund: Die Notenbanken haben die Inflation zu lange unterschätzt und müssten jetzt zu schwere Geschütze auffahren, um der Teuerung Herr zu werden. Gnädiger geht El-Erian mit der EZB um und lobt das jüngste Eingeständnis, die Inflation unterschätzt zu haben und betont die besondere Herausforderung des volkswirtschaftlich fragmentierten Euro-Raums. Da die Eurozone im Vergleich zu den USA um einige Monate hinterherhinkt, könnte der EZB eine weiche Landung noch eher gelingen, als den USA. Für Zykliker, wie etwa BASF, die in den vergangenen Wochen deutlich zulegen konnten, bleibt die Fallhöhe trotzdem hoch.

    Zwar macht Deutschland auf dem Weg zur Unabhängigkeit von russischem Gas große Fortschritte, doch könnten Ereignisse, wie der mutmaßliche Raketenangriff der Ukraine auf die russische Militärbasis auf der Krim, Russland zu irrationalen Maßnahmen bringen – Gasembargo inklusive. In einem solchen Fall dürfte auch der vermeintliche Handlungsvorsprung der EZB gegenüber der FED keinen Einfluss mehr haben – eine Rezession wäre auch in der Eurozone kaum abzuwenden. Aktien wie BASF, aber auch der gesamte DAX sind aktuell akut gefährdet, die Verlaufstiefs von Juli erneut zu testen. Anleger sollten sich von der Bärenmarktrally – zumindest in zyklischen Branchen – nicht auf die falsche Fährte locken lassen.

    Viva Gold: Projekt in einer spannenden Phase

    Viel eher, als ein nachhaltiges Comeback von Industrietiteln, ist heute die Renaissance von Gold angezeigt. Schon im Juli ließ die Dynamik der Zinsanstiege nach – der Markt preiste ein, dass die Notenbanken womöglich schon 2023 wieder zu niedrigeren Zinsen im Zuge einer Rezession gezwungen sein könnten. Parallel dazu erholte sich Gold merklich von seinen Tiefs. Auch der Taiwan-Konflikt und der Ukraine-Krieg gelten als gute Argumente für Gold. Einige Marktteilnehmer, wie das Anlegermagazin „Der Aktionär" wittern gar eine Krise, vergleichbar mit 2008 und sprechen sich deswegen für das Edelmetall aus. Während der Goldpreis bereits angezogen hat, könnten sich bei Aktien aus der Branche noch Chancen ergeben. Der im US-Bundesstaat Nevada tätige Projekt-Entwickler und Goldsucher Viva Gold treibt sein Tonopah Gold-Projekt voran und plant eine Machbarkeitsstudie.

    Das Projekt befindet sich im Walker Trend, wo allein in den vergangenen Jahren Akteure wie Kinross, Centerra, AngloGold oder Augusta Gold Projekte erworben haben. Im Rahmen einer ökonomischen Untersuchung (PEA) des Projekts errechneten Experten auf Basis eines Goldpreises von 1.400 USD einen internen Zinsfuß (IRR) nach Steuern von 22%. Ende Juni schloss Viva Gold ein Bohrprogramm über 3.000m ab, im September sollen weitere Bohrungen starten. Erste Arbeiten an einer vorläufigen Machbarkeitsstudie sind noch 2022 geplant. Die Aktie von Viva Gold handelt aktuell knapp 40% unter dem Niveau von vor einem Jahr. Wer auf weiter steigende Preise bei Gold setzen will und glaubt, dass das Edelmetall am Anfang eines Trends steht, sollte sich Viva Gold näher ansehen.

    K+S: Ruhig Blut!

    Als gute Aktie für alle, die eine Inflation erwarten, galt lange auch K+S. Als Düngemittelhersteller profitiert K+S von steigenden Preisen für Agrarrohstoffe und auch dem Klimawandel – wenn Dürren die Erträge in manchen Regionen schmälern, muss anderswo mittels Dünger nachgeholfen werden. In den vergangenen Monaten hat die Aktie aber von 36 EUR auf 20 EUR verloren. Zu groß war der Hype zuvor. Aus Sicht von einem Jahr ist die Aktie zwar noch immer deutlich im Plus, doch sollten Anleger, die sich bei K+S engagieren wollen, zunächst eine Bodenbildung abwarten. Operativ ist bei K+S allerdings vieles in Ordnung, auch die Analysten zeigten sich nach Veröffentlichung der Quartalszahlen zufrieden.


    Anleger haben in diesen Tagen die Qual der Wahl. Wer gerne auf fahrende Züge springt, sollte angesichts der Rezessions-Ängste und des Eskalations-Potenzials in Krisenherden aber vorsichtig sein: Werte wie BASF bergen noch immer Gefahren. Besser sieht es schon bei K+S aus. Hier sind die grundlegenden Trends noch immer intakt. Erst so richtig Fahrt aufnehmen könnten Goldwerte , wie etwa Viva Gold. Dieser Trend steht zwar erst am Anfang, wer sich aber früh entscheidet, kann womöglich langfristig große Renditen einfahren.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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