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14.05.2026 | 05:30

221 % Wachstum erst der Anfang! Wolfram-Produzent Almonty Industries steht vor Milliardenumsätzen!

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Bildquelle: KI

Ist die Aktie von Almonty Industries nach einer 150-%-Rally im laufenden Jahr noch ein Kauf? Ja, wenn man sich die Schätzungen der Analysten der Bank of America ansieht. Denn das Umsatzwachstum von 221 % im ersten Quartal des laufenden Jahres dürfte erst der Anfang gewesen sein. Für das kommende Jahr trauen die Experten dem Wolfram-Produzenten einen Umsatz von 1,32 Mrd. CAD zu. Und zwar mit Margen, die man sonst eher im Technologiebereich sieht. Der Gewinn je Aktie soll auf 3,50 CAD klettern. Damit liegt das KGV aktuell unter 10. Dies erscheint alles andere als teuer für ein Unternehmen zu sein, das einen sonst von China beherrschten kritischen Rohstoff anbietet. Interessierte Anleger sollten sich den 20. Mai im Kalender markieren und sich für das IIF anmelden.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII

Inhaltsverzeichnis:


    221 % Wachstum in Q1

    Almonty Industries hat im ersten Quartal 2026 einen deutlichen operativen Sprung geschafft. Der Umsatz schoss im Jahresvergleich um 221 % auf 25,4 Mio. CAD nach oben. Bemerkenswert dabei ist, dass das gesamte Wachstum ausschließlich aus der portugiesischen Panasqueira-Mine stammt. Die südkoreanische Sangdong-Mine, die als eines der wichtigsten westlichen Wolframprojekte gilt, hat im Berichtszeitraum noch keinen wesentlichen Ergebnisbeitrag geliefert. Genau das wird sich bereits ab dem zweiten Quartal massiv ändern und Umsatz sowie Gewinn des Unternehmens in eine neue Liga katapultieren.

    In Q1 drehte das bereinigte EBITDA von minus 2,4 Mio. USD im Vorjahresquartal auf plus 6,1 Mio. USD. Der operative Cashflow lag bei ordentlichen 9,7 Mio. USD, nachdem im Vorjahr noch ein negativer operativer Mittelabfluss von 4,4 Mio. USD verbucht worden war.

    Positiver Ausblick

    Besonders interessant für Anleger ist natürlich der Ausblick. Im März 2026 hat Almonty offiziell die Inbetriebnahme der Sangdong-Mine in Südkorea gefeiert. Das Projekt gilt als eines der größten und hochgradigsten Wolframvorkommen weltweit und soll künftig eine zentrale Rolle für die westliche Rohstoffversorgung spielen. CEO Lewis Black sprach von einem „entscheidenden Wendepunkt“ in der Unternehmensentwicklung. Bislang spiegeln die Quartalszahlen die Produktionsleistung von Sangdong praktisch noch nicht wider. Ab dem zweiten Quartal dürfte sich das ändern. Mit dem Hochlauf der Mine sollte Umsatz, EBITDA und Cashflow daher sprunghaft ansteigen.

    Hinzu kommt der explodierende Wolfram-Preis. Im Januar 2026 lag der Preis für eine metrische Tonne (mtu) – dies entspricht 10 kg – Ammoniumparawolframat am Handelsplatz Rotterdam bei rund 900 USD. Inzwischen müssen über 3.000 USD je mtu bezahlt werden.

    Wolfram zählt zu den strategisch wichtigsten Industriemetallen der Welt. Das extrem harte Schwermetall besitzt mit 3.422 Grad Celsius den höchsten Schmelzpunkt aller Elemente und wird unter anderem in der Chemie-, Halbleiter-, Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungsindustrie eingesetzt. Besonders gefragt ist Wolfram bei modernen Waffensystemen wie Tomahawk-Marschflugkörpern oder Patriot-Raketen, da das Metall durch seine hohe Dichte, Härte und Hitzebeständigkeit ideal für militärische Anwendungen geeignet ist. Laut Berichten der „Washington Post“ sollen die Lagerbestände der USA nach den jüngsten militärischen Einsätzen im Nahen Osten auf ein alarmierend niedriges Niveau gefallen sein. Gleichzeitig wächst auch die Nachfrage aus der Technologiebranche rasant. Die vom KI-Boom angetriebene Halbleiterindustrie benötigt große Mengen Wolframhexafluorid (WF₆), das bei der Chipproduktion eingesetzt wird. Branchenkreisen zufolge haben asiatische Produzenten zunehmend Schwierigkeiten, ausreichend Wolfram für die Weiterverarbeitung zu beschaffen.

    Bank of America erwartet Wachstum und hohe Margen

    Die Analysten von Bank of America (BofA) sehen bei Almonty Industries in den kommenden Jahren einen massiven Wachstumsschub, getrieben vor allem durch den Hochlauf der Sangdong-Mine in Südkorea sowie deutlich höhere Wolframpreise. Bei den Markttrends wird die stark gestiegene Nachfrage aus dem Verteidigungssektor sowie die weiterhin bestehenden chinesischen Exportbeschränkungen angeführt.

    Entsprechend stark sollen sich Umsatz und Gewinn in den kommenden Jahren entwickeln. Der Umsatz soll laut Studie von 33 Mio. CAD im Jahr 2025 auf rund 670 Mio. CAD im laufenden Jahr explodieren. 2027 rechnen die Analysten bereits mit Erlösen von 1,32 Mrd. CAD. Gleichzeitig soll das EBITDA von zuletzt noch negativen 24 Mio. CAD im vergangenen Jahr auf 597 Mio. CAD im Jahr 2026 und anschließend auf 1,21 Mrd. CAD in 2027 klettern.

    Auch beim Gewinn je Aktie erwartet die Bank eine fantastische Entwicklung. Nach einem Verlust von 0,73 CAD je Aktie im Jahr 2025 soll Almonty 2026 bereits 1,75 CAD je Aktie verdienen. Für 2027 prognostizieren die Analysten sogar einen Gewinnsprung auf 3,50 CAD je Aktie. Derzeit notiert die Almonty-Aktie bei rund 30 CAD. Ein KGV von unter 10 für einen wohl einzigartigen Anbieter eines kritischen Rohstoffs erscheint dies alles andere als teuer.

    Parallel dazu soll der freie Cashflow von minus 80 Mio. CAD im Jahr 2025 auf 405 Mio. CAD im Jahr 2026 und 871 Mio. CAD im Jahr 2027 ansteigen. Die Nettoverschuldung dürfte sich laut Studie dadurch rasch in eine hohe Netto-Cash-Position verwandeln. Insgesamt sieht BofA Almonty damit als einen der wenigen westlichen Wolfram-Produzenten in einer strategisch äußerst attraktiven Position.

    Und es besteht weiteres Upside-Potenzial. Denn beim Wolfram-Preis sind die Analysten weiterhin sehr konservativ. Für 2027 kalkulieren sie mit einem Preis von 2.700 USD je mtu und für 2028 sind es 1.984 USD.

    Update am 20. Mai 2026

    Ein Update zur Entwicklung dürfte es bereits in der kommenden Woche geben. Dann wird Almonty-CEO Lewis Black auf der virtuellen Investorenkonferenz IIF präsentieren. Auch Privatanleger können sich für das IIF kostenlos anmelden. Für Black dürfte es einiges zu berichten geben. Denn Sangdong wird nicht nur hochgefahren, sondern die Mine in Portugal ausgebaut und im US-Bundesstaat Montana errichtet man derzeit den dritten Standort.

    In Montana, genauer gesagt in der Stadt Dillon, befindet sich inzwischen auch der Firmensitz. Damit rückt man an wichtige Partner aus Regierung, Verteidigung und Industrie heran.

    Kostenlos für das International Investment Forum am 20. Mai 2026 anmelden

    Fazit: Neues Allzeithoch nur noch einer Frage der Zeit?

    Trotz einer 150 %-Rally im laufenden Jahr erscheint die Aktie von Almonty Industries nicht teuer. Das KGV für 2027 liegt unter 10 und beim Wolfram-Preis sind nicht nur die Analysten der BofA eher konservativ. Das Unternehmen fängt gerade erst an Umsatz und Gewinn kräftig zu steigern. Hinzu kommt die Bedeutung als praktisch der einzige westliche Anbieter, der Wolfram im großen Umfang liefern kann.

    Ein neues Allzeithoch nur noch einer Frage der Zeit? Quelle: LSEG

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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