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06.03.2026 | 05:15

900 % Kursplus und nur ein KGV von 10! Rheinmetall, Hensoldt, Almonty Industries!

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  • kritischemetalle
Bildquelle: Rheinmetall

Kann eine Aktie nach Plus 900 % in 12 Monaten noch günstig sein? Wenn man sich die aktuellen Analystenschätzungen für Almonty Industries ansieht, kann man die Frage mit "Ja" beantworten. Daher erhöhen die Analysten ihr Kursziel deutlich und empfehlen den Wolframproduzenten zum Kauf. Sie erwarten eine Umsatz- und Gewinnexplosion ab diesem Jahr. Dagegen verlieren Anleger bei Rheinmetall und Hensoldt langsam den Glauben an den Superzyklus. Beide Aktien dümpeln im laufenden Jahr vor sich hin. Auch der Krieg im Nahen Osten kann den Rüstungsaktien keine Impulse geben. Dabei hat Rheinmetall genau die Produkte im Portfolio, die so dringend benötigt werden: eine relativ günstige Drohnenabwehr. Denn den USA sollen langsam die teuren Abfangraketen ausgehen. Hensoldt hat zuletzt einen Rekordauftragsbestand gemeldet, aber Anleger sind von Umsatz- und Gewinnwachstum enttäuscht. Kann eine Übernahme neue Impulse für die Aktie bringen?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries: KGV für 2027 unter 10

    Am Dienstag sah es kurzzeitig so aus, als wäre die Rekordfahrt bei der Almonty-Aktie erst mal beendet. Die Aktie knickte um über 15 % ein. Nach mehr als 100 % seit Jahresanfang wären Gewinnmitnahmen durchaus verständlich. Doch der Rückgang wurde sofort für Käufe genutzt. Gestern notierte die Aktie an der Nasdaq wieder über 20 USD.

    Und geht es nach Cantor Fitzgerald, ist die Rekordjagd noch nicht zu Ende. Die Analysten haben am Mittwoch ihr Studienupdate zum Wolframproduzenten veröffentlicht. Ihr Kursziel liegt bei 25,80 USD bzw. 36,00 CAD. Damit haben sie ihr Kursziel um mehr als 50 % angehoben. Sie verweisen zum einen auf den steigenden Wolframpreis. Dieser habe sich seit Jahresanfang mehr als verdoppelt. Inzwischen wird für die metrische Tonne (mtu) des seltenen Rohstoffs am Handelsplatz Rotterdam über 1.800 USD bezahlt. Vor einem Jahr lag der Preis noch bei deutlich unter 400 USD. Der Krieg im Nahen Osten dürfte Militärausgaben und damit den Wolframpreis weiter antreiben. Denn das besonders harte Metall ist knapp und wird in der Rüstungsindustrie unter anderem für Raketen und Munition benötigt.

    Aus Sicht der Analysten ist Almonty auf dem besten Weg, der größte nicht-chinesische Wolframlieferant für westliche Märkte zu werden. Die Jahresproduktion soll von bisher rund 58.000 mtu/Jahr bis 2028 auf 800.000 mtu ansteigen. Dazu soll der Ausbau der Mine in Portugal, das Hochfahren der Mine in Südkorea – übrigens ist sie wahrscheinlich die effizienteste weltweit – und die Erschließung der US-Mine in Montana beitragen.

    Steigende Produktion bei hohen Preisen hat naturgemäß massive Auswirkungen auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung von Almonty. Cantor Fitzgerald erwartet, dass sich der Umsatz des Wolframkonzerns im laufenden Jahr auf 472,3 Mio. CAD mehr als verzehnfachen wird. Im Jahr 2027 soll der Umsatz dann bei 1,2 Mrd. CAD liegen. Der Gewinn je Aktie im Jahr 2026 wird von den Analysten auf 1,16 CAD geschätzt. Im kommenden Jahr sollen es dann bereits 3,21 CAD sein. Da scheint der aktuelle Kurs von 27,56 CAD trotz der Rally im laufenden Jahr immer noch nicht hoch zu sein. So liegt das KGV für 2027 unter 10. Damit ist die Almonty-Aktie für Cantor Fitzgerald ein Kauf.

    https://youtu.be/hCtXGn1rYk0?si=T7nwE9SwJLcxG4wE

    Rheinmetall: „bezahlbare Luftverteidigung“ gegen Drohnen

    Es ist erschreckend, wie die Luftverteidigung im Nahen Osten bei günstigen Drohnen an ihre Grenzen stößt – obwohl der Krieg in der Ukraine seit Jahren lehrt, dass Masse und Kostenlogik entscheidend sind. Wenn billige Drohnen mit teuren Abfangraketen bekämpft werden, gewinnt am Ende nicht zwingend die bessere Technologie. In Katar, Dubai, Saudi-Arabien und Co. scheint man mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Gestern gab es sogar erste Meldungen, dass den USA die Abfangraketen ausgehen. Kein Wunder, die Produktionskapazität von Drohnen im Iran übersteigt die der Raketenfertiger in den USA um ein Vielfaches. Deshalb versucht die US-Luftwaffe verzweifelt, die Fabriken im Iran zu zerstören. Ob der Plan aufgeht, bleibt abzuwarten.

    Die Nachfrage nach „bezahlbarer Luftverteidigung“ sollte also explodieren. Und genau dies bietet Rheinmetall. Der mobile Skyranger und der stationäre Skyguard sind für die innerste Schicht der Luftverteidigung vorgesehen, also die Zone, in der Drohnen abgefangen werden, bevor sie Infrastruktur oder Truppen treffen. Skyranger ist als mobile Lösung auf hohe Feuerrate, präzise Zielbekämpfung und programmierbare Airburst-Munition ausgelegt. Rheinmetall nennt je nach Kaliber effektive Reichweiten von bis zu 3 km (30 mm) bzw. 4 km (35 mm) und sieht das System explizit im Counter-UAS- und Nahbereichsflugabwehrprofil. Skyguard ist die stationäre Variante für den Schutz kritischer Infrastruktur. Rheinmetall positioniert das System als Teil einer gestaffelten Luftverteidigung und betont die Fähigkeit, kleine und schnelle Ziele zu bekämpfen. In der Praxis bedeutet das, dass Skyguard Drohnen in hoher Frequenz und zu deutlich niedrigeren Stückkosten neutralisieren kann. Genau die Art von „ökonomischer Abwehr“, die derzeit so dringend benötigt wird.

    Die Rheinmetall-Aktie konnte davon in dieser Woche bisher nicht profitieren. Bis Donnerstagabend hat sie in den vier Handelstagen fast 6 % an Wert verloren und notiert etwa auf dem Niveau des Jahresanfangs.

    Hensoldt: Börse will Wachstum sehen

    Auch das Wertpapier von Hensoldt ist derzeit antriebslos. Die Ende Februar veröffentlichten Zahlen für 2025 wurden von der Börse zur Kenntnis genommen, mehr auch nicht. Der Auftragseingang stieg im Vorjahr um 62 % auf 4,7 Mrd. EUR. Damit lag der Auftragsbestand zum Jahreswechsel bei 8,8 Mrd. EUR (31.12.2024: 6,6 Mrd. EUR). Doch die Börse scheint die Geduld mit den Rüstungsunternehmen zu verlieren. Was zählt, sind Umsatz- und Gewinnwachstum. Und dies fällt weiterhin eher mau aus. Hensoldt hat den Umsatz in 2025 um knapp 10 % auf 2,455 Mrd. EUR gesteigert. Das bereinigte EBITDA legte von 405 Mio. EUR auf 452 Mio. EUR zu. Ein Superzyklus sieht wohl anders aus.

    Auch die gestern gemeldete Übernahme hat der Hensoldt-Aktie keine Impulse gegeben. Demnach hat man eine Vereinbarung zur Übernahme des niederländischen Optronik-Spezialisten Nedinsco unterzeichnet. Nedinsco wurde 1921 gegründet, hat Standorte in Venlo und Eindhoven, beschäftigt rund 140 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt und fertigt elektrooptische Sensorsysteme wie beispielsweise Periskope, Fahrer-Sichtsysteme und Subsysteme für optronische Sensoreinheiten. Hensoldt möchte damit seine technologischen Fähigkeiten in einem strategisch relevanten Segment stärken, sich kritische Lieferketten sichern und die Präsenz in Europa ausbauen. Die Übernahme wird vollständig aus vorhandenen Mitteln finanziert. Der Kaufpreis wurde nicht mitgeteilt.


    Fazit

    Auch nach 900 % Kursplus in 12 Monaten scheint die Almonty-Aktie nicht zu teuer zu sein. Das KGV für 2027 von unter 10 spricht aus Sicht der Analysten für den Kauf der Aktie. Dagegen scheint bei den deutschen Rüstungsaktien derzeit die Luft raus zu sein. Rheinmetall und Hensoldt müssen endlich auch bei Umsatz und Gewinn kräftiger zulegen. Sonst drängt sich ein Kauf nicht auf.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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