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14.07.2026 | 04:30

Bayer und Novo Nordisk feiern Comeback! BioNxt Solutions Aktie als Nächstes?

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Bildquelle: Novo Nordisk

Mit seiner GLP-1-Therapie in Tablettenform hat Novo Nordisk an der Börse wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Seit April ist die Aktie des dänischen Pharmakonzerns um fast 50 % auf rund 43 EUR gestiegen. Jetzt werden neue Forschungsergebnisse präsentiert. Ein Comeback an der Börse hat zuletzt auch Bayer gefeiert. Nach dem richtungsweisenden Glyphosat-Urteil des Obersten US-Gerichtshofs wächst die Hoffnung, dass sich das Unternehmen künftig wieder stärker auf sein operatives Geschäft konzentrieren kann. Dafür haben sich die Leverkusener 3 Mrd. EUR besorgt. Vor einem Comeback könnte BioNxt Solutions stehen. Die Aktie des Biotech-Unternehmens hat sich im laufenden Jahr fast halbiert. Dabei ist der Newsflow positiv und spricht für steigende Kurse.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , NOVO NORDISK A/S | DK0062498333 , Bionxt Solutions Inc. | CA0909741062 | CSE:BNXT , OTCQB: BNXTF

Inhaltsverzeichnis:


    BioNxt-Aktie vor Comeback?

    BioNxt Solutions konzentriert sich auf die Entwicklung innovativer Darreichungsformen für bereits zugelassene Blockbuster-Wirkstoffe. Mithilfe seiner sublingualen Schmelzfilmtechnologie will das kanadisch-deutsche Biotech-Unternehmen neue Medikamentenvarianten innerhalb weniger Jahre bis zur Marktreife bringen. Im Vergleich zur Entwicklung komplett neuer Wirkstoffe reduziert dies Entwicklungskosten und Forschungsrisiken.

    Die Aktie hat sich im laufenden Jahr fast halbiert. Dies könnte eine Einstiegschance sein. Denn man befindet sich mit dem Wirkstoffkandidaten BNT23001 auf einem guten Weg zur Kommerzialisierung. Derzeit bereitet BioNxt eine Bioverfügbarkeitsstudie am Menschen vor, in der BNT23001 mit Mavenclad in der Dosierung von jeweils 10 mg verglichen werden soll. Bei BNT23001 handelt es sich um eine patentierte, sublinguale Cladribin-Formulierung als oral lösliche Folie zur Behandlung von Multipler Sklerose. Das Produkt soll eine Alternative zu Cladribin-Tabletten wie Mavenclad bieten und könnte insbesondere für Patienten mit Schluckbeschwerden von Vorteil sein.

    Parallel bereitet BioNxt die Kommerzialisierung vor. Dafür hat das Unternehmen einen spezialisierten Berater für Geschäftsentwicklung und Lizenzierung engagiert. Gemeinsam sollen mögliche Lizenzvereinbarungen, regionale Vermarktungspartnerschaften, gemeinsame Entwicklungsmodelle und weitere strategische Kooperationen geprüft werden. Hintergrund ist auch das hohe Marktpotenzial. Mavenclad erzielte 2025 weltweit einen Umsatz von rund 1,2 Mrd. EUR.

    Außerdem treibt BioNxt Solutions die Entwicklung eines sublingualen, oral löslichen Semaglutid-Films weiter voran. Ziel ist eine nadelfreie und patientenfreundliche Alternative zu injizierbaren GLP-1-Therapien für Typ-2-Diabetes, Adipositas und das Gewichtsmanagement. Die Dünnfilme sollen sich unter der Zunge auflösen und könnten durch die Aufnahme über die Mundschleimhaut den Magen-Darm-Trakt sowie den hepatischen First-Pass-Metabolismus umgehen. Das Unternehmen adressiert damit einen stark wachsenden Milliardenmarkt.

    Novo Nordisk mit Forschungserfolg

    Mit seiner GLP-1-Therapie in Tablettenform hat Novo Nordisk an der Börse wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Seit April ist die Aktie des dänischen Pharmakonzerns um fast 50 % auf rund 43 EUR gestiegen. Doch Novo Nordisk verlässt sich nicht allein auf seine Blockbuster Wegovy und Ozempic sowie Übernahmen. Das Unternehmen investiert weiterhin kräftig in die eigene Forschung und meldet nun vielversprechende Studiendaten aus einem ganz anderen Therapiebereich.

    Novo Nordisk hat auf dem Fachkongress ISTH 2026 positive Zwischenergebnisse aus der Phase-3-Langzeitstudie FRONTIER4 zu Denecimig, auch Mim8 genannt, vorgestellt. Der noch nicht zugelassene Wirkstoff wird bei erblicher Blutgerinnungsstörung vorbeugend unter die Haut gespritzt. An der Studie nahmen 426 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne sogenannte Inhibitoren teil. Dabei handelt es sich um Antikörper, die herkömmliche Faktorpräparate unwirksam machen können. Denecimig zeigte bei wöchentlicher, zweiwöchentlicher und monatlicher Anwendung eine insgesamt stabile Wirksamkeit und ein günstiges Sicherheitsprofil.

    Die durchschnittliche annualisierte Blutungsrate, also die rechnerische Zahl behandlungsbedürftiger Blutungen pro Jahr, lag bei Erwachsenen und Jugendlichen bei 0,75 und bei Kindern bei 0,37. Rund 71 % der Erwachsenen und Jugendlichen sowie 89 % der Kinder hatten während der Behandlung keine therapiebedürftige Blutung.

    Zusätzlich präsentierte Novo Nordisk Daten zu Concizumab aus der Phase-3-Studie explorer10 mit 24 Kindern unter zwölf Jahren, die an Hämophilie A oder B mit Inhibitoren leiden. Die vorbeugende Behandlung senkte die annualisierte Blutungsrate gegenüber einer rein bedarfsorientierten Therapie um 82 %. Die meisten Nebenwirkungen waren leicht, allerdings traten bei 29 % der Teilnehmer schwerwiegende unerwünschte Ereignisse auf. Denecimig befindet sich seit September 2025 im Zulassungsverfahren bei der US-Arzneimittelbehörde FDA. Beide Wirkstoffe sollen die Blutgerinnung verbessern, greifen dabei jedoch an unterschiedlichen Stellen des Gerinnungssystems an.

    Bayer holt sich frisches Kapital

    Nach dem richtungsweisenden Glyphosat-Urteil des Obersten US-Gerichtshofs herrscht bei Bayer Aufbruchsstimmung. Die Entscheidung stärkt die Position des Konzerns in den laufenden Rechtsstreitigkeiten und könnte dazu beitragen, die seit Jahren belastenden Haftungsrisiken deutlich einzudämmen. Die Aktie ist seit Anfang Juni von 34 EUR auf 50 EUR geklettert. Es ist das höchste Kursniveau seit September 2023. Die Hoffnung wächst, dass sich das Unternehmen künftig wieder stärker auf sein operatives Geschäft, die Pharmapipeline und langfristiges Wachstum konzentrieren kann.

    Um operativ weiter Gas zu geben, hat sich Bayer durch eine Vereinbarung mit dem Vermögensverwalter Apollo 3 Mrd. EUR Eigenkapital gesichert. Apollo erhält dafür eine Minderheitsbeteiligung an einer neuen Gesellschaft, in die Bayer sein Geschäft mit reversiblen Langzeit-Verhütungsmitteln einbringt. Bayer behält sowohl die Mehrheit als auch die vollständige operative Kontrolle. Das Geschäft bleibt Teil der Pharmasparte und wird weiterhin vollständig im Konzernabschluss berücksichtigt. Mit der Transaktion will Bayer seine Kapitalstruktur stärken und zusätzlichen finanziellen Spielraum schaffen, um höhere Liquiditätsbelastungen durch fällige Anleihen und Rechtsstreitigkeiten abzufedern. Der Abschluss ist vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen für das dritte Quartal 2026 vorgesehen.

    Fazit

    Bayer und Novo Nordisk zeigen, wie schnell Aktien drehen und ein Comeback feiern können. Dies könnte auch bei BioNxt Solutions bald bevorstehen. Der Newsflow des Biotech-Unternehmens ist jedenfalls positiv. Bayer und Novo Nordisk sind in den letzten Monaten gut gelaufen. Eine Verschnaufpause bei beiden Aktien wäre keine Überraschung.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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