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24.07.2024 | 05:05

BioNTech, Bayer, Vidac Pharma: Kaufempfehlungen und Milliardenpotenziale

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Bildquelle: BioNTech SE

Kann die BioNTech-Aktie den Abwärtstrend stoppen? Hoffnung macht eine Kaufempfehlung. Demnach hat die Aktie des deutschen Biotech-Flaggschiffs das Potenzial, sich zu verdoppeln. Eine Vervielfachung halten Analysten bei Vidac Pharma für möglich. Das Biotech-Unternehmen verfolgt einen revolutionären Ansatz beim Kampf gegen Krebs und das erste Medikament hat ein Umsatzpotenzial von über 1 Mrd. EUR. Auch wenn noch geforscht wird, ist Vidac mit unter 10 Mio. Marktkapitalisierung nicht teuer und bei weiterhin positiven Studiendaten ein Übernahmekandidat. Bei Bayer sehen Analysten derzeit keine Impulse für einen Kursanstieg. Doch sollten Aktionäre in den kommenden Wochen bereit für Nachrichten aus der Pharmapipeline sein. Diese seien wichtig für den DAX-Konzern.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619

Inhaltsverzeichnis:


    Vidac Pharma: Krebsmedikament mit Milliardenpotenzial

    Kann sich die Aktie von Vidac Pharma vervielfachen? Ja, sagen die Analysten von Sphene Capital. Das Unternehmen setzt bei seiner Krebsforschung auf die Umkehrung des „Warburg-Effekts“. Die entwickelten Therapien zielen darauf ab, Krebs zu bekämpfen, indem sie den abnormalen Stoffwechsel von Krebszellen umkehren. Damit würde Vidac eine völlig neue Klasse von Krebsmedikamenten entwickeln.

    Der am weitesten fortgeschrittene Arzneimittelkandidat von Vidac ist VDA-1102. Dieser soll Mycosis Fungoides – eine Krebserkrankung der als Lymphozyten bezeichneten weißen Blutkörperchen – bekämpfen. VDA-1102 befindet sich bereits in der klinischen Phase-2a. Nachdem Anfang 2024 auf der Grundlage von 50 % der Probanden bereits positive Zwischenergebnisse gemeldet wurden, sollen bis Jahresende die endgültigen Ergebnisse veröffentlicht werden.

    Sollte VDA-1102 im Jahr 2027 die Zulassung erhalten, traut Sphene Capital der Vidac Aktie in einem Base-Szenario einen Kurs von 4,90 EUR zu. Derzeit notiert das Wertpapier bei 0,25 EUR. Das Kursziel basiert auf einem dreistufigen Discounted-Cashflow-Entity-Modell als primäre Bewertungsmethode. Im Anschluss an die Zulassung erwarten die Analysten einen rasanten Anstieg des Umsatzes. Die kumulierten Erlöse sollten innerhalb weniger Jahre bei über 1 Mrd. EUR liegen. Und die EBIT-Marge auf über 50 % zulegen. Derzeit liegt die Marktkapitalisierung von Vidac Pharma unter 10 Mio. EUR. Die vollständige Studie gibt es hier zum Download.

    BioNTech: Endlich eine Kaufempfehlung

    Wann verlässt die BioNTech-Aktie den Abwärtstrend? Diese Frage stellen sich die Aktionäre des Mainzer Unternehmens schon lange und warten wohl auch ebenso lange auf eine Kaufempfehlung. Nach zahlreichen Halteempfehlungen traut sich nun endlich der erste Analyst aus der Deckung.

    So empfiehlt die Baader Bank die Aktie des deutschen Biotech-Flaggschiffes zum Kauf. Derzeit befinde sich BioNTech in einer Übergangsphase. Während die Umsätze mit dem Corona-Impfstoff weiter zurückgehen, werde es noch Zeit brauchen, bis man mit Medikamenten im Krebsbereich Erlöse erzielt. Um bei der Forschungspipeline schneller voranzukommen, werde BioNTech im laufenden und im kommenden Jahr insgesamt rund 1,5 Mrd. EUR mehr investieren als bisher angenommen. Entsprechend höher dürften die Verluste in diesen Jahren ausfallen. Mit Blick auf den aktuellen Kurs von 79 EUR sei die Aktie dennoch ein Kauf. So liegt das Kursziel der Analysten bei 151 EUR.

    Damit sind die Analysten von Baader deutlich optimistischer als beispielsweise die Kollegen von Goldman Sachs, der UBS oder der Deutschen Bank. Deren Kursziele reichen von 90 EUR bis 101 EUR. Für sie ist die BioNTech-Aktie lediglich eine Halteposition.

    Bayer-Aktie: Nur 30 EUR drin?

    Während also bei BioNTech endlich wieder ein Analyst zum Kauf rät, halten sich Experten bei Bayer zurück. Gestern hat J.P. Morgan darauf hingewiesen, dass bald mit wichtigen Daten aus der Pharmapipeline zu rechnen ist. Dazu gehört unter anderem ein Update zu Kerendia gegen chronische Nierenerkrankung bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Dieses habe das Potenzial auf Milliardenumsätze und sei damit wichtig für Bayer, um die sinkenden Einnahmen beim Blutgerinner Xarelto zu kompensieren. Derzeit besteht aus Sicht der Analysten jedoch kein Grund, die Bayer-Aktie zu kaufen. Ihr Kursziel liegt bei 30 EUR und damit kaum über dem aktuellen Niveau.

    Die Pharmapipeline stand auch beim Update von Goldman Sachs im Fokus. Aufgrund der kürzlich veröffentlichten Phase-3-Daten können sich die Leverkusener Hoffnung auf eine Zulassungserweiterung für das Prostatakrebsmedikament Nubeqa machen. Allerdings sollten die Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn nicht zu hoch bewertet werden. Nubeqa ist bereits ein Blockbuster mit einem Jahresumsatz von über 1 Mrd. EUR für Bayer. Das zusätzliche Umsatzpotenzial durch die Erweiterung der Zulassung sei begrenzt, da es in diesem Segment bereits zugelassene Medikamente von Wettbewerbern geben würde. Daher bleibt Goldman Sachs bei der Einstufung "Neutral" für die Bayer-Aktie. Das Kursziel liegt bei 30 EUR.


    Bei BioNTech fehlen derzeit Impulse, um einen echten Aufwärtstrend zu etablieren, auch wenn die Marktkapitalisierung von rund 20 Mrd. USD mit Blick auf den Kassenbestand und die langfristigen Chancen der Pipeline nicht zu hoch erscheint. Dagegen kann es bei Vidac Pharma jederzeit zu einem stärkeren Kurssprung kommen. Sind die nächsten Daten erneut positiv und die Marktkapitalisierung weiterhin so niedrig, dürfte auch Übernahmefantasie hinzukommen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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    Zunächst zum Positiven: Der Wirkstoff VDA-1102 von Vidac Pharma wurde im Rahmen einer Härtefallregelung eingesetzt. Und zwar rund um die dritte Gehirnoperation eines Mädchens. Der Patientin ging es im Anschluss signifikant besser. Zudem wird die Vidac-Plattform jetzt auch außerhalb der Onkologie getestet. 2026 könnte dem Unternehmen und der Aktie der Durchbruch gelingen. Einen Einbruch gab es in dieser Woche bei der BioNTech-Aktie. Die eher gemischten Zahlen für 2025 und der zurückhaltende Ausblick auf das laufende Jahr dürften dazu nur begrenzt beigetragen haben. Schwerer liegt den Aktionären wohl der bevorstehende Abschied des Gründerehepaars im Magen. Wird BioNTech damit zum Übernahmekandidaten? Auch bei Evotec gab es diese Woche lange Gesichter. Das Restrukturierungsprogramm überzeugt Anleger nicht. Die Aktie rutscht unter eine wichtige Marke.

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