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05.07.2021 | 05:00

BYD, Kodiak Copper, Varta: E-Auto-Investments – so reduzieren Anleger Risiken

  • E-Auto
Bildquelle: pixabay.com

Kupfer ist das Metall der vergangenen fünfzehn Monate. Warum? Schon früh nach dem Corona-Crash stabilisierten sich die Notierungen. Auf diese relative Stärke wurden zunächst nur Branchenkenner aufmerksam. Doch sie war der Startschuss für eine Kupfer-Rally, wie sie das Industriemetall lange nicht gesehen hat. Vom Tief des Jahres 2020 bis zum Hoch des Jahres 2021 kletterte Kupfer immerhin um knapp 140%. Welche Trends dafür verantwortlich sind und wie Anleger investieren können.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: KODIAK COPPER CORP. | CA50012K1066 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55

Inhaltsverzeichnis:


    BYD: Super positioniert, aber…

    Kupfer ist in erster Linie ein Industriemetall. Immer dann, wenn mehr Stahl verbaut wird, steigt auch der Kupferpreis. Doch inzwischen ist Kupfer auch ein Zukunftsmetall: In Elektroautos stecken rund drei Mal mehr Kupfer als in klassischen Verbrennern. Auch die Ladeinfrastruktur kommt nicht ohne das Metall mit der markanten Farbe aus. Kein Wunder also, dass der Höhenflug von Aktien wie die des chinesischen Elektroautobauers BYD auch Kupfer beflügelt hat. BYD kletterte in den vergangenen zwölf Monaten um satte 251%. Zuletzt lief der Wert wieder wie am Schnürchen nach oben. Doch woran liegt das?

    Immer mehr Marktteilnehmer erkennen die herausragende Marktposition von BYD. Das Unternehmen hat neben einer eigenen Batteriefertigung auch eine eigene Chipsparte. Während Giganten wie Volkswagen ihre Lieferketten in diese Richtung erst ausbauen und Beteiligungen rund um vielversprechende Zulieferer anstreben könnten, hat BYD schon heute alles, was ein moderner Autobauer braucht. Auch die Fahrzeuge überzeugen und können teils bereits über 1.000 Kilometer mit einer Ladung fahren. Die Kehrseite dieser guten Marktposition ist die bereits ambitionierte Bewertung – der Markt hat in den vergangenen Monaten großzügig Vorschusslorbeeren verteilt. Die Aktie ist daher nicht mehr günstig.

    Kodiak Copper: Operative Erfolge, abwartender Kurs

    Anders sieht das bei Kodiak Copper aus. Das kanadische Unternehmen ist vor allem wegen seines MPD Kupfer-Gold-Projekts im kanadischen Distrikt British Columbia bekannt. Im vergangenen Jahr sorgen Bohrergebnisse dafür, dass die Aktie wie Phönix aus der Asche aufstieg. Die Rally führte den Wert von 0,50 CAD auf 3 CAD. Anschließend nahm das Unternehmen frisches Kapital auf und die Aktie stabilisierte sich oberhalb des Niveaus von 1,50 CAD. Auch operativ ging es für Kodiak voran: Neben weiteren ermunternden Bohrergebnissen, wie etwa einen 213m langen Abschnitt mit Gehalten von 0,65% Kupfer , kaufte das Unternehmen ein anliegendes Grundstück zu, auf dem man ebenfalls vielversprechende Vorkommen an Kupfer und Gold vermutet. Kodiak hat damit 14.716 Hektar Projektfläche. Auch die neue Liegenschaft ist ganzjährig über Straßen erreichbar und schließt an lokal vorhandene Infrastruktur an.

    Bereits mehrfach in diesem Jahr zuckte die Aktie von Kodiak Copper nach oben und kratzte in Kanada an der Marke von 2 CAD. Aktuell ist der Wert wieder zurückgekommen. Anleger, die statt in Rohstoff-Multis in wachstumsstarke Unternehmen investieren wollen, können sich den Wert genauer ansehen. Bereits mit einem kleinen Kapitaleinsatz haben Anleger einen Fuß in der Tür und können von der Dynamik spekulativer Smallcaps aus dem Kupfer-Sektor profitieren. Um das Risiko zu begrenzen, bietet es sich an, sich am bisherigen Kursverlauf zu orientieren. 2021 notierte der Wert nie unter 1,38 CAD. Hier sollte Kodiak Copper solide unterstützt sein.

    Varta: Batterien „Made in Germany" als Erfolgsgeschichte?

    Deutlich bekannter als Kodiak Copper ist die Aktie von Varta. Der Batteriehersteller ist vor allem wegen seiner leistungsstarken Knopfzellen bekannt. Ende des Jahres will Varta auch mit Akkus für Elektroautos durchstarten und plant eine Pilotproduktion. Da viele deutsche Autobauer Partner in diesem Bereich suchen und Batterien „Made in Germany" auch bei Kunden gefragt sein dürften, wird die Story an der Börse bereits hoch gehandelt. Doch die Euphorie ist bereits wieder verflogen – Anleger haben erkannt, dass Varta keine deutsche BYD werden wird. Es ist nicht klar, ob das Unternehmen konkurrenzfähig ist – schließlich bauen die Asiaten schon länger E-Auto-Akkus. Anleger sind gut beraten erst einmal abzuwarten.


    Besser am Anfang der Wertschöpfungskette investieren: Während BYD bereits teuer ist und der Erfolg von Varta eher unsicher, könnte die Aktie von Kodiak Copper ein guter Kompromiss sein. Das Unternehmen hat sich in der Szene bereits einen Namen gemacht, ist aber mit rund 50 Mio. EUR noch immer moderat bewertet. Hinzu kommt, dass Kodiak unabhängig davon vom Boom der Elektromobilität profitieren dürfte, ob nun die Akkus von Varta oder die von BYD letztlich das Rennen machen. Gerade wenn sich Industrien erst noch entwickeln, bietet es sich an, am Anfang der Wertschöpfungskette zu investieren.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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