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20.04.2022 | 06:55

Die Millionen-Chance: Valneva, Edgemont Gold, BASF

  • Anlagechancen
Bildquelle: pixabay.com

Niemand kann in die Zukunft blicken. Anleger können aber abschätzen, welche Themen in naher Zukunft die Kurse bewegen. Nicht immer besteht zwischen dem, was wirklich wichtig ist und dem, was medial gespielt wird, ein Zusammenhang. Themen wie der Klimawandel sind zeitlos, verschwinden aber trotzdem von Zeit zu Zeit von den Titelseiten. Ähnlich ist es aktuell mit der Pandemie. Wir wagen einen Blick in die Zukunft und fragen, was im Sommer die Kurse bewegen könnte.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: EDGEMONT GOLD CORP. O.N. | CA28008L1067 , VALNEVA SE EO -_15 | FR0004056851 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Inhaltsverzeichnis:


    Valneva: Die Luft ist raus

    Die Inzidenzen in Deutschland befinden sich im Sinkflug. Trotzdem sind Werte um 800 gefühlt noch immer viel. Doch das Thema hat sich verlaufen. Fast jeder hatte schon einmal Corona. Meist verlief die Krankheit glimpflich. Das nimmt der Inzidenz ihren Schrecken. Auch sorgt die mittlerweile bestehende Immunität dafür, dass kaum mehr Patienten ins Krankenhaus müssen. Trotzdem warnen Experten vor dem kommenden Herbst. Die Impfquoten seien noch immer zu niedrig, um die Krankenhäuser nicht zu überlasten. Auch gibt es mehr und mehr Mutanten, die tendenziell auch gefährlicher werden könnten. Doch was bringt Kaffeesatzleserei in einer Zeit, in der die Menschen pandemiemüde und alles andere als ängstlich sind?

    Zuletzt nahm Gesundheitsminister Karl Lauterbach das Wort „Killer-Variante" in den Mund. Nicht zu Unrecht kommt das nicht nur bei Kritikern der Corona-Politik schlecht an. Nach Jahren der Pandemie und vielen - teilweise auch überzogenen - Warnungen, haben wohl nur noch die wenigsten Menschen ein offenes Ohr für derartige Warnungen. Das Pandemie-Thema wird in den kommenden Monaten abflachen. Titel wie Valneva befinden sich zwar noch im Aufwärtstrend, die Luft ist aber raus. Selbst die Erstzulassung des Corona-Impfstoffs in Großbritannien sorgte bei Valneva für keine großen Sprünge mehr. Dass es sich dabei um einen inaktivierten Ganzvirusimpfstoff und damit bezogen auf Corona um eine Innovation handelt, interessiert kaum mehr jemanden.

    Edgemont Gold: 1 Mio. EUR Marktkapitalisierung und ein klares Ziel

    Blickt man auf den Kurs des Gold- und Kupfer-Unternehmens Edgemont Gold, könnte man Parallelen zum Impfstoff-Reinfall von CureVac ziehen. Die Aktie von Edgemont Gold hat im vergangenen Monat satte 62% eingebüßt. Was ist geschehen? Ende März vermeldete Edgemont Gold Bohrergebnisse. Dabei erbohrte das Team unter anderem 27m Gold mit einem Gehalt von 0,44 g/t einschließlich einer Strecke von sechs Metern mit 1,26 g/t Gold. Bei Kupfer waren die Ergebnisse aber weniger erfreulich und brachten keine höhergradigen Konzentrationen von mehr als 0,2% Kupfer zutage. Der Markt hatte dies erwartet und straft die Aktie seitdem ab. Das Unternehmen selbst betont aber, dass die bisherigen Ergebnisse eine Vorlage für weitere Bohrungen sind. "Mit den vorliegenden Analyseergebnissen sind wir begeistert, unseren Bohrplan fertigzustellen und nächsten Monat mit unserem Phase-II-Bohrprogramm zu beginnen", so Stuart Rogers, President und CEO.

    Da Explorationsbohrungen neben konkreten Gehalten immer auch Hinweise auf die Zusammensetzung von Gestein und die grundlegende Geologie eines Projekts geben, könnten schon die kommenden Bohrungen auch bezüglich Kupfer erfreulichere Ergebnisse liefern. Ohnehin sind Explorationsprojekte einem ständigen Auf und Ab unterworfen und eignen sich daher für antizyklisch denkende Investoren. Mit einer Marktkapitalisierung um 1 Mio. EUR ist Edgemont Gold inzwischen ein spannender Optionsschein auf die beiden Trend-Themen Gold und Kupfer. Schon positive Bohrergebnissen sind dazu geeignet, neue Potenziale zu wecken und den Wert anzuschieben. Dass die Aktie allerdings als äußerst spekulativ gelten muss, liegt auf der Hand.

    BASF: Risiken trotz Weitblick

    Dass Risiko an der Börse manchmal verzerrt eingeschätzt wird, zeigt BASF. Der Chemie-Riese aus Ludwigshafen leidet unter der allgemeinen Gemengelage. Wenn der Krieg in der Ukraine weiter eskaliert und Sanktionen ausgeweitet werden, könnte BASF schon bald die nötige Energie fehlen. Da BASF einen entscheidenden Beitrag zur weltweiten Versorgung mit Düngemitteln liefert, ist die Lage gleich doppelt kritisch. Neben Kursverlusten droht langfristig sogar Hunger in vielen Regionen der Welt. Die Aktie zeigt aktuell kaum Dynamik. Unter 50 EUR drohen weitere Kursverluste, ein Comeback wartet jenseits von 55 EUR. Dazwischen ist der Wert ein heißes Eisen. Wenn BASF aber durch die aktuelle Krise kommt, könnte das Unternehmen langfristig profitieren. Schließlich hat der Konzern bereits vor dem Krieg ein Konzept vorgelegt, um von fossilen Brennstoffen weg zu kommen.


    Die aktuelle Marktlage ist für Anleger herausfordernd. Selbst gut aufgestellte Unternehmen wie BASF könnten unter die Räder kommen. Ehemalige Hoffnungsträger, wie etwa Valneva, rücken ebenfalls mehr und mehr aus dem Fokus. Profitieren könnten am Ende diejenigen Unternehmen, die akute Probleme lösen. Dazu gehören Titel aus den Bereichen Energie und Rohstoffe. Edgemont Gold ist wegen Bohrergebnissen abgestraft worden, obwohl noch für Ende April weitere Bohrungen geplant sind, die auf den bisherigen Erkenntnissen aufbauen. Die Aktie ist am Boden. Das Unternehmen rund 1 Mio. EUR wert. Der Barbestand lag im Februar bei 1,2 Mio. EUR. Das kann eine Chance sein.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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