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27.01.2026 | 04:30

Gewinner bei RÜSTUNG und SILBER aus der zweiten Reihe: Steyr Motors, Deutz, Silver North Resources!

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Bildquelle: KI

Silber bricht derzeit alle Rekorde und stellt sogar den großen Bruder Gold in den Schatten. Gestern kletterte der Silberpreis auf über 108 USD. Aus gutem Grund: Das Edelmetall ist nicht nur Krisenwährung, sondern wird immer mehr zum „kritischen Rohstoff". Wer als Anleger profitieren will, sollte nicht nur auf die Basisinvestments schauen, sondern auch auf die Gewinner aus der zweiten Reihe. Bei Silber ist dies Silver North Resources. Die beiden Projekte des Explorers in Kanada überzeugen Investoren so sehr, dass die aktuelle Kapitalerhöhung aufgestockt werden konnte und das Unternehmen für zwei Jahre durchfinanziert ist. Die Aktie bietet jetzt eine Einstiegschance. Auf der Überholspur ist auch wieder die Aktie von Steyr Motors. Ein Rahmenvertrag mit Mindestabnahmemengen aus Asien gibt neuen Rückenwind. Kurz vor dem Allzeithoch steht das Wertpapier von Deutz. Beide Motorenhersteller profitieren vom Rüstungsboom.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: SILVER NORTH RESOURCES LTD | CA8280611010 , DEUTZ AG O.N. | DE0006305006 , STEYR MOTORS AG | AT0000A3FW25

Inhaltsverzeichnis:


    Silver North Resources: Für zwei Jahre durchfinanziert

    Spielend hat der Silberpreis die Marke von 100 USD je Unze geknackt. Gestern notierte das Edelmetall bereits über 108 USD. Investoren scheinen dringend eine Alternative zu Gold als krisensichere Anlage zu suchen – Bitcoin ist derzeit abgemeldet. Zudem rückt Silber immer stärker in die Kategorie „kritischer Rohstoff“, weil es zugleich Edelmetall und unverzichtbarer Industriestoff ist. Ohne Silber funktionieren viele Schlüsselanwendungen der Elektrifizierung nur eingeschränkt, etwa Photovoltaik, Leistungselektronik, Kontakte in der Industrie, Sensorik oder Teile der Batteriewertschöpfung. Gleichzeitig ist das Angebot strukturell weniger flexibel, weil ein großer Teil der Förderung als Nebenprodukt aus Minen für Blei, Zink oder Kupfer kommt. Die Silberproduktion lässt sich daher nicht beliebig schnell hochfahren, selbst wenn der Preis steigt. Von einer geologischen „Knappheit“ kann man nicht seriös sprechen, wohl aber von einer potenziellen Knappheit am physischen Markt. Zumal offensichtlich immer mehr Spekulanten das glänzende Metall für sich entdecken.

    Wie man die Euphorie am Silbermarkt geschickt nutzt, um das operative Geschäft anzutreiben, zeigt derzeit Silver North Resources. Das Unternehmen ist mit zwei Projekten im berühmten Yukon-Gebiet Kanadas aktiv. Beim Flaggschiffprojekt Haldane im Keno-Hill-Distrikt werden mit Spannung die Ergebnisse des 2025er-Bohrprogramms erwartet. Das Veronica-Projekt im Süden des Yukon hatte im vergangenen Jahr bereits mit Gesteinsproben mit hochgradigen Silbermineralisierungen mit Spitzenwerten von bis zu 2.860 g/t Silber und außergewöhnlichen 76,8 % Blei überzeugt.

    Bei beiden Projekten will Silver North im laufenden Jahr die Exploration mit Vollgas fortsetzen. Um im Frühjahr so früh wie möglich mit neuen Bohrungen zu beginnen und die Saison maximal auszunutzen, hat sich das Unternehmen zuletzt frisches Kapital gesichert. Investoren scheinen von den Projekten überzeugt zu sein, denn aufgrund der starken Investorennachfrage konnten im Rahmen einer Privatplatzierung 10,58 Mio. CAD statt 7 Mio. CAD eingesammelt werden. Silver-North-CEO Mark T. Brown betonte, dass man aufgrund dieser erfolgreichen Runde sämtliche Explorations- und Betriebskosten für die kommenden zwei Jahre finanziert habe. Dies sollte der Aktie wieder Auftrieb geben.

    Steyr Motors: News aus Asien treibt Aktie an

    Zurück auf der Erfolgsspur scheint die Aktie von Steyr Motors zu sein. Nachdem sich das Wertpapier des Anbieters von Spezialmotoren für den militärischen und zivilen Bereich im zweiten Halbjahr 2025 halbiert hatte, ist sie zurück im Aufwärtstrend. Allein in den vergangenen vier Wochen ging es immerhin um 18 % nach oben.

    Zuletzt sorgte ein neuer Rahmenvertrag für Freude bei Investoren des österreichischen Unternehmens. So hat Steyr Motors mit dem asiatischen Partnerunternehmen Trysun einen 5-Jahres-Rahmenvertrag abgeschlossen und zusätzlich ein Joint Venture gegründet. Der Rahmenvertrag sichert Steyr Motors ein verbindliches Auftragsvolumen von mindestens 750 zusätzlichen Motoren bis 2030. Diese Motoren werden am Firmensitz in Österreich produziert und von dort nach China exportiert. Das Joint Venture soll als strategische Plattform für den Vertrieb und die Produktion in China dienen und auch angrenzende asiatische Märkte bearbeiten.

    Steyr-CEO Julian Cassutti: „Der neue 5-Jahres-Rahmenvertrag verschafft uns eine außergewöhnlich hohe Planungssicherheit durch einen garantierten Mindestumsatz und den Export unserer Motoren aus Österreich nach China. Darüber hinaus haben wir mit dem Joint Venture mit Trysun einen verlässlichen und technologisch versierten Partner an unserer Seite, der unsere Vision von Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit teilt. Die erweiterte Partnerschaft ist ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg, den asiatischen Markt langfristig zu erschließen und unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen vor Ort anbieten zu können. Ohne zusätzliche Investitionen erschließen wir uns, wie im Halbjahresbericht angekündigt, ein erhebliches Upside-Potenzial von mehr als EUR 100 Mio. Auftragswert über den bisher kommunizierten Businessplan hinaus.“

    Deutz: Aktie fast auf Allzeithoch.

    Auch Deutz gibt im neuen Jahr bereits Gas. Die Aktie des traditionsreichen Motorenherstellers hat in 2026 bereits 28 % zulegen können und notiert mit knapp über 11 EUR fast auf dem Niveau von 2007. Damals markierte man ein Allzeithoch über 12 EUR. Zur Einordnung: Anfang 2025 lag die Aktie bei 4 EUR.

    Deutz positioniert sich laut einem Bericht von "hartpunkt" weiter stark im Militärgeschäft und baut dafür seine Aktivitäten unter dem Dach der Deutz Defense Systems GmbH aus. Deren CEO Marco Herre beschreibt gegenüber "hartpunkt" als nächstes technologisches Ausrufezeichen ein 800-kW-Powerpack auf Basis eines V8-Motors. Die Kombination aus Motor und Getriebe soll gemeinsam mit einem weltweit führenden Getriebehersteller produziert und auf der Eurosatory in Paris präsentiert werden. Das System zielt demnach auf 8×8-Radfahrzeuge sowie Kettenfahrzeuge und wird aus eigenen Mitteln vorfinanziert. Dies ist eine Reaktion auf konkrete Marktsignale und Nachfragen. Bislang reicht das Deutz-Portfolio an „robusten“ Verbrennungsmotoren laut "hartpunkt" bis 600 kW.

    Wichtig für Deutz ist auch das Thema Modernisierung und Nachrüstung. Deutz-Produkte treiben bereits Radpanzer und Truppentransporter in der Ukraine an. Dabei handelt es sich teilweise noch um Bestände früherer Warschauer-Pakt-Staaten. Laut Deutz liefert man derzeit bis zu 1.000 Motoren pro Jahr in die Ukraine. Deutz kann sich auch eine (Re-)Motorisierung von Kampfpanzern vorstellen. Mit einer Jahresproduktion von weit über 100.000 Motoren in den Werken in Köln und Ulm sieht sich Deutz laut "hartpunkt" grundsätzlich in der Lage, militärische Antriebstechnologie in industriellen Stückzahlen zu liefern. Im Gespräch mit "hartpunkt" hat Herre das Wachstumsziel von 4 Mrd. EUR Umsatz in fünf Jahren bestätigt. Davon sollen rund 10 % aus dem Militärgeschäft stammen. Das Unternehmen unterstütze derzeit rund 60 Streitkräfte weltweit, darunter 14 aus NATO-Staaten. Künftig will Deutz auch Hybrid- und Elektroantriebe für militärische Zwecke anbieten. Dafür hat man unter anderem den niederländischen E-Antriebsspezialisten Urban Mobility Systems übernommen.


    Fazit

    Rüstung und Silber starten stark ins neue Jahr. Wie so häufig gibt auch die Aktien von Silver North Resources im Anschluss an die Kapitalerhöhung nach. Anleger sollten sich davon nicht verunsichern lassen. Die beiden Projekte versprechen spannenden Newsflow im laufenden Jahr. Steyr Motors ist wieder zurück auf dem Investorenradar. Die Aktie ist spannend, dürfte aber volatil bleiben. Deutz ist durchaus ambitioniert bewertet.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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