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27.02.2023 | 05:00

Neuer Batterie-Trend aus Korea: Mercedes-Benz, Almonty Industries, Rheinmetall

  • Batterietechnologie
Bildquelle: pixabay.com

Große Unternehmen wie Mercedes-Benz setzen voll auf Elektromobilität. Das erkennt man an den zahlreichen Initiativen, um weltweit Fabriken zu eröffnen. Egal ob in Ungarn, Thailand oder Deutschland - Mercedes plant ein dichtes Netz an Batterie-Fabriken. Doch woher kommen die Rohstoffe? Und welche Batterien setzen sich in Zukunft durch? Wir geben einen Überblick und beleuchten einen neuen Batterie-Trend aus Südkorea.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

Inhaltsverzeichnis:


    Mercedes-Benz: Kreislaufwirtschaft am Limit

    Mercedes-Benz ist ein altehrwürdiges Unternehmen – das sich in den vergangenen Jahren neu erfunden hat. Inzwischen lassen die Schwaben gar die Typenbezeichnungen, die für E-Autos eingeführt wurden, auslaufen. Die neue G-Klasse gibt es ganz ohne Namenszusatz auch elektrisch. Damit trägt Mercedes dem Umstand Rechnung, dass E-Autos längst keine Exoten mehr sind. Und weil schon bald die ersten E-Autos auf dem Schrottplatz landen werden, investiert man bei Mercedes auch ins Recycling. Vor allem Batterien sollen zerlegt und deren Bestandteile wiederverwendet werden. Am Standort Kuppenheim unweit der badischen Stadt Rastatt ist eine Anlage entstanden, die mit einer Recyclingquote von bis zu 96 Prozent punkten will. Aktuell handelt es sich bei dem Projekt noch um eine Pilotanlage, die noch weiter ausgebaut werden soll, um letztlich den Wertstoffkreislauf zu schließen. Wissenschaftlich betreut wird das Projekt vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

    Mit dem Streben nach Recycling trifft Mercedes-Benz einen Nerv. Eine intakte Kreislaufwirtschaft rund um Industrie-Produkte ist schon seit Jahrzehnten der Wunsch von Umweltschützern und macht gerade auch vor dem Hintergrund knapper Rohstoffe Sinn. Doch recyclen lassen sich nur Stoffe, die in der Vergangenheit bereits verbaut wurden. Neue Batterie-Kompositionen könnten auch weiterhin auf Rohstoffe angewiesen sein. Einer dieser Rohstoffe ist Wolfram.

    Almonty Industries: Wolfram-Hoffnung aus Südkorea

    Das Metall, das wir in erster Linie als Glühdraht in Leuchtmitteln kennen, hat zahlreiche weitere Einsatzbereiche, etwa in Legierungen. Inzwischen wird Wolfram zunehmend auch zum Batteriemetall. Dank Wolfram sollen Batterien eine sehr hohe Leistungsdichte und die Fähigkeit zum Schnellladen bekommen. Batterien für E-Autos sollen binnen weniger als 5 Minuten geladen werden können. Derzeit wird der Wolfram-Markt noch immer stark von China dominiert. In Südkorea entsteht jedoch aktuell unter der Leitung von Almonty Industries die Ssangdong-Mine, die zur größten Produktionsstätte außerhalb Chinas werden soll.

    Kürzlich präsentierte Almonty in Person von CEO Lewis Black auf dem International Investment Forum (IIF). Der CEO blickt auf ein gutes Jahr für Wolfram zurück – der Preis für das Metall legte zuletzt um annähernd 50% zu. Ab 2024 soll die Ssangdong-Mine in Produktion gehen. Zwar gab es zuletzt einige Verzögerungen des Zeitplans, doch betonte Black, dass man lieber konservativ plane, um anschließend positiv zu überraschen, statt zu ambitionierte Zeitpläne nach außen zu kommunizieren. Das Budget bleibe jedoch trotz der jüngsten Verzögerungen im Rahmen. Die Aktie von Almonty Industries befindet sich seit einigen Wochen wieder in einem positiven Fahrwasser – ein weiteres Comeback ist nicht ausgeschlossen.

    Rheinmetall: Kriegs-Gewinner hat weiter Potenzial

    Auch von anderer Seite steigt die Nachfrage nach Wolfram: Der Krieg in der Ukraine hat weltweit die Ausgaben für Rüstungsgüter nach oben schnellen lassen. Aktien wie Rheinmetall haussieren. Anleger erwarten schon heute weitere Aufträge. Aussagen , wie die des neuen Verteidigungsministers Boris Pistorius lassen darauf schließen, dass Aktionäre von Rüstungsaktien durchaus noch höhere Erwartungen an die Kurse haben können: Pistorius nannte das NATO-Ziel von 2% Militärausgaben gemessen an der Wirtschaftsleistung als mögliches neues Ausgaben-Minimum. Auf Sicht von einem Jahr hat die Aktie von Rheinmetall um 147% zugelegt.


    Auch mit Blick auf die kommenden Monate sieht alles danach aus, als könnte Rheinmetall weiter zulegen. Doch auch Rüstungsunternehmen sind auf Rohstoffe angewiesen. Gerade der in erster Linie von China dominierte Wolfram-Markt könnte Potenzial haben. Mit einem Produktionsstart ab 2024 könnte das Timing bei Almonty Industries perfekt passen. Der Wert hat aus heutiger Perspektive noch deutliche Reserven und bietet damit Vorteile gegenüber offensichtlichen Krisen-Gewinnern.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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