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16.05.2022 | 06:00

Tech im Zukunfts-Check: BASF, Meta Materials, BYD, Rock Tech Lithium

  • Zukunftsinvestments
Bildquelle: pixabay.com

Was in Zukunft die Kurse bewegt, ist gerade in diesen Tagen ungewisser denn je. Über vielen Zukunftsthemen schwebt aktuell das Damoklesschwert der Rezession. Doch sollten sich langfristig denkende Anleger von Rezessionsangst treiben lassen? Im Gegenteil! Gerade jetzt ist die beste Zeit, sich mit Investments für die Zukunft auseinanderzusetzen. Das Gute daran: Eine gründliche Due Diligence zahlt sich womöglich gleich doppelt aus. Erstens steigen so die Chancen auf einen Volltreffer und zweitens kommen die Kurse Anlegern vielleicht sogar entgegen. Wir nehmen drei Aktien unter die Lupe!

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: Meta Materials Inc. | US59134N1046 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , ROCK TECH LITHIUM | CA77273P2017

Inhaltsverzeichnis:


    BASF: Was Großvater noch wusste…

    BASF war schon zu Großvaters Zeiten eine Aktie, die man sich mit einem sehr langfristigen Anlagehorizont zu nahezu jedem Kurs ins Depot legen konnte. Doch blickt man auf den Kursverlauf der vergangenen zehn Jahre, steht ein Verlust von 15% zu Buche. Auf Sicht von fünf Jahren ist der Konzern aus Ludwigshafen sogar rund 45% im Minus. Die Mär vom Evergreen für Anleger ist damit endgültig widerlegt. Aktuell belasten vor allem Sorgen um die künftige Energieversorgung des gigantischen Werks in Ludwigshafen, das stark von russischem Gas abhängt, die Kurse. Auch relativ zum Gesamtmarkt zeigte sich der Wert schwächer.

    Wie groß die Unsicherheit rund um BASF ist, zeigt auch eine kürzlich veröffentlichte Branchenstudie der Baader Bank, die im Falle eines deutschen Embargos für russisches Öl und Gas Kosten zwischen 2,6 und 7,9 Mrd. EUR erwartet. Allein die weite Spanne zeigt, dass die Aktie von BASF auch in den nächsten Wochen volatil bleiben dürfte – und, dass Wagemutige bei tiefen Kursen Chancen ergreifen könnten. Mutige merken sich das Niveau von 47 EUR vor, darunter könnte es aber ungemütlich werden. Der Worst Case könnte einen Ausverkauf einleiten, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt.

    Meta Materials: Lauschen Sie dem CEO der ungeahnten Möglichkeiten!

    Das Zeug zur Revolution hat auch das Geschäftsmodell des an der NASDAQ notierten Unternehmens Meta Materials. Hier ist der Name Programm: Sogenannte Meta Materialien sind synthetische Stoffe mit physikalischen Eigenschaften, die so in der Natur nicht vorkommen. Schon 2016 haben Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ein Material erschaffen, das dank nur 200 Nanometer dicken Streben eine außerordentliche Leichtigkeit, bei zugleich einer Festigkeit ermöglicht, die Diamanten ähnelt. Doch Meta Materialen sind mehr als nur fest und leicht. Sie können etwa auch das Licht so brechen, dass damit beschichtete Objekte für das menschliche Auge verschwinden – das Licht wird also um das Objekt herumgeleitet. Weitere Einsatzzwecke: Fensterscheiben mit integrierten Antennen oder Head-Up-Displays. Die Liste der Einsatzzwecke ist sehr lang und grundsätzlich ist vieles denkbar.

    Bisher haperte es bei Meta Materialien immer am Preis. Meta Materials will das nun ändern und glaubt, dank Massenfertigung schon bald in Regionen vorzudringen, in denen sich der innovative Stoff rechnet. Aufgrund der Vielseitigkeit des Materials könnte auf den ersten Durchbruch eine ganze Lawine an weiteren Neuerungen folgen. Bisher zeichnen die Zahlen von Meta Materials das Bild eines typischen Wachstumswerts. Parallel dazu sammelt die Gesellschaft Patent um Patent. Innerhalb der vergangenen Woche ging es für die Aktie entgegen des allgemein schwachen Trends nach oben. Am kommenden Donnerstag präsentiert Meta-Materials-CEO George Palikaras kostenfrei auf dem International Investment Forum (IIF). Ab 12.40 Uhr (CET) beginnt der Vortrag inklusive anschließender Fragerunde. Gut möglich, dass Palikaras neben Einblicken zu seinem Unternehmen auch ein paar Worte zur allgemeinen Stimmung am Tech-Mekka NASDAQ verliert. Anmelden ist per Zoom kostenfrei Dabei zu sein , dürfte sich lohnen.

    BYD: Ausbruchs-Szenario, aber es gibt einen Haken…

    Dass Zukunftsinvestments alles sind, nur nicht von gestern, zeigte zuletzt auch der Kurs des chinesischen E-Auto-Pioniers BYD. Das Unternehmen verfügt neben einer eigenen Batteriefertigung auch über eine Chip-Tochter und hat bereits angedeutet, seine Plattform anderen Autoherstellern zur Verfügung stellen zu wollen. Die Strategie ist klar: Höhere Stückzahlen sorgen für geringere Stückkosten. Da sich China zugleich über Jahrzehnte kritische Rohstoffe gesichert hat, ist BYD auf den ersten Blick gut positioniert. Auch der Chart sieht zunehmend dynamisch aus. Anleger sollten ESG-Risiken aber nicht vergessen. Zwar ist BYD ein äußerst breit aufgestellter Autobauer, doch gibt es nicht nur innerhalb er EU Bestrebungen, Lieferketten rund um Roh- und Grundstoffe von Batterien und anderen Zukunfts-Produkten transparent zu machen und dabei vor allem die Nachhaltigkeit ins Zentrum zu stellen. Während Unternehmen wie die deutsch-kanadische Gesellschaft Rock Tech Lithium rund um Transparenz und Recycling fast wöchentlich neue Entwicklungen präsentieren, bleiben gerade Unternehmen aus China beim Stichwort „ESG" erstaunlich schmallippig.


    Eine kostenfreie Anmeldung - 15 Unternehmen live und direkt

    Wenn es um aussichtsreiche Zukunftsinvestments geht, müssen Anleger in Zeiten der Krise ganz klar die Bewertungen im Blick haben. Wer jetzt teuer kauft, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit bestraft. Zugleich gibt es im aktuellen Marktumfeld aber auch vielversprechende Themen zu deutlich reduzierten Kursen. Hier sollten Anleger das Marktpotenzial gründlich bewerten und auch die Nachhaltigkeitsfrage stellen. Meta Materials scheint langfristig gut positioniert zu sein, um von Entwicklungen der Zukunft zu profitieren. Auch Rock Tech Lithium macht seine Hausaufgaben. Wer zweifelt, findet am kommenden Donnerstag die Chance , dem CEO von Meta Materials sowie Repräsentanten weiterer Unternehmen Fragen zu stellen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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