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30.05.2024 | 05:05

Übernahmefieber? Nel, Super Micro Computer, Kraken Energy

  • Technologie
  • Uran
  • Wasserstoff
  • künstliche Intelligenz
Bildquelle: pixabay.com

Bei der Aktie von Super Micro Computer geht es im Windschatten von Nvidia wieder Richtung Allzeithoch. Die Schwächephase nach den eigentlich starken Quartalszahlen – aber es wurde noch mehr erwartet – wurde beendet und die Aktie nimmt die 1.000-USD-Marke ins Visier. Ins Visier werden auch immer mehr Energieproduzenten genommen, denn der KI-Boom wird den Energiehunger nach oben schnellen lassen. So läuft derzeit die Milliardenübernahme von Atlantica Sustainable Infrastructure durch das Private Equity Unternehmen Energy Capital Partners. Dabei ist auch klar, dass der Bedarf teilweise auch durch Atomenergie gedeckt werden muss. Davon profitiert Kraken Energy. In den USA erschließt man neue Uran-Vorkommen. Übernahmespekulationen haben zuletzt Nel ASA angetrieben. Aber ist die Rally schon wieder vorbei?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: KRAKEN ENERGY CORP | CA50075X1024 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , SUPER MICRO COMPUT.DL-_01 | US86800U1043

Inhaltsverzeichnis:


    Super Micro Computer: Im Windschatten von Nvidia Richtung Allzeithoch

    Die Aktie von Super Micro Computer scheint ihre Schwächephase überwunden zu haben. Im Windschatten von Nvidia geht es wieder bergauf. Schließlich verbindet beide Unternehmen nicht nur die Freundschaft der CEOs. Auch operativ arbeitet man eng zusammen, da Super Micro Computer ein führender Anbieter von KI-Server-Lösungen und -Rechenzentren ist. In diesem Bereich ist Dell ein großer Wettbewerber. Auch diese Aktie kann vom wieder aufgefrischten KI-Hype profitieren.

    Im vergangenen Quartal hatte Super Micro über ein starkes Wachstum berichtet. CEO Charles Liang: „Wir hatten ein weiteres Rekordquartal mit einem Umsatz von 3,85 Mrd. USD im dritten Quartal und einem Non-GAAP EPS von 6,65 USD pro Aktie. Dieses Umsatzwachstum von 200 % im Jahresvergleich und ein Non-GAAP EPS-Wachstum von 308 % im Jahresvergleich lag deutlich über dem unserer Branchenkollegen. Die starke Nachfrage nach KI-Rack-Scale-PnP-Lösungen und die Fähigkeit unseres Teams, innovative DLC-Designs zu entwickeln, haben es uns ermöglicht, unsere Marktführerschaft bei KI-Infrastrukturen auszubauen.“ Dazu wurde die Jahresprognose angehoben. So will das Technologieunternehmen im Geschäftsjahr 2024 (Endet am 30.06.) nicht 14,3 Mrd. bis 14,7 Mrd. USD umsetzen, sondern 14,7 Mrd. bis 15,1 Mrd. USD. Allerdings hatten Anleger wohl mit einer stärkeren Anhebung gerechnet.

    Kraken Energy: Positive News vom Uran-Projekt Apex

    Egal ob die Rechenzentren von Super Micro oder Dell errichtet werden, der Energiehunger von KI ist ein Grund, warum die Aktie von Kraken Energy interessant ist. Das Unternehmen fokussiert sich auf die Entwicklung von vier hochgradigen Uran-Projekten in den USA – ein Länderrisiko besteht also nicht. Alle Liegenschaften befinden sich in den US-Bundesstaaten Nevada und Utah. Drei Projekte haben in der Vergangenheit bereits Uran produziert. Mit neuer Technologie und bei höheren Preisen lohnt sich jetzt eine Wiederbelebung.

    Zuletzt wurden erfreuliche News zum Apex-Projekt gemeldet. Die historische Uranmine Apex war in der Vergangenheit die größte Uranmine in Nevada und soll jetzt wiederbelebt werden. So seien die jüngsten Ergebnisse von Radonproben vielversprechend ausgefallen. Demnach wurden starke Radonanomalien und hohen magnetische Anomalien nachgewiesen, die gut mit den bekannten hochgradigen, oberflächennahen Uranmineralisierungen korrelieren. Kraken-CEO Matthew Schwab: „Während wir uns den Bohrungen in der historischen Mine Apex nähern, generiert unser Team weiterhin aufregende neue Uranziele entlang des derzeit umrissenen 17,5 km langen Trends der Mineralisierung auf dem Grundstück Apex. Unser Team ist begeistert von der Identifizierung dieser neuen vorrangigen Uranziele, da wir die Apex-Liegenschaft weiter vorantreiben und erkunden werden.“

    Mit den Bohrungen will Kraken schon im August beginnen. Allein durch dieses Projekt ist also ein Newsflow im weiteren Jahresverlauf gesichert. Fallen die kommenden Meldungen ebenfalls positiv aus, sollte der Kurs des derzeit nur mit 5 Mio. CAD bewerteten Unternehmens bald anziehen.

    Nel: Rally wieder vorbei?

    Die Aktie von Nel ASA hat in den vergangenen Wochen ein fulminantes Comeback gefeiert. Im Mai schoss das Wertpapier um über 50 % nach oben – trotz gestern einsetzender Gewinnmitnahmen. Doch die Kurssteigerung sollte nicht überbewertet werden. Fundamental hat sich nichts geändert und vor dem Kurssprung wurde ein Mehrjahrestief markiert. So ist es wohl eher ein Rebound als eine Trendumkehr. Grund für die Rally waren Übernahmespekulationen. Ausgelöst wurden sie durch eine Kooperation in Indien. So hat die Tochter Nel Hydrogen Electrolyser AS eine Technologielizenzvereinbarung mit der indischen Reliance Industries Limited (RIL) geschlossen. Der indische Konzern wird die alkalischen Elektrolyseure von Nel exklusiv in Indien anbieten. Auch bei der Entwicklung und der Produktion von Elektrolyseuren will man zusammenarbeiten. Nicht mehr und nicht weniger. Doch bei der ausgebombten Aktie reichte dies, um über eine Übernahme von Nel zu fantasieren.


    Doch der Kurssprung bei Nel sollte nicht überbewertet werden. Klar ist, dass die Norweger – genauso wie Plug Power – seit Jahren den Beleg schuldig bleiben, ein nachhaltig profitables Geschäftsmodell etablieren zu können. Ganz anders sieht es bei KI-Unternehmen wie Super Micro aus. Die Branche verdient sich eine goldene Nase. Dabei wird immer mehr Investoren klar, dass der Energiebedarf in den kommenden Jahren rasant wachsen wird. Davon sollten nicht nur die Erneuerbaren Energien profitieren, sondern auch Uran-Pureplays wie z. B. Kraken Energy.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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