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09.02.2021 | 05:45

Verbio, Desert Gold, Heidelberger Druck: Wo gerade jetzt etwas zu holen ist

  • Zukunftsinvestments
Bildquelle: pixabay.com

Auf die Zukunft setzen ist so einfach – gerade an der Börse. Zahlreiche Geschäftsmodelle konkurrieren um die Gunst der Investoren. Die besten Ideen werden belohnt. Doch manchmal muss man ein wenig um die Ecke denken, wenn man auf die Zukunft setzen will. Drei Aktien und ob sie sich für ein Zukunftsinvestment eignen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: DE0007314007 , CA25039N4084 , DE000A0JL9W6

Inhaltsverzeichnis:


    Verbio: Wie viel Zukunft hat diese Story?

    Verbio ist einer der Gewinner im SDAX. Schon vor seiner Aufnahme in den Index Ende 2020 legte der Wert deutlich zu. Der Biogas-Spezialist möchte ein gehöriges Stück vom Kuchen abhaben, wenn es um nachhaltige Energiequellen geht. Vor allem bei der Produktion von Bioethanol und Biodiesel waren die Margen gestiegen, was dem Unternehmen ein gutes erstes Halbjahr beschert hat. Doch die Börse schaut mitunter genau hin und interessiert sich mehr für die Zukunft. Diese könnte etwas schwächer werden, als erwartet – schließlich schwächelte das Geschäft von Verbio im zweiten Quartal des Geschäftsjahres bereits. Einige Anleger nahmen nach der Kursrally der vergangenen Monate Gewinne mit.

    Doch wie steht es nun wirklich perspektivisch um die Aktie? In Verbio steckt eine gehörige Portion Zukunft, wenn das Thema Bioenergie auch kein wirklich neues mehr ist. Zuletzt sorgte ein Artikel für Aufsehen, in dem erklärt wird, dass laut Verbio vier Strohballen ausreichen würden, um genug Biogas zu produzieren, um ein Auto ein Jahr lang antreiben zu können. Langjährige Börsianer werden sich beim Lesen des Artikels an ein längst vergessenes Smallcap erinnert haben, das die Motoren von Autos in Afrika mit Baumwolle antreiben wollte. Sicher steckt hinter Verbio deutlich mehr Substanz. Der Vergleich verdeutlicht aber, dass im Kurs inzwischen auch viel Spekulation steckt. Die Korrektur kann noch etwas anhalten. Unter 33 EUR sollten Anleger aber vorsichtig werden.

    Desert Gold hat gute Argumente im Boden

    Dass vermeintliche Zukunfts-Storys nicht immer Substanz haben, weiß jeder, der an der Börse schon den einen oder anderen Zyklus mitgemacht hat. Ebenso bekannt ist, dass es an den Märkten Evergreens gibt, die immer wieder aufs Neue angesagt sind. Ein Beispiel dafür sind Gold-Aktien. Während sich langsam aber sicher am Markt durchsetzt, dass der Lockdown bis in den Frühling hinein anhalten könnte, denken findige Spekulanten bereits weiter: Mehr Staatshilfen und weitere Geldspritzen der Notenbanken dürften Gold wieder in den Fokus der breiten Anlegerschaft rücken. Wie das ausgehen kann, zeigt der Kursverlauf des kanadischen Unternehmen Desert Gold vom vergangenen Jahr. Zwischen April und Juli verdreifachte sich die Aktie in Kanada und korrigiert seitdem. Inzwischen hat der Wert knapp über dem Niveau von vor einem Jahr einen Boden gefunden. Doch in der Zwischenzeit ist einiges geschehen.

    Desert Gold verfügt in Mali über zwei vielversprechende Projekte. Flaggschiff ist SMSZ. Das Gebiet liegt inmitten einer Minenregion, in der auch B2Gold, Barrick Gold oder AngloGold Ashanti tätig sind. Desert Gold machte in den vergangenen Monaten mit guten Bohrergebnisse von sich reden. Unter anderem überzeugten 3,62 g/t Gold über 42 Meter oder 6,28 g/t Gold über 13 Meter die Märkte. Aktuell bohrt das Unternehmen erneut mit dem Ziel, seine Liegenschaft noch attraktiver zu machen und die Perspektive auf eine Produktion zu eröffnen. Gelingt das, birgt die Aktie für spekulative Anleger große Chancen. Gold hat eben nicht nur eine lange Vergangenheit, sondern immer wieder auch eine Zukunft.

    Heidelberger Druckmaschinen: Keine Kaufpanik!

    Eine Aktie, die wie Desert Gold bis vor kurzem ein Pennystock war, aber dennoch deutlich bekannter ist, ist Heidelberger Druckmaschinen. Das Unternehmen sah sich über Jahre dem digitalen Wandel ausgesetzt und litt unter einem schwierigen Branchenumfeld. Jetzt hat das Unternehmen aber an einigen Stellen die richtigen Schrauben gedreht. Vor allem beim Personal haben die Heidelberger eingespart. Trotzdem sorgten wichtige Sparten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres für Umsatzrückgänge, darunter auch die Digital-Sparte. Die Pandemie ist auch an Heidelberger Druckmaschinen nicht spurlos vorübergegangen.

    Da sich die Situation auch trotz der Impfstoffe kurz- und mittelfristig nicht zu verbessern scheint, dürfte das Unternehmen auch in den kommenden Monaten noch für schlechte Zahlen sorgen. Doch immer dann, wenn sich ein Unternehmen aufgrund der Marktsituation neu aufstellen muss, entstehen auch große Chancen. Wichtig ist nur das Timing beim Einstieg. Kaufpanik muss bei Heidelberger Druckmaschinen nicht aufkommen. Selbst wenn der Wert wieder günstiger wird, bleibt ein großes Risiko. Bioenergie oder etwas Altbewährtes, wie etwa Gold, erscheinen im aktuellen Marktumfeld gefragter.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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