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07.04.2025 | 04:30

100 % Kurschance oder Short-Attacke? Deutz, Bayer, Power Metallic Mines Aktie

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Bildquelle: pixabay.com

Spannung bei Deutz! Während Analysten ihr Kursziel deutlich erhöhen, bringen sich Shortseller in Stellung. Lohnt sich jetzt wieder der Einstieg? Immerhin hat die Aktie deutlich korrigiert. Eine interessante Einstiegschance scheint sich derzeit bei Power Metallic Mines zu ergeben. Unter dem Namen Power Nickel hatte das Unternehmen 2024 für Furore gesorgt. Bei Bohrungen hatte man nicht nur riesige Nickelvorkommen gefunden, sondern viel mehr. Und dies soll erst der Anfang sein. Der aktuelle Kursrückgang ist eine Chance. Dagegen kommt Bayer einfach nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. Die Rechtsstreitigkeiten werden wohl mindestens bis 2026 andauern. Analysten raten trotzdem zum Kauf der Aktie.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 , DEUTZ AG O.N. | DE0006305006 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

Inhaltsverzeichnis:


    Power Metallic Mines: Starke Bohrergebnisse sprechen für steigende Aktie

    Unter dem Namen Power Nickel hatte das Unternehmen 2024 für Furore gesorgt. Spektakuläre Bohrergebnisse hatten das Nisk-Projekt in Kandada zu einem Weltklasse Multi-Metall-Projekt gemacht. So wurden nicht nur große Mengen an Nickel und Kupfer aufgezeigt, sondern auch Platin, Gold und Silber. Daher erfolgte die Umbenennung in Power Metallic Mines. Denn der Nettobarwert wird von den Experten bereits auf rund 1,15 Mrd. CAD geschätzt – die Marktkapitalisierung liegt derzeit unter 230 Mio. CAD – und das Unternehmen will ihn weiter steigern. Denn dabei wurde bei weitem noch nicht das gesamte Areal untersucht. Noch vor der Kurskorrektur hatte Power Metallic durch eine Kapitalerhöhung rund 50 Mio. CAD für eine Ausweitung des Bohrprogramms eingesammelt und ist bis Ende 2026 durchfinanziert. Damit sollte es im laufenden Jahr viel Newsflow geben und die Chancen stehen gut, dass die Aktie auch 2025 für Furore sorgen wird.

    Bisher hat man drei Bohrgeräte im Einsatz. Derzeit läuft die Erweiterung inklusive einer vollständige Erneuerung der Kernprotokollierungsanlage. Ab Juni will man dann mit sechs Bohrgeräten nach neuen Ressourcen suchen. Dabei gibt sich das Unternehmen sehr selbstbewusst. Obwohl schon riesige Vorkommen entdeckt wurden, sei man zuversichtlich, dass die Explorationskampagnen 2025/2026 zu weiteren Entdeckungen führen werden. Dabei nutzt Power Metallic weiterhin die „Ambient Noise Tomography“-Methode. Diese erhöht die Treffsicherheit bei Bohrungen deutlich und ermöglicht es, sulfidische Vorkommen effizient zu erschließen.

    Die letzten Bohrergebnisse sind ebenfalls vielversprechen. Bohrloch PN-24-093 ergab 0,13 g/t Gold, 2,74 g/t Silber, 0,37 % Kupfer, 1,16 g/t Palladium, 0,18 g/t Platin und 0,09 % Nickel. Bei Bohrloch PN-24-086 wurden sensationelle 65,09 g/t Palladium in einem Abschnitt von 1,55 m gefunden. Mit Bohrloch PN-24-094 konnten erstmals auch in der „Tiger“-Zone massive Nickel-Kupfer-Sulfide nachgewiesen werden. Setzen sich die positiven Bohrergebnisse fort, dann sollte der Kurs sich schon bald wieder in Richtung Allzeithoch von rund 1,9 CAD bewegen – 50 % über dem aktuellen Niveau.

    Deutz: 70 % oder Short-Attacke?

    In der vergangenen Woche hat es dann doch noch die Aktie von Deutz erwischt. Innerhalb von 14 Tagen hat sie rund 23 % an Wert verloren – den wesentlichen Teil davon Ende vergangener Woche. Am Freitag ging die Deutz-Aktie mit 5,81 EUR ins Wochenende. Ist damit die „gesunde“ Konsolidierung beendet? Immerhin notiert das Wertpapier immer noch rund 40 % über dem Niveau vom Jahresbeginn.

    Dass die Deutz-Aktie auf dem aktuellen Niveau unterbewertet ist, glaubt Warburg Research. Die Analysen empfehlen die Aktie zum Kauf und sehen jetzt wieder 100 % Kurspotenzial. In ihrem Update anlässlich der Jahreszahlen hatten sie das Kursziel für die Deutz-Aktie von 7,60 EUR auf 11,80 EUR erhöht.

    Doch Vorsicht. Denn wie bei einigen anderen Profiteuren des Milliardenpaketes der Bundesregierung bauen auch bei Deutz Shortseller Positionen auf. Zuletzt hatte beispielsweise Qube Research & Technologies Limited gemeldet, dass man bei der Deutz-Aktie eine Short-Position in Höhe von 1,74 % hält.

    Bayer: Kaufempfehlung trotz anhaltendem Glyphosat-Fiasko

    Bayer hat derzeit wohl größere Probleme als Zoll-Unsicherheit. Denn die Leverkusener brauchen dringend neue Blockbuster, um die sinkenden Umsätze der Verkaufsschlager Xarelto (Gerinnungshemmer) und Eylea ersetzen zu können. Doch es fehlt an Zeit und Geld. Und die nicht enden wollenden Rechtsstreitigkeiten – insbesondere rund um Glyphosat – in den USA überstrahlen weiterhin alles und binden Ressourcen.

    Zuletzt hat Bayer immerhin die Onkologie-Pipeline gestärkt. So hat man die weltweite Exklusivlizenz für einen MTA-kompatiblen PRMT5-Inhibitor von Puhe BioPharma zur selektiven Bekämpfung von MTAP-deletierten Tumoren erworben. Allerdings befindet sich das Projekt erst in einer Phase-1-Studie. Bis zu einer möglichen Marktzulassung wird also noch viel Zeit ins Land gehen.

    Puhe-BioPharma-Chef Yongqi Guo: „Wir sehen ein großes Potenzial für MTA-kooperative PRMT5-Inhibitoren bei der Behandlung von MTAP-deletierten Tumoren. Unser MTA-kooperativer PRMT5-Inhibitor PH020, der jetzt den Namen BAY 3713372 trägt, hat in präklinischen Studien eine kompetitive Selektivität für MTA-gebundenes PRMT5 sowie Aktivität und Hirnpenetration gezeigt.“

    Immerhin gab es zuletzt einen positiven Analystenkommentar. So hat die DZ Bank ihre Kaufempfehlung für die Bayer-Aktie bestätigt. Auch wenn es in Sachen Glyphosat wohl erst Ende 2026 eine Entscheidung des US Supreme Courts geben wird, sollte man auf dem historisch niedrigen Niveau zugreifen. Den fairen Wert der Bayer-Aktie sehen die DZ-Analysten bei 30 EUR. Derzeit notiert die Aktie bei rund 20 EUR.

    Fazit

    Ein Kauf der Bayer-Aktie drängt sich eigentlich nicht auf. Ein Ende der Rechtsstreitigkeiten ist weiterhin nicht absehbar und die Pharma-Pipeline alles andere als vielversprechend. Dagegen bietet die Aktie von Power Metallic Mines nach dem Kursrückgang ein interessantes Einstiegsniveau. Wenn sich der positive Newsflow fortsetzt, sollten deutlich höhere Kurse möglich sein. Bei Deutz scheint die Kursparty erst mal vorbei zu sein.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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