21.04.2026 | 04:30
50 % Kursplus! Was ist da los bei D-Wave, Heidelberger Druckmaschinen und der Group Eleven Resources Aktie?
Diese drei Aktien sorgen derzeit für Furore. Group Eleven Resources ist ein Überflieger aus dem Rohstoffsektor. Um rund 70 % ging es seit Ende Februar nach oben. Das Unternehmen erschließt derzeit ein Zink-, Blei- und Silberprojekt in Europa. Das jüngste Update spricht für eine Fortsetzung der Rally. D-Wave hat sich mit einer Kursexplosion von über 50 % zurückgemeldet. Nach einem Kursrückgang von rund 70 % war diese auch dringend nötig. Für Rückenwind hat dabei Nvidia und nicht das Unternehmen selbst gesorgt. Und was ist bei Heidelberger Druckmaschinen los? Nach der Euphorie über den Einstieg ins Drohnengeschäft, sorgte eine Gewinnwarnung für Ernüchterung. Das Kerngeschäft schwächelt, aber Analysten sehen eine Kaufchance.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
GROUP ELEVEN RESOURCES CORP | CA39944P1018 | TSXV: ZNG , OTCQB: GRLVF
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Group Eleven Resources: Rohstoffüberraschung 2026
Obwohl an der Börse eher noch ein Geheimtipp, gehört die Aktie von Group Eleven Resources zu den positiven Überraschungen des laufenden Jahres. Seit Ende Februar ging es mit dem Wertpapier um rund 70 % nach oben. Und es gibt gute Gründe dafür, warum dies erst der Anfang einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung gewesen sein könnte. Das Unternehmen entwickelt in Irland das Zink-, Blei- und Silberprojekt PG West mit der Lagerstätte Ballywire. Nach eigenen Angaben handelt es sich um die bedeutendste neue Mineralentdeckung in Irland seit über einem Jahrzehnt. Nur rund 20 Kilometer entfernt befindet sich die Pallas-Green-Lagerstätte des Rohstoffkonzerns Glencore. Dieser dürfte sich die Entwicklung von Ballywire sehr genau ansehen und kommt natürlich als Käufer in Frage.
Das jüngste Bohr-Update von Group Eleven ist ein starkes Signal für die Fortsetzung der Rally. Auf dem Ballywire-Projekt wurden erneut außergewöhnlich hochgradige Zink-Blei-Silber-Abschnitte durchschnitten – darunter 23,5 Meter mit 12,3 % Zn+Pb und signifikanten Silbergehalten. Besonders bemerkenswert sind einzelne Spitzenwerte von bis zu 47 % Zn+Pb sowie 171 g/t Silber, die das außergewöhnliche Potenzial der Lagerstätte unterstreichen. Gleichzeitig bestätigen die Ergebnisse die Kontinuität der Mineralisierung entlang bekannter Strukturen.
Darüber hinaus gewinnt die tiefere Kupfer-Silber-Zone zunehmend an Bedeutung. Neue Bohrdaten deuten darauf hin, dass sich diese Mineralisierung entlang steil einfallender Verwerfungszonen über große Distanzen erstrecken könnte. Mit inzwischen fünf erfolgreichen Bohrungen entlang zweier Linien wächst die Evidenz, dass es sich um ein großflächiges System handelt. Parallel dazu konnte die bekannte Streichenlänge der Lagerstätte um weitere 600 Meter auf nun 3,2 Kilometer ausgeweitet werden – ein klarer Hinweis darauf, dass Ballywire noch lange nicht vollständig definiert ist.
Vier Bohrgeräte sind weiter im Einsatz. Für weiteren Newsflow dürfte also gesorgt sein.
D-Wave: Profitiert von Nvidia
Die Aktie von D-Wave Quantum hat sich in der vergangenen Woche fulminant zurückgemeldet. Dabei war es in den Monaten zuvor ruhig um den Quantum-Highflyer geworden. So hatte die Aktie seit dem Allzeithoch im Oktober 2025 bei rund 40 EUR rund 70 % an Wert verloren und notierte zuletzt knapp über 12 EUR. Dann folgte in der vergangenen Woche die Kursexplosion auf über 18 EUR.
Wesentlicher Kurstreiber war nicht eine News von D-Wave selbst, sondern von Nvidia. So hat der Konzern speziell für das Quantencomputing entwickelte Open-Source-Ising-Modelle für künstliche Intelligenz angekündigt. Dies hat den gesamten Quantum-Sektor wieder ins Visier von Anlegern gerückt.
Denn Ising-Modelle sollen zur Lösung von zwei grundlegenden Herausforderungen des Quantencomputings beitragen. Dabei handelt es sich um die automatisierte Kalibrierung von Quantenprozessoreinheiten und Fehlerkorrektur durch 3D-CNN-basierte Dekodierung.
Nvidia-Chef Jensen Huang sprach davon, dass Ising Fehler in der Ausgabe von Quantencomputern bis zu dreimal schneller beheben könne als herkömmliche Ansätze. Dies könnte die Kommerzialisierung von Quantencomputing weiter beschleunigen. Huang glaubt, dass der Markt für Quantencomputing bis zum Ende dieses Jahrzehnts ein Volumen von über 11 Mrd. USD erreichen wird.
Heidelberger Druckmaschinen: Reicht Rüstungsfantasie aus?
Nichts für schwache Nerven ist derzeit die Aktie von Heidelberger Druckmaschinen. Anfang vergangener Woche sorgte Drohnenfantasie für einen kräftigen Kurssprung. Die Aktie schoss von 1,38 EUR auf 1,75 EUR nach oben. Doch bereits am folgenden Tag sorgte eine Gewinnwarnung für Ernüchterung. Während Umsatz und Auftragseingang mit etwa 2,4 Mrd. EUR stabil bleiben, gerät die Profitabilität spürbar unter Druck. So wurde die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten angepasst. Statt einer EBITDA-Marge von bis zu 8 % erwartet das Management jetzt rund 6,6 %. Hauptursachen sind geopolitische Belastungen – insbesondere die Eskalation des Iran-Konflikts – sowie ein schwächerer Produktmix im klassischen Geschäft, die zusammen die Margenentwicklung kurzfristig belasten. Immerhin hält sich die Aktie seitdem über der Marke von 1,60 EUR.
Die Analysten von mwb research bleiben bei ihrer Kaufempfehlung. Den fairen Wert der Aktie sehen sie bei 2,70 EUR. Heidelberger Druckmaschinen befinde sich in einer strategischen Neuausrichtung mit Fokus auf wachstumsstärkere Bereiche wie Verteidigung und Energie. Der Ausbau dieses zweiten Standbeins über HD Advanced Technologies verursache jedoch zunächst höhere Kosten und wirke kurzfristig margenbelastend. Positiv sei, dass Effizienzprogramme greifen und einen stärkeren Ergebniseinbruch verhindern.
Im laufenden Jahr erwarten die Analysten, dass Heidelberger Druckmaschinen rund 2,36 Mrd. EUR umsetzen wird. In den kommenden Jahren sollen die Erlöse leicht zulegen und in 2027 rund 2,52 Mrd. EUR erreichen. Die Profitabilität soll deutlich stärker zulegen. So soll die EBITDA-Marge von 6,6 % im laufenden Jahr bis 2027 auf 8,2 % steigen. In 2027 soll der Gewinn je Aktie dann bei 0,27 EUR liegen.
Dazu soll dann auch der Bereich Drohnenabwehr beitragen. Vergangene Woche ist das Joint Venture ONBERG Autonomous Systems gestartet. Dabei handelt es sich um eine Partnerschaft zwischen der Heidelberger-Tochter HD Advanced Technologies und dem amerikanisch-israelischen Unternehmen Ondas Autonomous Systems. Gemeinsam will man innerhalb europäischer Lieferketten einen One-Stop-Shop für Drohnenabwehr aufbauen: von der Entwicklung und Systemintegration bis zur industriellen Serienfertigung. Die Systeme sollen auf höchste Anforderungen der nationalen Sicherheit, des Grenzschutzes sowie militärischer, ziviler und industrieller Anwendungen ausgelegt werden.
Fazit
Die Kurssteigerungen bei Group Eleven Resources könnten erst der Anfang gewesen sein. Die bisherigen Ergebnisse sind jedenfalls sehr vielversprechend und Europa braucht dringend regionale Rohstoffquellen. Heidelberger Druck braucht dringend neue Umsatzbringer. Drohnenabwehr ist ein spannender Bereich, aber ob man damit schnell genug das schwächelnde Kerngeschäft kompensieren kann, bleibt abzuwarten. D-Wave bleibt ein Basisinvestment im Quantum-Bereich. Allerdings darf die Konkurrenz durch Konzerne wie Alphabet und Nvidia nicht unterschätzt werden.
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