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15.07.2025 | 04:30

Achtung! VERVIELFACHUNG möglich! Hensoldt, D-Wave, naoo Aktie mit Kaufempfehlung

  • Technologie
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Bildquelle: pixabay.com

Die deutschen Rüstungsaktien scheinen ihre Konsolidierung schnell beendet zu haben. Getrieben von Kaufempfehlungen marschieren sie wieder in Richtung des Allzeithochs. Hensoldt wird unter anderem von der Deutschen Bank empfohlen. Doch das Unternehmen könnte vor großen Herausforderungen stehen! Paukenschlag dagegen bei naoo: Erstmals haben Analysten den Social Media Geheimtipp aus der Schweiz unter die Lupe genommen. Die Experten sehe kräftiges Wachstum in den kommenden Jahren und halten eine Vervielfachung der Aktie für möglich. Eine Vervielfachung hat die Aktie von D-Wave bereits hinter sich. Dennoch sehen Analysten weiteres Kurspotenzial für den Quantum-Highflyer.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: NAOO AG | CH1323306329 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , D-WAVE QUANTUM INC | US26740W1099

Inhaltsverzeichnis:


    naoo: Analysten sehen Vervielfachungspotenzial

    Paukenschlag bei naoo. Erstmals haben Analysten den Börsennewcomer aus der Schweiz unter die Lupe genommen. Die Experten von GBC Research kommen zu einem klaren Urteil: „Kaufen“. Auf Basis eines DCF-Modells (Discounted Free Cashflows) halten die Analysten naoo bei einem Kurs von 28,48 EUR je Aktie für fair bewertet. Derzeit notiert das Wertpapier bei rund 6,15 EUR. Demnach besteht das Potenzial zur Vervielfachung.

    Die Analysten nennen in ihrer Studie drei zentrale Investment-Highlights: Erstens betreibt das Unternehmen eine KI-gestützte Social-Media-Plattform der neuesten Generation, die durch ein Belohnungssystem (naoo-Punkte) und starke lokale Einbindung einen neuartigen Nutzen für Nutzer und Werbekunden bietet. Zweitens hat naoo mit der Übernahme der Schweizer Influencer-Agentur Kingfluencers einen strategischen Meilenstein erreicht. Diese Übernahme ergänzt das Plattformgeschäft um ein margenstarkes Agenturmodell mit etabliertem Kundenstamm und bringt unmittelbare Umsatz- und Synergieeffekte. Drittens ist das Geschäftsmodell hoch skalierbar: Werbung auf der Plattform, SaaS-Einnahmen durch die für 2026 geplante Business-Lösung und gezielte KI-Personalisierung sollen exponentielles Wachstum ermöglichen.

    Daher rechnet GBC damit, dass naoo in den kommenden Jahren rasant wachsen wird: von 9,2 Mio. CHF (2025e) auf über 100 Mio. CHF im Jahr 2028e. Der Löwenanteil des Umsatzes wird ab 2027 aus dem digitalen Werbegeschäft der naoo-Plattform stammen. Der derzeit laufende Nutzeraufbau ist dabei zentral: Während für 2025 rund 35.000 monatlich aktive User prognostiziert werden, soll diese Zahl bis Ende 2028 auf 4,36 Mio. steigen. Gleichzeitig werden durch die zunehmende Nutzerzahl steigende Werbeeinnahmen erwartet. Auch das Influencer-Geschäft (Kingfluencers) soll zweistellig wachsen und zum Gewinn beitragen.

    Analysten erwarten starkes Wachstum. Quelle: GBC Research AG

    Nach der derzeit laufenden Aufbauphase soll naoo dann ab 2027 auf allen Ebenen profitabel sein und kräftig skalieren. Für 2027 erwarten die Analysten einen operativen Gewinn (EBITDA) von 3,75 Mio. CHF der in 2028 bereits bei 17,73 Mio. CHF liegen soll. Zur Einordnung: naoo wird derzeit an der Börse mit rund 27 Mio. EUR bewertet. (zur GBC-Studie)

    D-Wave: Bald 20 USD?

    Wie schnell eine Verzehnfachung gehen kann, hat D-Wave Quantum gezeigt. Bei dem Quantum-Highflyer hat es weniger als ein Jahr gedauert. Inzwischen bringt das Unternehmen stolze 4,6 Mrd. USD auf die Börsenwaage. Ist da noch mehr drin? „Ja“, sagt Cantor Fitzgerald. Sie sind trotz erhöhter Kursschwankungen und einem spürbaren Rücksetzer in der vergangenen Woche klar optimistisch.

    Zuletzt hat Cantor Fitzgerald D-Wave in die Coverage aufgenommen. Die Analysten empfehlen die Technologieaktie mit “Overweight” und sehen den fairen Wert bei 20 USD. Derzeit notiert die Aktie bei rund 15 USD. Aus Sicht der Analysten stehe Quantum-Computing zwar noch am Anfang, biete jedoch enorme Potenziale. D-Wave liefere beeindruckende Wachstumsraten. So habe man den Umsatz im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Insgesamt sei die Bewertung zwar kurzfristig ambitioniert, aber das langfristige Potenzial von Quantum-Computing rechtfertige dies.

    Hensoldt: Statt kaufen besser verkaufen?

    Bei Hensoldt sind sich die Analysten uneins. Klar ist, dass sich die Aktie des Anbieters von Radarsystemen und anderer Rüstungselektronik schnell von ihrer Konsolidierung erholt hat. Derzeit notiert die Aktie bei 103 EUR und ist damit nicht mehr weit von Allzeithoch bei rund 109 EUR entfernt. Zur Einordnung: Am Jahresanfang stand die Aktie noch knapp unter 34 EUR.

    Gestern hat die Deutsche Bank ihr Kursziel kräftig erhöht. Aus Sicht der Analysten seit Hensoldt strategisch stark aufgestellt. Aufgrund des Fokus auf den deutschen Verteidigungsmarkt sollte das Unternehmen von möglichen Haushaltsaufstockungen und neuen Rüstungsvorhaben profitieren. Daher empfehlen sie die Hensoldt-Aktie weiterhin zum Kauf und haben das Kursziel von 62 EUR auf 111 EUR angehoben.

    Auf ein Risiko macht Jefferies aufmerksam. So verweisen die Analysten auf das europäische Luftkampfsystem FCAS. Dort geben es – wie bei europäischen Rüstungsprojekten fast schon üblich – starke politische Interessen. Insbesondere Frankreich wolle hier die heimische Industrie bevorzugen. Dies könnte zu Lasten von Hensoldt gehen. Das Kursziel von Jefferies für die Hensoldt-Aktie liegt nur bei 60 EUR. Daher ist das Wertpapier für sie nur ein „Underperform“.


    Fazit

    Social Media, Quantum-Computing und Rüstung sind Zukunftsbranchen. naoo könnte mit seinem KI-Ansatz eine europäische Alternative zu den großen Netzwerken werden. Dann sollte eine Vervielfachung möglich sein. Die Konsolidierung bei Hensoldt, Renk und Rheinmetall ging schnell zu Ende. Vielleicht zu schnell? D-Wave scheint weiterhin das Basisinvestment im Bereich Quantum-Computing zu sein.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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