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30.10.2024 | 05:05

Aktie vor Kurssprung? Rheinmetall, JinkoSolar, Almonty Industries

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Bildquelle: pixabay.com

1 Mrd. EUR stellt die Bundesregierung für einen neuen Rohstofffonds bereit. Damit soll sich die KfW an Bergbauprojekten im In- und Ausland beteiligen und Deutschlands Versorgung mit kritischen Rohstoffen sichern. Um bei Wolfram die Abhängigkeit von China und Russland zu reduzieren, hat die Staatsbank bereits vor einigen Jahren Almonty Industries Millionen zur Verfügung gestellt. Die Mine in Südkorea steht kurz vor der Fertigstellung und die Aktie hat die Neubewertung eingeleitet. Wie massiv eine Aktie bei einer Neubewertung steigen kann, hat Rheinmetall gezeigt. Steht jetzt der nächste Kurssprung bevor? Die Aktie von JinkoSolar hat gestern kräftig verloren und fährt weiter Achterbahn. Wie geht es weiter?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries: Neubewertung läuft!

    Längst ist bekannt, dass China und Russland den Weltmarkt bei Seltenen Erden und anderen kritischen Rohstoffen beherrschen und die Marktstellung auch als „Waffe“ einsetzen. Lieber spät als nie ergreift jetzt wohl die Bundesregierung Maßnahmen, um die Abhängigkeit Deutschlands zu reduzieren. Wie das „Handelsblatt“ als erster berichtet hat, sollen über die staatliche Förderbank KfW bis 2028 rund 1 Mrd. EUR in strategische Rohstoffprojekte investiert werden. „Mit dem Beschluss stärkt der Haushaltsausschuss die wirtschaftliche Sicherheit Deutschlands in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten“, sagte Grünen-Haushälter Felix Banaszak dem „Handelsblatt“. „In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten ist die strategische Sicherung des Zugangs zu entscheidenden Rohstoffen von zentraler Bedeutung für eine bezahlbare Transformation.“ Mit Krediten hat die KfW bereits in der Vergangenheit Projekte mit strategischer Bedeutung unterstützt. So hat man beispielsweise Almonty Industries vor einigen Jahren Millionen für die Erschließung einer Wolfram-Mine in Südkorea zur Verfügung gestellt. Jetzt steht das Projekt des kanadischen Rohstoffproduzenten kurz vor der Fertigstellung.

    Die Aktie ist angesprungen, aber die Neubewertung hat wohl gerade erst begonnen. Schließlich wird Almonty mit der Sangdong-Mine die weltweit größte Wolfram-Mine betreiben und damit die Gemengelage bei diesem kritischen Rohstoff massiv verändern. Die finale technische Überprüfung der Pilot-Verarbeitungsanlage ist abgeschlossen. Dabei wurden ein Wolframkonzentrat von über 60 % und eine Erzausbeute von 82 % bestätigt. Im ersten Quartal 2025 soll dann der offizielle Produktionsstart erfolgen. Dabei kann Almonty auf die Erfahrungen aus Spanien und Portugal setzen. Dort werden bereits Minen betrieben.

    Aufgrund der Eröffnung von Sangdong erwarten die Analysten von Sphene Capital, dass Almonty bereits im kommenden Jahr rund 100 Mio. CAD umsetzen wird und in 2026 fast 200 Mio. CAD. Das EBITDA soll in 2026 bei rund 45,8 Mio. CAD liegen. Daher liegt ihr Kursziel für die Almonty-Aktie bei 2,31 CAD. Trotz eines Anstiegs von rund 50 % im laufenden Jahr notiert das Wertpapier erst bei 0,83 CAD. Ein Einstieg erscheint sich demnach weiterhin zu lohnen.

    Rheinmetall: Konsolidierung beendet?

    Eine Neubewertung wie aus dem Bilderbuch hat Rheinmetall in den vergangenen Jahren vollzogen. Von rund 90 EUR Anfang 2022 ging es innerhalb von zwei Jahren bis über 550 EUR. Seit März dieses Jahres konsolidiert die Aktie des größten deutschen Rüstungskonzerns – der übrigens auch auf Wolfram angewiesen ist und also künftig von Almonty profitieren könnte – um die 500 EUR. Derzeit blicken Rheinmetall-Aktionäre auf den Wahlkampf in den USA. Ein Sieg von Donald Trump könnte signifikante Auswirkungen auf den Krieg in der Ukraine haben. Ein Kriegsende dürfte die Rheinmetall-Aktie zunächst deutlich belasten. Allerdings dürfte dies die mittel- bis langfristigen Perspektiven nicht beeinflussen. Im Gegenteil, denn dann müsste Europa die eigene Verteidigung noch stärker in die eigenen Hände nehmen und entsprechend investieren. Dies sehen auch die Analysten von J.P. Morgan so. Daher haben sie kürzlich ihre Empfehlung "Overweight" mit einem Kursziel von 680 EUR bestätigt. Zu den Rheinmetall-Bullen gehört auch Berenberg. Deren Einstufung der Rüstungsaktie lautet "Buy" und das Kursziel liegt bei 655 EUR.

    JinkoSolar: Aktie setzt Achterbahnfahrt fort

    Eine wilde Achterbahnfahrt hat in den vergangenen Wochen die Aktie von JinkoSolar erlebt. Nach der Ankündigung eines Wirtschaftspaketes der chinesischen Regierung verdoppelte sich die Aktie des Solarkonzerns innerhalb weniger Tage annähernd. Von über 30 EUR folgte anschließend wieder der Absturz auf 18 EUR. Vor wenigen Tagen dann wieder der Sprung von 19 EUR auf 25 EUR. Im vorerst letzten Kapitel rutschte die Aktie gestern wieder um fast 10 % auf unter 23 EUR ab.

    Damit ist der größte Solarkonzern der Welt derzeit klar ein Spielball der Zocker und scheint von den Entscheidungen der chinesischen Regierung abzuhängen. Zwar scheint das Unternehmen in der von Überkapazitäten und fallenden Preisen gebeutelten Branche noch am besten dazustehen, doch für einen nachhaltigen Kursanstieg scheint dies zu wenig zu sein. Für heute hat Jinko die Veröffentlichung der Quartalszahlen angekündigt. Dabei wird man voraussichtlich von weiter steigenden Absatzzahlen berichten. Der Konzern ist also ein wesentlicher Treiber für die Probleme der Branche.

    Im Gesamtjahr 2024 will Jinko 100 bis 110 GW ausliefern und immerhin einen positiven operativen Cashflow erzielen. Im Anschluss an die vergangenen Quartalszahlen hatten die Analysten von Jefferies ihr Kursziel für die Aktie von JinkoSolar von 10,68 RMB auf 8,28 RMB reduziert, blieben allerdings bei der Kaufempfehlung.


    JinkoSolar wird voraussichtlich als einer der Gewinner aus dem aktuellen Preiskampf in der Branche hervorgehen. Derzeit ist die Aktie allerdings eher etwas für Zocker. Dagegen hat die Almonty-Aktie die Neuwebwertung eingeleitet und mit Blick auf die Analystenschätzungen scheint das Wertpapier des Wolfram-Produzenten noch viel Potenzial zu haben. Rheinmetall wird weiter von den steigenden Verteidigungsausgaben profitieren. Die vergangenen Wochen haben jedoch gezeigt, dass es bei Gerüchten über ein Ende des russischen Angriffskrieges zu Kursrückschlägen kommen kann.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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