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07.08.2025 | 04:30

Bayer und das Milliardenproblem! Evotec überzeugt Analysten nicht! KI-Aktie NetraMark mit Ausrufezeichen!

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Bildquelle: pixabay.com

Erneut eine positive Meldung beim KI-Geheimtipp NetraMark. Für die KI-Plattform zur Verbesserung klinischer Studien konnte ein neuer Kunde gewonnen werden. Damit sollte die Seitwärtsbewegung der Aktie bald beendet sein. Analysten sehen deutliches Kurspotenzial. Dagegen reagieren Analysten auf die Quartalszahlen von Bayer zurückhaltend. Die Überraschungsaktie des bisherigen Jahresverlaufes muss einen deutlichen Rücksetzer verkraften. Die Milliardenprobleme in den USA sind wieder auf dem Tisch. Und was macht Evotec? Der Verkauf des Standorts in Frankreich soll zur Profitabilität des Konzerns beitragen. Doch an der Börse sorgte dies nur kurz für gute Stimmung. Inzwischen hat die Aktien wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Zu recht?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809 , NETRAMARK HOLDINGS INC | CA64119M1059

Inhaltsverzeichnis:


    NetraMark Holdings: Sorgt neuer Kunde für den Ausbruch der Aktie?

    Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt auch bei der Entwicklung neuer Medikamente immer mehr an Bedeutung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es werden Zeit und Kosten eingespart. NetraMark hat sich mit der KI NetraAI auf den Bereich der klinischen Studien spezialisiert und gewinnt mehr und mehr Kunden. Vorgestern wurde die nächste Partnerschaft gemeldet: So wird Asklepion Pharmaceuticals bei der Analyse ihrer klinischen Schlüsselstudie der Phase III im pädiatrischen Bereich NetraAI einsetzen. Die Studie untersucht die Wirksamkeit von intravenösem L-Citrullin (CIT-003-01) zur Vermeidung akuter Lungenverletzungen bei Kindern, bei denen wegen angeborener Herzfehler ein kardiopulmonaler Bypass gelegt werden muss.

    KI-Analytik von NetraMark soll dazu beitragen, den Nutzen von L-Citrullin in spezifischen Patientenuntergruppen nachzuweisen und die Studienergebnisse zu verbessern. Asklepion-CEO Jeff Courtney: "Wir wollen die Grenzen der Arzneimittelentwicklung im pädiatrischen Bereich überschreiten, und die Technologie von NetraMark weist uns hier einen vielversprechenden Weg in die Zukunft."

    NetraMark setzt damit seine positive Entwicklung und den positiven Newsflow fort. Zuletzt hatte man für einen Paukenschlag gesorgt, als NetraAI im Vergleichstest den Platzhirsch ChatGPT und dessen chinesischen Herausforderer DeepSeek geschlagen hatte. In drei unabhängigen Studien zu Schizophrenie, Depression und Pankreaskrebs war NetraAI das einzige System, das verlässlich klinisch verwertbare Untergruppen identifizieren konnte.

    Aufgrund dieser Entwicklungen kann es eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis die in Deutschland auf Tradegate gehandelte Aktie aus ihrer seit Mai andauernden Seitwärtsbewegung zwischen 0,80 EUR und 1,00 EUR ausbrechen wird. Das Kursziel der Analysten von Zacks Small-Cap Research liegt bei 2,25 CAD.

    Evotec: Kurs fällt wieder

    Wenig Freude macht weiterhin die Aktie von Evotec. Die angekündigte Veräußerung von Randbereichen – oder vielleicht auch Tafelsilber? – wird inzwischen umgesetzt. So hatte Evotec zuletzt eine nicht-bindende Vereinbarung mit Sandoz über den möglichen Verkauf von Just – Evotec Biologics EU, als Eigentümerin der J.POD-Anlage für die Herstellung von Biologika im französischen Toulouse bekannt gegeben. Demnach würde Sandoz auch eine Technologielizenz kaufen und damit Zugang zu Evotecs proprietärer Plattform für die integrierte Entwicklung und fortschrittliche kontinuierliche Herstellung von Biologika erhalten. Die beiden Unternehmen arbeiten am Standort in Toulouse bereits seit 2024 eng zusammen.

    Die Vereinbarung ist Teil von Evotecs neuer Strategie, nachhaltiges und profitables Wachstums voranzutreiben. So wäre die Weiterentwicklung von Just – Evotec Biologics künftig weniger kapitalintensiv für das deutsche Biotechunternehmen. Für den Standort würde Evotec rund 300 Mio. USD erhalten. Außerdem sind weitere technologiebezogene Gegenleistungen, zukünftige Entwicklungsumsätze, Meilensteinzahlungen und Produktlizenzgebühren vorgesehen.

    Die Evotec-Aktie reagiert nur kurzzeitig positiv auf die Meldung. In den vergangenen sechs Handelstagen ging es kontinuierlich bergab. Inzwischen notiert die Aktie wieder deutlich unter 7 EUR.

    https://youtu.be/asqAzE7_2-M?si=kOkfq4GdSIWMqZqN

    Bayer: Milliarden-Klagen sind zurück

    Die Aktie von Bayer gehörte bisher zu den positiven Überraschungen im DAX des laufenden Jahres. Der Newsflow aus dem Pharmabereich war positiv und die Klagen in den USA wurden ausgeblendet. Gestern hat dieses Szenario Kratzer bekommen und Anleger schickten die Aktie über 5 % nach unten.

    Grund war der Bericht über das zweite Quartal. Zwar wurde erst vor wenigen Tagen die währungsbereinigte Jahresprognose angehoben, doch einige Details im Quartalsbericht gefielen Anlegern so gar nicht. So ergab sich aufgrund von Sondereinflüssen ein Konzernverlust in Höhe von rund 200 Mio. EUR. Dies ist auf die laufenden Verfahren in den USA rund um Glyphosat zurückzuführen. Dafür mussten die Leverkusener erneut Rückstellungen bilden. Deutlich rückläufig war auch der Free Cashflow. Dieser sank von 1,27 Mrd. EUR auf 125 Mio. EUR.

    Dass der bereinigte Gewinn deutlich gestiegen ist und die Nettofinanzverschuldung um 9,5 % auf 33,3 Mrd. EUR reduziert werden konnte, konnte Anleger nicht vom Verkauf der Aktie abhalten. Auch vonseiten der Analysten gab es keinen Jubel. Bis zum Mittag hatten Jefferies, J.P. Morgan und die UBS ihre Halteempfehlungen bestätigt.

    Fazit

    Bayer hat erneut gezeigt, dass das Klagethema jederzeit wieder aufkommen kann. Daher bleibt der Konzern schwierig einzuschätzen. Bei NetraMark bleibt der Newsflow positiv. Dies sollte die Aktie bald aus der Seitwärtsbewegung katapultieren. Der neue Fokus von Evotec auf Profitabilität zulasten von Wachstum kommt bei Anlegern und Analysten weiterhin nicht gut an.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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