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02.10.2026 | 05:30

Alarm bei Renk! Kaufempfehlungen für TKMS und Almonty Aktien!

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Bildquelle: ChatGPT KI generiert

Alarm bei Renk. Die Aktie ist unter die Marke von 40 EUR gerutscht. Damit hat sie sich seit dem Allzeithoch im Oktober 2025 mehr als halbiert. Für neue Nervosität sorgte ein Analystenkommentar. In diesem wurde vor einem möglicherweise enttäuschenden dritten Quartal 2026 gewarnt. Zum Kauf empfohlen wird die Aktie von Almonty. Analysten erwarten, dass der Wolframproduzent Umsatz und Gewinn in den kommenden Jahren kräftig steigern wird. 2028 sollen mehr als 1 Mrd. USD umgesetzt werden. Almonty dürfte dann der größte westliche Anbieter des kritischen Rohstoffs sein. Auch TKMS wird von Analysten zum Kauf empfohlen. Ein Rekordauftrag nimmt immer mehr Formen an. Dabei ist das Auftragsbuch schon jetzt voll. Die Aktie tut sich allerdings schwer.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | NASDAQ: ALM , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty: Analysten raten zum Kauf

    Stifel nimmt die Coverage von Almonty Industries mit einem Buy-Rating und einem Kursziel von 25 USD auf. Kurstreiber ist aus Sicht der Analysten der Ausbau der Wolframproduktion in Südkorea und Portugal. Mit Sangdong hat Almonty eine der größten Wolframminen der Welt in Betrieb genommen. 2027 soll mit Phase II die Kapazität etwa verdoppelt werden. Gleichzeitig wird die Panasqueira-Mine in Portugal erweitert. Nach Einschätzung von Stifel könnte Almonty damit bis Ende 2028 zum größten Wolframproduzenten der westlichen Welt aufsteigen. Rückenwind liefert die angespannte Marktlage. China kontrolliert rund 80 % der weltweiten Wolframproduktion und hat seit 2025 Exportbeschränkungen eingeführt. In der Folge sind die Preise für Ammoniumparawolframat (APT) um rund 775 % gestiegen. Stifel geht davon aus, dass der Markt strukturell knapp bleibt und sich der APT-Preis langfristig bei etwa 2.000 USD je mtu einpendeln könnte. Damit ist man, wie fast alle Analysten, konservativ, denn seit Monaten liegt der Preis bei 3.000 USD. Wolfram ist für Branchen wie Rüstung und Technologie kritisch.

    Zusätzliches Potenzial für Almonty sieht Stifel in mehreren Projekten, die im Bewertungsmodell bislang noch nicht vollständig berücksichtigt werden. Dazu zählen weitere Wolframvorkommen in Spanien und den USA sowie geplante Aktivitäten in den Bereichen Molybdän und Wolframoxid in Südkorea. Auch der Aufbau einer nachgelagerten Wolframoxid-Produktion könnte Almonty langfristig stärker in die Wertschöpfungskette integrieren. Positiv bewertet Stifel zudem die bestehenden Abnahmeverträge, die einen Teil der künftigen Produktion absichern, während ungebundene Mengen dem Unternehmen ermöglichen, vom aktuell hohen Preisniveau zu profitieren. Insgesamt sieht das Research Almonty gut positioniert, um von der strategischen Neuordnung der westlichen Versorgung mit kritischen Rohstoffen und der wachsenden Bedeutung von Wolfram für die US-Rüstungsindustrie zu profitieren.

    Für das Gesamtjahr 2026 erwarten die Stifel-Analysten, dass Almonty 345,8 Mio. CAD umsetzen wird. Im kommenden Jahr sollen es dann 926,2 Mio. CAD sein. Das EBITDA soll von 247,1 Mio. CAD auf 792,7 Mio. CAD klettern.

    Noch etwas optimistischer bei den Wachstumsprognosen und etwas konservativer bei der Marge ist Sphene Capital. Die Analysten trauen Almonty im laufenden Jahr einen Umsatz von 308 Mio. USD zu. In 2027 sollen es dann 786,1 Mio. USD sein. In 2028 soll dann die Milliardenmarke geknackt werden und Almonty 1,36 Mrd. USD erlösen. Das EBITDA soll in dieser Zeit von 114,8 Mio. USD auf 979,5 Mio. USD zulegen. Auch Sphene Capital empfiehlt die Almonty-Aktie zum Kauf. Das Kursziel liegt bei 26,40 USD. Derzeit notiert die Aktie des Wolframproduzenten knapp über 13 USD. Damit liegt die Marktkapitalisierung derzeit bei rund 4 Mrd. USD. Das Wertpapier wird auch an deutschen Börsen wie Tradegate rege gehandelt.

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    TKMS: Rekordauftrag nimmt Form an

    Während Rüstungsaktien derzeit von Investoren nicht gefeiert werden, hält sich die TKMS-Aktie immerhin über der Marke von 80 EUR. Aus Sicht von mwb Research ist dies zu niedrig. Die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 140 EUR wurde bestätigt.

    Die Analysten sehen TKMS kurz vor einem weiteren Großauftrag. Im Mittelpunkt steht das indische U-Boot-Programm P75(I). In diesem Rahmen sollen sechs konventionelle U-Boote für insgesamt rund 8 Mrd. EUR gebaut werden. Deutschland hat seine internen Genehmigungen nach Angaben des deutschen Botschafters Jasper Wieck bereits abgeschlossen. Auf indischer Seite stehen noch letzte Schritte aus. TKMS würde dabei nicht den kompletten Bau übernehmen, sondern vor allem Konstruktion, Systemintegration und technische Überwachung verantworten. Die Fertigung in Indien würde Mazagon Dock Shipbuilders übernehmen. mwb schätzt den auf TKMS entfallenden Anteil auf rund 3,5 Mrd. EUR. Die Struktur des Projekts könnte dabei sogar überdurchschnittliche Margen ermöglichen, da TKMS weniger Bau- und Fertigungsrisiken trägt und sich auf margenstärkere Engineering-, Integrations- und später möglicherweise Serviceleistungen konzentriert.

    Nach Einschätzung von mwb befindet sich der Indien-Auftrag in einer sehr fortgeschrittenen Phase. Eine formale Unterzeichnung und erste Vorauszahlungen könnten noch im laufenden Geschäftsjahr erfolgen und sich positiv auf den Free Cashflow auswirken. Schon Ende Juni verfügte TKMS über einen festen Auftragsbestand von 20,1 Mrd. EUR. Das Unternehmen selbst bezeichnet das Indien-Projekt bei Vertragsabschluss als potenziell größten Einzelauftrag seiner Geschichte. Unter Einbeziehung weiterer Rahmenverträge und noch nicht fest gebuchter Projekte kommt mwb sogar auf ein potenzielles Auftragsvolumen von rund 64 Mrd. EUR beziehungsweise etwa das 30-Fache des von den Analysten erwarteten Jahresumsatzes.

    Für 2027 wird ein Umsatzanstieg um 11,1 % auf 2,69 Mrd. EUR erwartet. 2028 soll das Wachstum auf 17,1 % zulegen und die Erlöse auf 3,15 Mrd. EUR steigen. Das EBITDA soll von 303 Mio. EUR im Jahr 2027 auf 385 Mio. EUR im Jahr 2028 klettern. Beim Nettogewinn erwartet mwb einen Anstieg von 154 Mio. EUR auf 189 Mio. EUR. Damit würde TKMS nicht nur beim Umsatz zweistellig wachsen, sondern zugleich seine Ertragskraft weiter ausbauen.

    Renk: Analysten warnen

    Während es bei Almonty und TKMS operativ läuft und sich bei den Aktien eher die Frage stellt, wann die nächste Rally startet, läuten bei Renk zunehmend die Alarmglocken. Die Aktie ist zuletzt unter die Marke von 40 EUR gerutscht und damit charttechnisch deutlich angeschlagen. Im laufenden Jahr hat die Rüstungsaktie rund 30 % verloren und sich vom Allzeithoch im Oktober 2025 mehr als halbiert.

    Für neue Nervosität sorgte am Montag JPMorgan. Die Analysten haben vor einem möglicherweise enttäuschenden dritten Quartal 2026 gewarnt. Renk wird seine Zahlen am 9. November vorlegen und entsprechend dürfte die Anspannung im Vorfeld hoch bleiben.

    Wie sensibel die Anleger derzeit reagieren, zeigte bereits die Reaktion auf die Kurszielsenkung von JPMorgan. Die Analysten reduzierten ihr Ziel von 75 EUR auf 62 EUR. Das klingt zunächst deutlich, doch selbst das neue Kursziel liegt noch klar über dem aktuellen Börsenkurs von 38 EUR. Einen Handelstag zuvor hatte Berenberg die Kaufempfehlung mit Kursziel 72 EUR bestätigt. Es passt zum aktuellen Sentiment, dass diese Meldung von Anlegern praktisch ignoriert wurde.


    Das Fazit

    Der Kauf der Renk-Aktie drängt sich derzeit nicht auf. Bei Almonty und TKMS sieht es deutlich positiver aus. Almonty profitiert von einer wohl einzigartigen Stellung im Markt für den kritischen Rohstoff Wolfram. Umsatz und Gewinn dürften stark steigen. TKMS verfügt über ein riesiges Auftragspolster. Allerdings darf die Komplexität im Schiffbau nicht unterschätzt werden.

    https://youtu.be/KfKBzI-7JV4?si=i3TQiytoFkZnXBcS


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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