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18.01.2022 | 06:00

Alibaba, CoinSmart, Teamviewer: Wo Tech noch Rendite bringt

  • Technologie
Bildquelle: pixabay.com

Tech-Konzerne bekommen in China zunehmend Gegenwind. Auch der Krypto-Markt zeigt sich aktuell wieder von seiner launigen Seite. Was ist also zu tun? Ist die Zeit der innovativen Technologie vorbei? Warum sich Anleger davon lösen sollten, bei Technologie nur schwarz und weiß zu sehen: Drei Aktien im Überblick.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALIBABA GR.HLDG SP.ADR 8 | US01609W1027 , Coinsmart Financial Inc. | CA19260N1042 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

Inhaltsverzeichnis:


    Alibaba: Der Tech-Gigant und die Old Economy

    Die Aktie von Alibaba galt viele Jahre als Geheimtipp. Wem Amazon zu teuer war, der setzte auf die chinesische Version und fuhr damit ausgesprochen gut. Doch dann brach die China-Tech-Welle. Auslöser war ausgerechnet der abgesagte Börsengang der Alibaba Fintech-Tochter Ant. Seitdem bekommen Alibaba und Co. beständig Gegenwind. Die Aktie hat in einem Jahr mehr als 40% ihres Wertes verloren. Für einen Bluechip ist das schon ganz ordentlich. Doch ist der Gegenwind überhaupt begründet?

    Alibaba verfügt noch immer über eine große Marktstellung. Zwar demonstriert die Zentralregierung in Peking Stärke, doch könnte es in der Rückschau bei einer reinen Machtdemonstration, die von einigen regulativen Maßnahmen begleitet ist, bleiben. Wie gut Alibaba aufgestellt ist, zeigt auch der Blick auf die Sparten. Unter anderem verfügt das Unternehmen über eine Einzelhandelskette, die voll und ganz auf Technologie setzt. Selbst-Bedienungskassen sind in China sind fast schon ein Relikt aus dem vergangenen Jahrzehnt. In eben diese Lebensmittelkette will Alibaba jetzt 10 Mrd. USD investieren. Das Ziel: Abläufe verbessern. Am Ende könnte gar eine Abspaltung der Kette stehen. Das sollte unkomplizierter laufen, als damals der geplante Börsengang von Ant. Alibaba bleibt eine spannende Aktie.

    CoinSmart: Reguliert mit Krypto durchstarten

    Überaus spannend ist auch das Papier des kanadischen Krypto-Unternehmens CoinSmart. Das Unternehmen kommt zwar aus Übersee, geht bei seiner Expansion aber überaus „deutsch" vor. Die Kanadier verfolgen das Credo „Regulation first". Das bedeutet, dass sämtliche Produkte und auch Markteintritte, wie etwa in Europa, im jeweiligen Regulierungsrahmen erfolgen. Wachstums-Storys im Krypto-Bereich erinnern oft an den Wilden Westen: Cowboys reiten in den Sonnenuntergang und siedeln wo auch immer sich Gelegenheiten bieten. Gerade in der Finanzwelt kann sich derartiges Gebaren langfristig rächen. Die Regulierungsbehörden sitzen am längeren Hebel und können zu forschen Startups schnell einen Riegel vorschieben.

    CoinSmart bietet den Handel von Kryptowährungen und hat rund um Blockchain weitere Pläne. Im Interview mit Kapitalerhoehungen.de erklärte CoinSmart-CEO Justin Hartzman im Dezember: „Unser langfristiges Ziel ist es, ein Komplettanbieter für Finanzdienstleistungen auf Blockchain-Basis zu werden. Dazu gehören auch Zahlungsdienstleistungen oder die Geldanlage. Konkret wollen wir Kredit- und Debitkarten anbieten und auch die Tokenisierung von Sachwerten, Kreditvergabe, NFTs, Derivate und Margin Trading oder auch Kreditangebote. Die Möglichkeiten sind groß und der Markt wartet auf innovative Lösungen. Diese Chancen wollen wir ergreifen und diese Lösungen im Rahmen einer verlässlichen und regulierten Plattform anbieten", so der CEO, der am 17. Februar online im Rahmen des International Investment Forum (IIF) präsentieren wird. Da das Unternehmen 2022 auch in Europa Marketing betreiben will, um neue Kunden zu gewinnen, könnte es sich lohnen, aus erster Hand Informationen einzuholen und dem dreißigminütigen Vortrag zur Mittagszeit inklusive Fragerunde beizuwohnen. Erst kürzlich veröffentlichte CoinSmart eine Unternehmensmeldung und verwies dabei auf gleich wie Rekorde: Sowohl im Dezember als auch im Schlussquartal 2021 wies CoinSmarte Rekordumsätze aus.

    TeamViewer: Große Pläne, hohe Kosten

    Einem Vortrag des Managements von TeamViewer würden in diesen Tagen sicherlich auch viele Anleger gespannt lauschen. Der Grund: Die Aktie ist zuletzt deutlich gestiegen, konsolidiert inzwischen aber etwas. Nach guten Zahlen rankt sich jetzt Fantasie um die Aktie. Schon vor Monaten spekulierten die Autoren von researchanalyst.com über eine mögliche Übernahme durch SAP. Auch sonst ist TeamViewer gut vernetzt und arbeitet unter anderem mit Apple und Google zusammen. Hinzu kommen sinnvolle Zukäufe, wie etwa im Bereich Augmented Reality und Industrie 4.0. Demgegenüber stehen hohe Kosten und die starke Konkurrenz. Die Aktie von TeamViewer bleibt eine Wette auf die Zukunft. Uninteressant ist sie aber keineswegs.


    Tech-Unternehmen erobern immer mehr Bereiche. Beispiele sind das Engagement von Alibaba im Einzelhandel oder TeamViewer, das mit seinen Lösungen die Industrie als Kunden gewinnen will. Auch der Kryptomarkt bringt gänzlich neue Möglichkeiten mit sich und hat das Potenzial, die Finanzbranche umzukrempeln. Daher bleiben auch Tech-Investments interessant – möglicherweise gerade nach Kurskorrekturen. In diesem Zusammenhang sollten gerade spekulative Investoren die Aktie von CoinSmart auf dem Zettel haben.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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