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18.11.2025 | 04:30

ALLZEITHOCH bei Siemens Energy! Nach starken Zahlen Renk und Graphano Energy Aktie kaufen?!

  • Kritische Rohstoffe
  • Energie
  • Rüstung
Bildquelle: Nordex SE

Diese Unternehmen haben mit starken Zahlen überzeugt: Graphano Energy kann dazu beitragen, dass der Westen bei der Batterie-Wertschöpfung eigenständig wird. Das Unternehmen erschließt derzeit in Kanada ein Graphitvorkommen in einer hochinteressanten Region und die bisherigen Bohrergebnisse überzeugen. Zudem profitiert man davon, dass Nordamerika den Ernst der Lage erkannt hat und die Branche fördert. Rekordzahlen haben die Aktie von Siemens Energy zuletzt auf ein Allzeithoch geschickt. Analysten sind begeistert, bis auf einen. Renk hebt sich weiter positiv von Rheinmetall und Hensoldt ab. Was sagen Analysten zu den Zahlen? In der Korrektur kaufen?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , Graphano Energy Ltd. | CA38867G2053

Inhaltsverzeichnis:


    Graphano Energy: Wann platzt bei der Rohstoff-Perle der Knoten?

    Dieser Rohstoff wird von den USA, der EU und Japan als kritisch eingeschätzt: Graphit. Ohne Graphit läuft keine Batterie – weder in Elektroautos noch in stationären Energiespeichern oder in Smartphones. Wie bei Seltenen Erden und anderen Rohstoffen beherrscht China den Weltmarkt. Damit ist das Lieferrisiko hoch. Dies können sich die westlichen Länder für ihre Industrie nicht leisten. Denn zu oft hat China bereits gezeigt, dass es seine Rohstoffposition als Waffe in geopolitischen Konflikten einzusetzen weiß.

    Während Europa sich bei der Sicherung kritischer Rohstoffe selbst im Weg zu stehen scheint, geben die USA Vollgas. Und auch Kanada fördert die Branche. Von beidem profitiert Graphano Energy mit seinen Graphitprojekten im kanadischen Quebec. Das Flaggschiffprojekt Lac Aux Bouleaux befindet sich in direkter Nachbarschaft zu der Lac des Îles Mine von Northern Graphite. Lac des Îles ist die einzige aktive Graphitmine in Kanada. Durch eine Kooperation kann Graphano die dortigen Verarbeitungsanlagen nutzen. Daher muss man signifikant weniger investieren, um Lac Aux Bouleaux in Produktion zu bringen und spart Zeit. Und es besteht natürlich auch die Möglichkeit der Übernahme durch Northern Graphite.

    Und noch mehr spricht für einen Kauf der Aktie von Graphano Energy. Das Standard-Mine-Projekt ist ebenfalls bereits fortgeschritten und die Ressourcenzahlen überzeugen. Die Ressourcenschätzung soll noch im laufenden Jahr aktualisiert werden und für das kommende Jahr ist die Machbarkeitsstudie eingeplant. Östlich der Standard-Mine befindet sich noch das 84 Claims umfassende Black Pearl Projekt. Es wurde bereits ein Graphitvorkommen auf 300 Meter Breite und 1.200 Meter Streichenlänge nachgewiesen. Die bisherigen Bohrergebnisse sind überzeugend. Sie zeigen durchgängig oberflächennahe Mineralisierungen entlang mehrerer leitfähiger Zonen, die in alle Richtungen offen sind. Die Bohrlöcher ergaben in der Spitze ein Gehalt von bis zu 15,95 % graphitischem Kohlenstoff. Übrigens könnte man auch für Black Pearl auf die Verarbeitungsanlage von Northern Graphite zurückgreifen.

    https://youtu.be/zENi0CH9ypE?si=OymMeHiLgHsh5itz

    Siemens Energy strotzt vor Kraft

    Gestern hat die Aktie von Siemens Energy ihr Kursfeuerwerk von Freitag fortgesetzt und ist auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Nach überzeugenden Quartalszahlen und positiven Analystenkommentaren greifen Anleger trotz der Bewertung von fast 100 Mrd. EUR weiter zu.

    CEO Christian Bruch äußerte sich anlässlich der Zahlen selbstbewusst: "Unsere Geschäfte haben erneut ein starkes Quartal erzielt und damit die bisher gute Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres fortgesetzt. Die im zweiten Quartal angehobene Prognose wird erfüllt – aktuell bewegen wir uns am oberen Ende des Zielkorridors. Nach der vorzeitigen Ablösung der Bundesbürgschaften wurde nun auch das Dividendenverbot aufgehoben. Das versetzt uns in die Lage, unseren Aktionären früher als erwartet eine Dividende zu zahlen. Das alles sind bedeutende Erfolge, und unser Fokus liegt weiterhin auf profitablem Wachstum, das wir durch exzellente Projektabwicklung sicherstellen."

    Den Umsatz hat Siemens Energy im dritten Quartal um 13,5 % auf 9,7 Mrd. EUR gesteigert. Das Nettoergebnis konnte von -102 Mio. EUR auf 697 Mio. EUR verbessert werden. Für Jubel sorgte der Auftragseingang. Mit 16,6 Mrd. EUR wurde das höchste Auftragsvolumen in einem Dreimonatszeitraum in der Unternehmensgeschichte an Land gezogen.

    Auf Seiten der Analysten äußerte sich insbesondere Jefferies bullish. Das Umsatzwachstum sollte sich in Zukunft beschleunigen. Gleichzeitig sollte die Marge anziehen. Die Analysten sehen den fairen Wert der Aktie von Siemens Energy bei 134 EUR. Die RBC stuft das Wertpapier des Dax-Konzerns mit auf "Outperform" ein und nennt ein Kursziel von 130 EUR. Die Deutsche Bank bestätigte die Kaufempfehlung und erhöhte das Kursziel von 115 EUR auf 120 EUR. Nicht mehr ernst zu nehmen sind weiterhin die Analysten der UBS. Sie lobten die Zahlen, doch trotzdem raten sie mit einem Kursziel von 38 EUR weiterhin zum Verkauf.

    Renk: Zahlen überzeugen Analysten

    Während die Aktie von Siemens Energy nahe dem Allzeithoch notiert, tut sich Renk wie alle Rüstungswerte derzeit schwer. Immerhin konnten in der vergangenen Woche die Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2025 durchaus überzeugen. Der Anbieter von Antriebslösungen für den militärischen und zivilen Bereich wächst und investiert in die Produktionserweiterung.

    Die Umsatzerlöse hat der Konzern in den ersten neun Monaten des Jahres um 19,2 % auf 928 Mio. EUR gesteigert. Treiber war nicht überraschend das Verteidigungsgeschäft. Dort kletterte der Umsatz um 25,2 % auf 690 Mio. EUR. Das bereinigte Konzern-EBIT legte überproportional um 25,5 % auf 141 Mio. EUR zu. Damit verbesserte Renk die bereinigte EBIT-Marge immerhin um 0,8 Prozentpunkte auf 15,2 %. Im Vergleich zu Rheinmetall und Hensoldt kann Renk in diesem Jahr mit einem ordentlichen Auftragseingang punkten. Das Ordervolumen stieg um 45,2 % auf 1,25 Mrd. EUR.

    Renk-CEO Dr. Alexander Sagel: „Unsere Geschäftsentwicklung im dritten Quartal zeigt: Wir haben unseren starken Wachstumskurs – getrieben durch die hohe Nachfrage des Defense-Sektors – konsequent fortgesetzt. Zusätzlich haben wir mit der Inbetriebnahme unseres modularen Produktionskonzeptes im September in Augsburg einen weiteren wesentlichen Schritt hinsichtlich Kapazitätsausbau und Effizienzsteigerung realisiert."

    Die Analysten honorieren die Entwicklung. Jefferies bestätigte nach den Zahlen die Kaufempfehlung für die Renk-Aktie. Der schwächere Umsatz sei durch die höhere Marge überkompensiert worden. Das Kursziel der Analysten bleibt bei 80 EUR. Auch für die Analysten der Deutschen Bank war die Höhe des Gewinns eine positive Überraschung. Auch der Auftragseingang habe über den Erwartungen gelegen. Die Analysten raten zum Kauf der Renk-Aktie und sehen den fairen Wert bei 75 EUR. Gestern notierte die Aktie knapp unter 64 EUR.

    Fazit

    Siemens Energy ist weiterhin nicht zu bremsen. Der Auftragseingang signalisiert, dass der Konzern weiter wachsen wird. Allerdings sollten Anleger mit Blick auf die Bewertung von Kursrückschlägen nicht überrascht sein. Graphano Energy ist eine weitestgehend unentdeckte Perle im Rohstoffsektor. Setzt sich der positive Newsflow fort, kann es eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis bei der Aktie der Knoten platzt. Renk scheint sich derzeit zum Favoriten unter den deutschen Rüstungsaktien zu entwickeln.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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    • Energie
    • Atomenergie
    • kernenergie
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    Steht die Aktie von Siemens Energy bald bei 200 EUR oder halbiert sie sich? Die Meinungen der Analysten gehen nach den jüngsten Zahlen jedenfalls so weit auseinander. Der Energiehunger des KI-Booms lässt die Kassen klingen. Daran will künftig auch American Atomics verdienen. Denn während derzeit Gaskraftwerke die erste Wahl bei Datenzentrenbetreibern zu sein scheinen, setzt die Branche langfristig auf Kernenergie. American Atomics will Uran direkt in den USA abbauen und anreichern. Übrigens setzt auch Frankreich stark auf Atomkraft. Einer der größten Stromverbraucher in Deutschland ist BASF. Die hohen Preise hierzulande machen der deutschen Industrieikone zu schaffen. So zieht es sie unter anderem nach Indien.

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