02.06.2026 | 04:30
Ballard Power Aktie explodiert! Was machen Standard Lithium und Antimony Resources?
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.
Bei Ballard Power kann man eigentlich nur verwundert den Kopf schütteln. Die Aktie hat sich innerhalb weniger Monate verdreifacht. Gleichzeitig ist der Quartalsverlust weiterhin hoch, ein Ankeraktionär zieht sich immer mehr zurück und operativ gibt es fast nur eine Meldung aus Deutschland. Dagegen überzeugt Antimony Resources mit positiven News. Analysten sehen deutliches Kurspotenzial, das Unternehmen verfügt wahrscheinlich über eines der spannendsten Antimon-Projekte der Welt und das kritische Metall ist heiß begehrt. Die Aktie hat korrigiert und bietet eine Kaufchance. Und was macht Standard Lithium? Es gibt Neuigkeiten vom Flaggschiffprojekt Smackover. Allerdings nicht die, auf die Anleger gehofft haben.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
BALLARD PWR SYS | CA0585861085 , ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Ballard Power: Kursfeuerwerk fern der Realität
Bei Ballard Power kann man eigentlich nur verwundert den Kopf schütteln. Während sich die Aktie seit März rund verdreifacht hat, sucht man vergebens nach operativen Gründen. Es scheint so, als würden auch strauchelnde Brennstoffzellen- und Wasserstoffunternehmen in den KI-Hype gezogen werden. Bei Ballard Power scheint auch noch ein Short Squeeze hinzuzukommen. Anders ist nicht zu erklären, warum das Unternehmen mit 2,6 Mrd. CAD bewertet wird.
Im ersten Quartal steigerte Ballard den Umsatz um 26 % auf 19,4 Mio. USD. Es wurde gefeiert, dass man eine positive Bruttomarge erreicht hat. Das bereinigte EBITDA blieb mit einem Minus von 11,4 Mio. USD jedoch tiefrot.
Meldungen gibt es weitestgehend zu den Brennstoffzellennutzfahrzeugen. In Cottbus sind die ersten Fahrzeuge einer insgesamt 46 Busse umfassenden Wasserstoffflotte des britischen Herstellers Wrightbus in den regulären Linienbetrieb gestartet. Die Busse sind mit den FCmove-HD-Brennstoffzellen von Ballard ausgestattet. Zunächst werden vier Fahrzeuge im täglichen Einsatz getestet, weitere sieben sollen in Kürze folgen. Die Verkehrsbetriebe wollen dabei insbesondere Reichweite, Betankungsprozesse und die Integration in den laufenden Betrieb unter realen Bedingungen evaluieren. Die vollständige Flotte soll schrittweise bis Ende 2027 aufgebaut werden. Der Verkehrsbetrieb SWK Mobil in Krefeld hat beim polnischen Hersteller Solaris 19 weitere Wasserstoffbusse bestellt, die 2027 ausgeliefert werden sollen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Solaris zehn mit Ballard-Technologie ausgestattete Wasserstoffbusse an den Betreiber geliefert. Deutschland entwickelt sich damit immer stärker zum wichtigsten europäischen Markt für Brennstoffzellenbusse.
Eine Milliardenbewertung rechtfertigt dies allerdings kaum. Dies scheint auch der chinesische Großaktionär Weichai Power so zu sehen. Er hat im Mai 8,15 Mio. Ballard-Aktien verkauft. Zudem hat sich der bisherige Ankerinvestor komplett aus dem Aufsichtsrat zurückgezogen. Die Aktie hat es nur kurz gestört.
Antimony Resources: Wann kommt der Kurssprung?
Rohstoffaktien stehen derzeit im Schatten des KI-Hypes. Doch dies wird sich wieder ändern und für antizyklische Anleger ergeben sich derzeit spannende Kaufchancen. So ist die Aktie von Antimony Resources seit dem Hoch vor wenigen Monaten bei rund 1 EUR auf 0,50 EUR zurückgekommen. Die Analysten von GBC Research empfehlen die Aktie mit einem Kursziel von 1,90 EUR. Gleichzeitig meldet das Unternehmen regelmäßig Fortschritte bei seinem Antimon-Projekt in Kanada. Für alle, die Antimon nicht kennen: Der Rohstoff gilt als kritisches Metall und wird unter anderem in Batterien, Halbleitern, Rüstungsanwendungen sowie als Flammschutzmittel eingesetzt.
Im Interview mit "thedeepdive.ca" zeigte sich CEO Jim Atkinson äußerst zuversichtlich hinsichtlich der Entwicklung von Antimony Resources. Aus seiner Sicht hat sich das Projekt bereits von einer Entdeckung zu einer echten Antimon-Lagerstätte entwickelt.
Für 2026 liegt der Fokus auf einer deutlichen Erweiterung des Bohrprogramms. Einschließlich historischer Bohrungen sollen insgesamt rund 35.000 Meter an Daten vorliegen. Zwei Bohrgeräte arbeiten an der Ressourcendefinition im Hauptbereich der Lagerstätte, während ein drittes Bohrgerät weitere Zielgebiete erkundet. Besonderes Interesse gilt der neu entdeckten Marcus Zone sowie zwei weiteren Bereichen mit sichtbarer Antimonmineralisierung. Atkinson betont, dass Antimonprojekte im Vergleich zu Gold- oder Kupferlagerstätten oft schneller bewertet und potenziell auch schneller in Richtung Produktion entwickelt werden können.
Als wichtige Meilensteine nennt der CEO die Veröffentlichung einer ersten Ressource bis Ende des Sommers sowie die anschließende wirtschaftliche Bewertung des Projekts. Zudem verweist er auf die starke Nachfrage nach dem kritischen Rohstoff und auf die Unterstützung der Provinz New Brunswick, die Genehmigungsverfahren beschleunigen will. Investoren können in den kommenden Monaten mit einem stetigen Nachrichtenfluss aus den laufenden Bohrungen, neuen Entdeckungen und zusätzlichen Explorationsprogrammen auf dem erweiterten Landpaket rechnen.
Die jüngsten Bohrergebnisse bestätigen die Ausdehnung der Bald Hill Main Zone in größere Tiefen und liefern weitere Hinweise auf das Potenzial der Antimonlagerstätte. In den drei neu ausgewerteten Bohrlöchern wurden hochgradige Stibnit-Mineralisierungen mit Spitzengehalten von bis zu 26,7 % beziehungsweise 6,4 % Antimon sowie mächtige mineralisierte Abschnitte von bis zu knapp 15 Metern durchteuft. Besonders die Bohrungen BH-26-08 und BH-26-10 zeigten breite Mineralisierungszonen in Tiefen von mehr als 350 Metern. Mit einer durchschnittlichen Bohrtiefe von über 250 Metern und einer tiefsten mineralisierten Durchschneidung in 495 Metern Tiefe belegen die Ergebnisse, dass die Lagerstätte auch in größerer Tiefe offen bleibt und weiteres Wachstumspotenzial besitzt.
Standard Lithium: Smackover-Projekt
Bei Standard Lithium stören sich Aktionäre an der fehlenden Finanzierung des Smackover-Projekts. Denn davon hängt ab, ob das Joint Venture von Standard Lithium und Equinor im US-Bundesstaat Arkansas tatsächlich gebaut wird. Zuletzt wurde gemeldet, dass man einen EPCC-Vertrag (Engineering, Beschaffung, Bau und Inbetriebnahme) mit S&B Engineers and Constructors für die zentrale Verarbeitungsanlage des Projekts geschlossen hat. Die Anlage soll Sole aus den Förderbohrungen verarbeiten, Lithium mittels Direkt-Lithium-Extraktion (DLE) gewinnen und zu batteriegeeignetem Lithiumcarbonat weiterverarbeiten.
Die Verarbeitungsanlage ist auf eine Jahresproduktion von 22.500 Tonnen Lithiumcarbonat ausgelegt und macht rund zwei Drittel der gesamten Investitionskosten des Projekts aus. Zunächst wurde eine begrenzte Freigabe für weitere Ingenieurs-, Genehmigungs- und Beschaffungsarbeiten erteilt, um Risiken zu reduzieren und den Bauzeitplan zu optimieren. Die vollständige Baufreigabe soll nach der für 2026 erwarteten endgültigen Investitionsentscheidung erfolgen. Nach dem Abschluss dieses Vertrags und einer bereits zuvor vergebenen Vereinbarung für das Bohrfeld seien nun alle wesentlichen Baupartner an Bord. Als letzte Voraussetzungen für die Investitionsentscheidung müssen nun noch langfristige Abnahmeverträge für das Lithium sowie die Projektfinanzierung abgeschlossen werden.
Die Aktie von Standard Lithium hat im laufenden Jahr 13 % an Wert verloren. Und dies, obwohl sie in den vergangenen fünf Handelstagen mehr als 7 % zulegen konnte.
Fazit
Bei Ballard Power überdecken KI-Hype und Short Squeeze die graue Realität. Denn anders ist die Kursexplosion eigentlich nicht zu erklären. Die operative Entwicklung ist zwar in Ordnung, aber rechtfertigt weder eine Kursverdreifachung noch eine Milliardenbewertung. Ein Kurseinbruch kann jederzeit erfolgen. Ein Kurssprung wäre bei Antimony Resources durchaus gerechtfertigt. Der Newsflow ist positiv und bis zum Kursziel der GBC-Analysten ist es noch ein ganzes Stück. Bei Standard Lithium warten Anleger weiter auf die Meldung zur Projektfinanzierung und Investitionsentscheidung. Eins ist sicher, bei allen drei Werten bleibt es spannend.
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