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30.04.2021 | 04:50

BASF, Saturn Oil & Gas, K+S: Drei Aktien für den Rendite-Kick

  • Anlagechancen
Bildquelle: pixabay.com

Wer seinem Portfolio ein paar Renditebringer beimischen will, der hat verschiedene Möglichkeiten. Neben soliden Standardwerten, die zwar wenig Kursfantasie, dafür aber stete Dividenden bieten, können Anleger auch auf Wachstumswerte und Smallcaps setzen. Zwar gibt es immer wieder Stimmen, die Wachstumswerte für vorsichtige Anleger kategorisch ausschließen, doch ist das nicht uneingeschränkt richtig. Wer das Risiko über die Positionsgröße steuert, kann auch spekulativ investieren, ohne von der grundlegenden Strategie abrücken zu müssen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Nico Popp



 

Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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BASF: Ein Unternehmen im Umbruch

Doch zunächst zu Standardwerten, die bereits Großvater erfolgreich im Portfolio hatte. Eine dieser Aktien ist ohne Zweifel BASF. Der Chemie-Gigant aus Ludwigshafen ist ein echter Global Player und ist in rund achtzig Ländern aktiv. Über weite Strecken des Jahres 2020 liefen die Geschäfte für BASF trotz der soliden Marktposition nicht berauschend. Die Kosten sind noch immer zu hoch. Hinzu kamen 2020 die niedrigen Preise für Öl und Gas. Letzteres Problem dürfte sich inzwischen aber verflüchtigt haben.

Schwerer wiegen ohnehin die strukturellen Probleme. BASF schickt sich deshalb an, Strukturen und Prozesse zu überdenken und will schlanker werden. Zugleich hat man sich vom Geschäftsbereich Bauchemie getrennt. An der Börse sorgen die Probleme von BASF im langfristigen Chart für ein diffuses Bild. Auf Sicht von drei Jahren hat die Aktie sogar 17,6% verloren, auf Jahressicht steht aber ein solider Gewinn von annähernd 50% zu Buche. Jenseits der Marke von 72 EUR könnte die Aktie auch langfristig wieder Fahrt aufnehmen. BASF bleibt aber ein Unternehmen im Umbruch.

Saturn Oil & Gas: Worauf wartet der Markt?

Im Umbruch ist in gewisser Weise auch die Aktie von Saturn Oil & Gas. Der ehemals profitabelste Ölproduzent Kanadas hat schon vor über einem Jahr angekündigt, sich neu erfinden und künftig ein größeres Rad drehen zu wollen. Konkret meinte das Unternehmen damit Ausschau nach Übernahmezielen halten. Dazu heuerte im Herbst mit Jean-Pierre Colin ein ausgewiesener Experte als strategischer Berater bei Saturn an. Doch seitdem ist es still um das kleine aber feine Unternehmen.

Dem Aktienkurs hat diese Stille indes nicht geschadet: Der Wert tendiert seitwärts und zeigt sich solide unterstützt. Wer langjährige Erfahrung mit der Aktie von Saturn Oil & Gas hat, weiß, dass sich Abwarten in aller Regel auszahlt. Schon als Saturn regelmäßig neue Bohrungen voranbrachte und organisch stark wuchs, hielt das Managementteam stets Wort und verfolgte die Ziele konsequent und geräuschlos. Die Pläne, Saturn als Übernahmevehikel zu nutzen und die Kompetenz rund um Energierohstoffe in noch größere Projekte einzubringen, sind nicht vom Tisch. Vielmehr signalisiert der Chart seit dem Jahreswechsel eine gewisse Anspannung und tendiert leicht nach oben. Als Experte rund um Öl und Gas ist Saturn in einer Marktphase, in der Öl wieder auf 70 USD zusteuert ohnehin gut positioniert. Zudem ist die Perspektive auf eine Überraschung groß. Der Wert bleibt spekulativ, doch hat das inzwischen langjährige Managementteam am Markt durchaus Kredit. Saturn eignet sich als spekulative Depotbeimischung und ist für Überraschungen gut.

K+S: Vorsicht, kein Selbstläufer

Als Wert mit Perspektive wurde über Monate auch K+S gehandelt. Der Düngemittelspezialist sieht im langfristigen Chart wie eine beginnende Comeback-Geschichte aus. Doch Anleger sollten neben dem Kursverlauf auch auf die fundamentalen Fakten achten. Hier gibt es nicht nur positive Signale. Obwohl anziehende Rohstoffpreise ein gutes Signal für K+S sind, klaffen noch immer Lücken in der Bilanz, die zuletzt Wertberichtigungen nach sich zogen. Zwar scheinen die Vorwürfe, wonach es in der Bilanz Unregelmäßigkeiten gibt, inzwischen weitgehend aus der Welt zu sein, doch sollten sich Anleger bewusst darüber sein, dass K+S eher Problemkind als Musterschüler ist.

Die Aktie legte auf Sicht von einem Jahr bereits um rund 50% zu und nimmt weiter Kurs auf die Marke von 10 Euro. Sobald der Wert nachhaltig zweistellig wird, kann die Aufholjagd in Richtung historischer Kurse beginnen. Ein Selbstläufer wird das für die Aktie jedoch nicht . Statt auf K+S oder BASF zu setzen, das mit verschiedenen Geschäftsfeldern komplex zu bewerten ist, können sich Anleger bei Saturn Oil & Gas leichter einen Überblick verschaffen. Das Unternehmen ist bei aktuellen Ölpreisen klar profitabel und arbeitet weiter an anorganischem Wachstum. Möglicherweise sind das die Zutaten für einen nachhaltigen Renditekick selbst bei kleineren Anlagesummen.


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